Der am 20. Oktober 2026 angekündigte Vergleich von Intuitive würde den Kartellrechtsstreit um da-Vinci-Operationsroboter durch eine einmalige Zahlung von 450 Millionen US-Dollar und vereinbarte Unterlassungsmaßnahmen beilegen. Intuitive Surgical verbuchte den Aufwand in den Ergebnissen des dritten Quartals; die Vereinbarung bedarf jedoch weiterhin der gerichtlichen Genehmigung und enthält weder ein Schuldeingeständnis noch ein Eingeständnis von Fehlverhalten.

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Aufwand vor Steuern von 450 Millionen US-Dollar verringerte den Quartalsgewinn nach Steuern um 0,99 US-Dollar je verwässerter Aktie.
  • Die Vereinbarung umfasst sowohl eine Geldzahlung als auch Unterlassungsmaßnahmen.
  • Die vorläufige und die endgültige gerichtliche Genehmigung stehen noch aus.

Inhaltsverzeichnis

Intuitive-Vergleich wartet auf gerichtliche Genehmigung

In der Ergebnisveröffentlichung für das dritte Quartal teilte Intuitive Surgical mit, im Oktober 2026 nach einer Mediation eine schriftliche Vereinbarung getroffen zu haben. Sie betrifft den zuvor offengelegten kartellrechtlichen Sammelklagestreit im Zusammenhang mit den da-Vinci-Operationsrobotern des Unternehmens.

Die vorgeschlagene Beilegung verbindet eine einmalige Zahlung mit einvernehmlich vereinbarten Unterlassungsmaßnahmen. In der Ergebnisveröffentlichung werden die konkreten Anforderungen dieser Maßnahmen nicht beschrieben. Daher lässt sich daraus nicht ableiten, welche betrieblichen Änderungen das Unternehmen möglicherweise vornehmen muss.

Der Streit ist mit der Vereinbarung noch nicht endgültig beigelegt. Intuitive wies darauf hin, dass die gerichtliche Genehmigung nicht gewährleistet sei und einzelne Mitglieder der Klägergruppe Einwände erheben könnten. Der Vergleich legt somit vereinbarte Bedingungen fest, beseitigt aber nicht die verbleibende rechtliche Unsicherheit.

AngabeDetails
KlagebezeichnungIn re: da Vinci Surgical Robot Antitrust Litigation
Ablauf der VereinbarungSchriftlicher Vergleich nach einer Mediation im Oktober 2026 erzielt
Position zur HaftungKein Eingeständnis von Haftung oder Fehlverhalten

Rechtsaufwand senkt den ausgewiesenen Quartalsgewinn

Obwohl die schriftliche Vereinbarung im Oktober erzielt wurde, verbuchte Intuitive den Aufwand von 450 Millionen US-Dollar in den Vertriebs-, allgemeinen und Verwaltungskosten für das am 30. September 2026 beendete Quartal. Der Aufwand nach Steuern belief sich auf 347 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,99 US-Dollar je verwässerter Aktie.

Der Nettogewinn nach GAAP sank von 704 Millionen US-Dollar beziehungsweise 1,95 US-Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum auf 523 Millionen US-Dollar beziehungsweise 1,49 US-Dollar je verwässerter Aktie. Der Umsatz stieg im selben Zeitraum um 22 % auf 3,05 Milliarden US-Dollar. Damit ging der ausgewiesene Gewinn trotz anhaltenden Umsatzwachstums zurück.

Der Non-GAAP-Nettogewinn, bei dem bestimmte Posten ausgeklammert werden, stieg von 867 Millionen US-Dollar beziehungsweise 2,40 US-Dollar je Aktie auf 1,05 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 3,00 US-Dollar je verwässerter Aktie. Der Vergleichsaufwand ist ein wichtiger Unterschied zwischen der ausgewiesenen und der bereinigten Geschäftsentwicklung, sollte jedoch nicht als einziger Unterschied zwischen diesen Kennzahlen betrachtet werden.

Fazit

Der Aufwand ist bereits in den Ergebnissen von Intuitive für das dritte Quartal berücksichtigt, während die vorgeschlagene rechtliche Beilegung weiterhin unter Vorbehalt steht. Die nächsten Verfahrensschritte sind die vorläufige und die endgültige gerichtliche Genehmigung; mögliche Einwände von Mitgliedern der Klägergruppe bleiben ein potenzielles Hindernis.

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