Brent-Rohöl wurde am frühen 26. Oktober 2026 knapp unter 110 US-Dollar je Barrel gehandelt und lag damit mehr als 6 % unter dem Hoch vom Freitag. Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und Iran dämpften die Befürchtungen vor einer weiteren Eskalation. Brasilianische Vermögenswerte verzeichneten unterdessen nach dem unerwarteten Sieg von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bei der Wahl für eine vierte Amtszeit kräftige Verluste.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Der Rückgang von Brent um mehr als 6 % wurde am Hoch vom Freitag gemessen, nicht am vorherigen Schlusskurs.
  • Der brasilianische Aktienmarkt fiel um 20 %, während der iShares MSCI Brazil ETF im vorbörslichen Handel 26 % verlor.
  • Der Terminkalender der Woche umfasst eine Sitzung der Federal Reserve sowie Quartalsergebnisse von Microsoft und Amazon.

Inhaltsverzeichnis

Brent-Rohöl gibt nach, da sich die diplomatischen Aussichten verbessern

Die Momentaufnahme der Ölpreise, die gegen 7:05 Uhr EDT erstellt wurde, zeigte einen Rückgang von Brent, während die Erwartungen an eine mögliche Einigung zwischen Washington und Teheran zunahmen. Dabei ging es um die Aussicht auf eine Verringerung der Spannungen; daraus ließ sich nicht ableiten, dass eine Einigung erzielt worden war.

Der Vergleich mit dem Hoch vom Freitag ist wichtig. Ein Rückgang um mehr als 6 % gegenüber diesem Tageshoch ist nicht gleichbedeutend mit einem Rückgang um 6 % gegenüber dem Freitagsschluss, und die vorliegenden Zahlen enthalten keinen Vergleich mit einem Schlusskurs.

PositionDetails
BitcoinLag in der Momentaufnahme des frühen Handels am 26. Oktober knapp über 80.000 US-Dollar.
GoldWurde leicht über 4.000 US-Dollar je Unze gehandelt.
US-Dollar-IndexFest, knapp unter 102.
Rendite zehnjähriger US-StaatsanleihenKnapp unter 5 %.

Brasiliens Verluste stehen einem unveränderten Technologie-ETF gegenüber

Der brasilianische Aktienmarkt fiel um 20 %, nachdem Lula unerwartet eine vierte Amtszeit gesichert hatte. Der in den USA notierte iShares MSCI Brazil ETF lag vor Beginn des regulären Handels 26 % im Minus.

Der Rückgang am heimischen Markt und die vorbörsliche Bewegung des ETF sind getrennte Messgrößen und keine austauschbaren Angaben zu einem einzigen Referenzwert. Die ETF-Kursangabe stellt außerdem kein Schlussergebnis dar.

Andernorts blieb der Invesco QQQ Trust im vorbörslichen Handel unverändert, trotz anhaltender Bedenken hinsichtlich des KI-Investmentthemas. Damit zeigte der auf Technologiewerte ausgerichtete Fonds eine deutlich andere frühe Entwicklung als brasilianische Aktien.

Geldpolitische Entscheidungen und Technologie-Bilanzen stehen bevor

Der Sitzungskalender der Federal Reserve für 2026 führt die nächste Sitzung für den 27.–28. Oktober auf. Damit steht der geplante geldpolitische Termin fest, nicht jedoch das Ergebnis des Zinsbeschlusses.

Zinsentscheidungen der Bank of Japan und der Europäischen Zentralbank stehen ebenfalls auf dem Wochenprogramm, ebenso wie die Quartalsergebnisse von Microsoft und Amazon. Zusammen bieten diese Ereignisse Anlegern mehrere fest eingeplante Aktualisierungen über die jüngsten geopolitischen Schlagzeilen hinaus.

Fazit

Der Rückgang von Brent-Rohöl spiegelte verbesserte diplomatische Hoffnungen wider, nicht ein abgeschlossenes Abkommen. Der nächste bestätigte geldpolitische Termin ist die Sitzung der Federal Reserve am 27.–28. Oktober; zudem werden im Laufe der Woche wichtige Technologie-Bilanzen erwartet.

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