Die Intel-Aktie stieg am 19. Oktober 2026 im vorbörslichen Handel um mehr als 4 %, nachdem JPMorgan den Chiphersteller von „Underweight“ auf „Neutral“ hochgestuft hatte. Analyst Harlan Sur bezeichnete das Verhältnis von Risiken und möglichen Chancen als „deutlich ausgeglichener“ und ließ sein Kursziel unverändert bei 85 $.

Die wichtigsten Punkte

  • JPMorgan stufte die Aktie auf „Neutral“ hoch, nicht auf eine bullishe Bewertung, und ließ das Kursziel unverändert.
  • Der Analyst verwies auf eine verbesserte Umsetzung, doch Intels Verluste von Marktanteilen bei CPUs bleiben ein Anliegen.
  • Die Ergebnisse für das dritte Quartal werden am 29. Oktober veröffentlicht; Analysten erwarten höhere Umsätze und ein höheres bereinigtes Ergebnis.

Inhaltsverzeichnis

Intel-Aktie legt zu, während JPMorgan die Einschätzung weniger negativ beurteilt

Die Hochstufung spiegelt eine weniger vorsichtige Einschätzung von Intel wider und ist keine uneingeschränkte Anerkennung der Bemühungen um eine Wende. Sur verwies auf Verbesserungen bei Client-Chips, Rechenzentrumsprodukten und der Fertigung unter Vorstandschef Lip-Bu Tan.

JPMorgan identifizierte außerdem Chancen bei kundenspezifischen Chips für künstliche Intelligenz und bei einer knapperen Versorgung mit fortschrittlichen Chips. Diese Chancen fließen in die Einschätzung des Analysten ein, sind jedoch weder bestätigte Umsatzsteigerungen noch eine Unternehmensprognose.

Der Kursanstieg fand vorbörslich statt und entspricht nicht der Rendite zum Schluss des regulären Handels.

PositionDetails
Anteil an den Server-CPU-Verkäufen53 %, gegenüber 77 %; Vergleichszeiträume nicht angegeben.
Anteil an den PC-CPU-Verkäufen68 %, gegenüber 81 %; Vergleichszeiträume nicht angegeben.
Veränderung des Server-MarktanteilsEin Rückgang um 24 Prozentpunkte.
Veränderung des PC-MarktanteilsEin Rückgang um 13 Prozentpunkte.

Verluste von Marktanteilen bei CPUs bleiben eine Herausforderung

Intels Wettbewerbsposition bildet weiterhin ein Gegengewicht zu der von JPMorgan angeführten verbesserten Umsetzung. Der Anteil des Unternehmens an den Server-CPU-Verkäufen sank stärker als sein Anteil bei PC-CPUs, was die Herausforderungen für das Rechenzentrumsgeschäft verdeutlicht.

Bei den bereitgestellten Marktanteilsvergleichen werden die jeweiligen Messzeiträume nicht genannt. Sie zeigen das Ausmaß des gemeldeten Rückgangs, belegen aber weder, wie schnell er erfolgte, noch, ob das jüngste Quartal eine Trendwende markierte.

Die Ergebnisse am 29. Oktober werden die Erwartungen an die Erholung auf die Probe stellen

Intels Zeitplan für die Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals bestätigt, dass die Ergebnisse am 29. Oktober 2026 unmittelbar nach Börsenschluss veröffentlicht werden. Um 14 Uhr PDT folgt eine Telefonkonferenz zu den Ergebnissen.

Von Refinitiv befragte Analysten erwarteten ein bereinigtes Ergebnis von 0,40 $ je Aktie, ein Plus von mehr als 74 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, sowie einen Umsatz von etwa 16,5 Milliarden $, rund 21 % mehr. Dabei handelt es sich um Analystenschätzungen, nicht um veröffentlichte Ergebnisse oder Prognosen des Intel-Managements.

Die Veröffentlichung wird den nächsten finanziellen Vergleich mit diesen Erwartungen ermöglichen. Hinzu kommen mögliche Kommentare des Managements zu Produkten, Fertigung und Wettbewerbsleistung.

Fazit

Die Hochstufung durch JPMorgan signalisiert eine ausgewogenere Einschätzung der Aussichten von Intel, während die Wettbewerbsbedenken ungelöst bleiben. Der nächste bestätigte Meilenstein ist die Veröffentlichung der Ergebnisse am 29. Oktober samt anschließender Telefonkonferenz des Managements.

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