Ein Ausverkauf bei Technologiewerten drückte US-Aktien am Freitag, dem 16. Oktober 2026, nach unten. Damit verzeichnete die Wall Street ihre schwächste Woche seit Ende Juni. Der S&P 500 fiel um 1,1 %, der Nasdaq Composite gab um 2,1 % nach. Halbleiteraktien führten die Verluste an, während Sorgen über die Finanzierung aufkamen, die nötig ist, um die Investitionen in künstliche Intelligenz aufrechtzuerhalten.
Die wichtigsten Punkte
- Der S&P 500 verlor im Wochenverlauf rund 2 % und machte damit die Gewinne der Vorwoche zunichte.
- Die Verkäufe konzentrierten sich auf Technologiewerte: 68 der 75 S&P-500-Aktien des Sektors verzeichneten Verluste.
- Energieaktien legten zu, da Brent-Rohöl stieg, während die Renditen von US-Staatsanleihen leicht nachgaben.
Inhaltsverzeichnis
- Technologie-Ausverkauf trifft Chipwerte besonders hart
- Hohe Renditen und Ölpreise erschweren das Umfeld
- Unternehmensmeldungen sorgen vereinzelt für Stärke
- Fazit
Technologie-Ausverkauf trifft Chipwerte besonders hart
Der S&P 500 schloss bei 7.659,44 Punkten und verlor 84,62 Punkte. Der Nasdaq gab um 572,99 Punkte auf 26.140,03 nach. Damit verzeichnete er seinen ersten Wochenverlust seit fünf Wochen und seine schwächste Woche seit Juni. Der Dow Jones Industrial Average hielt sich besser: Er sank um 175,28 Punkte oder 0,3 % auf 52.002,41.
Etwas mehr als die Hälfte der S&P-500-Aktien verlor an Wert, doch innerhalb des Technologiesektors waren die Verluste deutlich breiter gestreut. Micron Technology, Advanced Micro Devices, Broadcom und Intel zählten zu den am stärksten betroffenen Chipherstellern. Meta verlor 3,7 %, während die Google-Muttergesellschaft Alphabet um 2,5 % nachgab.
Der Verkaufsdruck entstand vor dem Hintergrund von Sorgen darüber, wie lange der Investitionsboom im Bereich KI anhalten könnte. Höhere Anleiherenditen haben Bedenken geweckt, ob Unternehmen weiterhin im selben Umfang Kredite aufnehmen und investieren können. Diese Sorgen bildeten den Hintergrund des Handelstages, waren jedoch nicht als alleinige Ursache für den Rückgang jeder einzelnen Aktie zu verstehen.
| Wert | Details |
|---|---|
| Advanced Micro Devices | Die Aktie fiel am 16. Oktober 2026 um 6,0 %. |
| Intel | Die Aktie fiel um 5,8 %. |
| Micron Technology | Die Aktie fiel um 5,6 %. |
| Broadcom | Die Aktie fiel um 4,5 %. |
Hohe Renditen und Ölpreise erschweren das Umfeld
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe sank von 5,10 % am späten Donnerstag auf 5,09 %. Obwohl sie sich von einem Niveau über 5,30 % zu Beginn des Oktobers zurückgezogen hatte, blieben die Kreditkosten hoch. Die während der Woche veröffentlichten Inflationsberichte für Verbraucher- und Großhandelspreise lagen beide über den Erwartungen der Ökonomen.
Daten der CME Group bezifferten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve im Dezember auf 74,3 %, gegenüber 50,2 % einen Monat zuvor. Die Händler erwarteten weiterhin, dass die Zentralbank ihren kurzfristigen Zinssatz bei ihrer Oktobersitzung unverändert lassen würde. Dabei handelte es sich um Markterwartungen, nicht um angekündigte geldpolitische Entscheidungen.
Brent-Rohöl stieg um 3,7 % und schloss bei 109,86 US-Dollar je Barrel, da die Unsicherheit über den Konflikt zwischen den USA und Iran sowie die Öllieferungen durch die Straße von Hormus anhielt. Exxon legte um 2,5 % zu, Chevron um 2,6 % – im Gegensatz zu den Verlusten im Technologiesektor.
Unternehmensmeldungen sorgen vereinzelt für Stärke
Netflix verlor 2,9 %. Mit der Bekanntgabe der Ernennung von Peter Rice zum Chief Content Officer legte das Unternehmen den 26. Oktober als dessen Starttermin fest; er tritt die Nachfolge von Bela Bajaria an. Netflix hatte außerdem vor Kurzem angekündigt, rund 6 % seiner Belegschaft beziehungsweise fast 1.000 Stellen abzubauen.
Alcoa stieg um 2,5 %, und Travelers legte um 1,5 % zu, nachdem beide Unternehmen Quartalsergebnisse gemeldet hatten, die über den Wall-Street-Prognosen lagen. Diese Kursgewinne waren Beispiele für Stärke im Zusammenhang mit den Unternehmenszahlen an einem Handelstag, der von Verlusten bei Technologiewerten geprägt war.
Fazit
Die Berichtssaison für Unternehmensgewinne, die in jener Woche richtig begonnen hatte, wird fortgesetzt und bietet die nächste Gelegenheit, die Gewinnerwartungen zu überprüfen, die dazu beigetragen hatten, dass US-Aktien Rekordhochs erreichten.
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