Summit Therapeutics gab am 19. Oktober 2026 die Eröffnung klinischer Prüfzentren für eine Phase-II-Studie mit Ivonescimab bei zuvor unbehandeltem fortgeschrittenem klarzelligem Nierenzellkarzinom bekannt. Die gemeinsam mit dem Partner Akeso durchgeführte Studie wird den Antikörper als Monotherapie und in Kombinationen mit einem etablierten Behandlungsschema untersuchen.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- In die randomisierte Phase-II-Studie sollen rund 100 Teilnehmer in den Vereinigten Staaten und China aufgenommen werden.
- Drei Ivonescimab-basierte Therapieschemata werden mit Nivolumab plus Ipilimumab verglichen.
- Die Ankündigung betrifft die Eröffnung von Prüfzentren, nicht klinische Ergebnisse oder eine behördliche Zulassung.
Inhaltsverzeichnis
- Ivonescimab-Studie prüft vier Behandlungsansätze
- Ein Meilenstein in der Entwicklung, kein Beleg für einen klinischen Nutzen
- Fazit
Ivonescimab-Studie prüft vier Behandlungsansätze
Akeso kündigte die Phase-II-Studie an und bezeichnet die internationale Studie als SMT112-216 / AK112-216 / NCT07877194. Untersucht werden Sicherheit und Wirksamkeit bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem klarzelligem Nierenzellkarzinom, die zuvor keine systemische Behandlung erhalten haben.
Die Studie ist randomisiert und offen. Die Teilnehmer erhalten eines von vier Therapieschemata. So können die Unternehmen Ivonescimab sowohl als alleinige Behandlung als auch zusammen mit anderen Immuntherapien untersuchen.
Ivonescimab zielt auf PD-1 und VEGF ab. Bei einer Kombination wird es mit Akesos Cadonilimab kombiniert, einem bispezifischen Antikörper, der auf PD-1 und CTLA-4 abzielt; eine weitere Kombination umfasst Ipilimumab. Die Vergleichsbehandlung Nivolumab plus Ipilimumab ist eine etablierte Erstlinienbehandlung bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom.
| Behandlung | Einzelheiten |
|---|---|
| Prüfarm 1 | Ivonescimab plus Cadonilimab |
| Prüfarm 2 | Ivonescimab plus Ipilimumab |
| Prüfarm 3 | Ivonescimab als Monotherapie |
| Vergleichsarm | Nivolumab plus Ipilimumab |
Ein Meilenstein in der Entwicklung, kein Beleg für einen klinischen Nutzen
Das klarzellige Nierenzellkarzinom ist die häufigste Form von Nierenkrebs. Mit der Studie wird Ivonescimab auch als Behandlungsoption für Patienten untersucht, deren fortgeschrittene Erkrankung bislang nicht systemisch behandelt wurde.
Für Summit, ein Unternehmen in der klinischen Entwicklungsphase mit Schwerpunkt Onkologie, ist die Eröffnung der Prüfzentren ein Fortschritt im Entwicklungsprogramm. Sie belegt jedoch nicht, dass ein experimentelles Therapieschema sicherer oder wirksamer ist als die Vergleichsbehandlung. Diese Fragen lassen sich erst anhand der Studienergebnisse beantworten.
Die Partner arbeiten zudem an einem weiteren Forschungsprojekt zu Nierenkrebs: Anfang 2026 gab Summit eine Kooperation bekannt, in deren Rahmen Ivonescimab zusammen mit dem HIF2α-Inhibitor Casdatifan von Arcus Biosciences untersucht werden soll, unter anderem bei metastasierter Erkrankung in der Erstlinie. Diese Kooperation ist von der neu eröffneten vierarmigen Phase-II-Studie getrennt.
Fazit
Der nächste operative Schritt ist die Aufnahme von Teilnehmern in die geplante Studie. Weder die Ankündigung der Eröffnung der Prüfzentren noch das Studiendesign liefern klinische Ergebnisse. In den vorliegenden Ankündigungen wird auch kein Zeitplan für die Ergebnisse genannt.
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