Die Mangalia-Werft in Rumänien soll von Rheinmetall und der Schweizer Reederei MSC übernommen werden, nachdem die Partner bei einer Auktion den Zuschlag für die Anlage erhalten haben. Rheinmetall gab die Transaktion mit einem Volumen von rund 138 Millionen Euro am 19. Oktober 2026 bekannt. Der Abschluss werde innerhalb weniger Wochen erwartet; eine bereits vollzogene Übernahme bestätigte das Unternehmen nicht.
Wichtige Erkenntnisse
- Rheinmetall und MSC werden gemeinsam den Kaufpreis von rund 138 Millionen Euro zahlen.
- Die Partner wollen den Standort sowohl für den zivilen als auch für den militärischen Schiffbau entwickeln.
- Vier Marineschiffe der rumänischen Regierung dürften einen wichtigen Teil der militärischen Arbeit der Werft ausmachen.
Inhaltsverzeichnis
- Kauf der Mangalia-Werft steht noch vor dem Abschluss
- Rumänische Marineaufträge geben der Werft eine klar definierte Rolle
- Getrennte Bereiche für zivile und militärische Arbeiten geplant
- Fazit
Kauf der Mangalia-Werft steht noch vor dem Abschluss
Rheinmetalls Mitteilung zur Übernahme von Mangalia beschreibt einen gemeinsamen Kauf mit MSC nach einem erfolgreichen Gebot bei einer Auktion. Der angegebene Preis wird von den beiden Partnern zusammen gezahlt, nicht allein von Rheinmetall.
In der Mitteilung vom 19. Oktober wurde der Abschluss in einigen Wochen in Aussicht gestellt. Der Zuschlag bei der Auktion ist somit ein Schritt auf dem Weg zum Eigentum, während die geplante Neuentwicklung des Standorts noch bevorsteht.
| Angabe | Details |
|---|---|
| Standort der Werft | Südlich von Constanța, Rumänien. |
| Offshore-Patrouillenschiffe | Zwei in Auftrag gegebene Schiffe mit einer Länge von jeweils 96 Metern. |
| Taucherunterstützungsschiffe | Zwei in Auftrag gegebene Schiffe mit einer Länge von jeweils 43 Metern. |
| Bestehende Präsenz in Rumänien | Rheinmetall ist seit 2024 über Rheinmetall Automecanica in Mediaș tätig. |
Rumänische Marineaufträge geben der Werft eine klar definierte Rolle
Rheinmetall Naval Systems erwartet, dass Mangalia eine wichtige Rolle beim Bau von vier Schiffen spielen wird, die die rumänische Regierung bereits in Auftrag gegeben hat. Diese Aufträge verleihen dem geplanten Marinegeschäft einen konkreten anfänglichen Zweck, der über das allgemeinere Ziel hinausgeht, künftig weitere Projekte zu gewinnen.
Darüber hinaus soll die Anlage als Drehkreuz für weitere militärische Schiffbauprojekte in Südosteuropa dienen. In der Mitteilung wurden keine weiteren Schiffsaufträge bekannt gegeben.
Getrennte Bereiche für zivile und militärische Arbeiten geplant
Die Partner wollen zivile und militärische Schiffbauaktivitäten parallel für nationale und internationale Märkte entwickeln. Der Standort soll in Bereiche und Sicherheitszonen unterteilt werden, um diesen unterschiedlichen Nutzungen gerecht zu werden.
Tim Wagner, Geschäftsführer der Naval-Systems-Sparte von Rheinmetall, erklärte, das Unternehmen plane nach der Übernahme einen umfassenden Ausbau und Modernisierungen. Dabei sollen die bestehende Infrastruktur weiterentwickelt, die Produktionsbedingungen verbessert und die Kapazitäten an künftige Anforderungen angepasst werden. Für diese Modernisierungen wurden weder ein Investitionsbudget noch ein Zeitplan für den Abschluss genannt.
Fazit
Der nächste Meilenstein ist der Abschluss der gemeinsamen Übernahme, den Rheinmetall in seiner Mitteilung vom 19. Oktober innerhalb weniger Wochen erwartete. Der anschließende Ausbau und die Modernisierungen sind weiterhin geplant und noch nicht abgeschlossen.
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