Der Gewinn von Simmons sank im dritten Quartal 2026, da höhere Belastungen die stärkeren Kreditmargen und niedrigeren bereinigten Betriebskosten mehr als ausglichen. Simmons First National Corporation meldete am 15. Oktober einen Nettogewinn von 47,1 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,32 US-Dollar je verwässerter Aktie. Im zweiten Quartal hatte der Nettogewinn 66,7 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,46 US-Dollar je Aktie betragen. Der bereinigte Gewinn entwickelte sich in die entgegengesetzte Richtung und stieg von 72,2 Millionen auf 79,0 Millionen US-Dollar.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der ausgewiesene Gewinn ging gegenüber dem Vorquartal zurück, während der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie von 0,50 auf 0,54 US-Dollar stieg.
  • Die Nettozinsmarge weitete sich aus, da die Krediterträge zunahmen und die Einlagenkosten zurückgingen.
  • Kreditbestand und Einlagen gingen zurück, während notleidende Kredite und Nettoabschreibungen zunahmen.

Inhaltsverzeichnis

Simmons’ Gewinn spiegelt eine größere Differenz zwischen ausgewiesenem und bereinigtem Ergebnis wider

Die Mitteilung zu den Ergebnissen des dritten Quartals 2026 des Unternehmens stellt den ausgewiesenen Gewinn dem bereinigten Gewinn gegenüber, einer nicht nach GAAP ermittelten Kennzahl, bei der ausgewählte Kosten ausgeklammert werden. Diese Bereinigungen beliefen sich vor Steuern auf insgesamt 43,2 Millionen US-Dollar, verglichen mit 7,4 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal.

Die Bereinigungen im dritten Quartal umfassten 17,1 Millionen US-Dollar für bestimmte professionelle Dienstleistungen, 14,2 Millionen US-Dollar für die Anpassung des Filialnetzes und der Immobilienbestände, 6,0 Millionen US-Dollar für Abfindungen und Vorruhestandsprogramme sowie 5,9 Millionen US-Dollar für beschleunigt erfasste vorausbezahlte Aufwendungen. Ihre kombinierte Auswirkung nach Steuern betrug 31,9 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,22 US-Dollar je verwässerter Aktie.

Auch der Vorjahresvergleich erfordert eine sorgfältige Einordnung. Simmons meldete im dritten Quartal 2025 einen Verlust von 562,8 Millionen US-Dollar, da ein Verlust aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von 801,5 Millionen US-Dollar das Ergebnis belastete. Der bereinigte Gewinn für diesen Zeitraum belief sich auf 64,9 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,46 US-Dollar je verwässerter Aktie.

PostenDetails
Gesamterträge251,2 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2026 gegenüber 248,6 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal.
Bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation53,31 % gegenüber 54,26 % im zweiten Quartal.
Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1)12,05 % gegenüber 11,60 % im zweiten Quartal.
Beschlossene Bardividende0,2150 US-Dollar je Aktie, unverändert gegenüber dem zweiten Quartal.
Pipeline für gewerbliche Kredite1,3 Milliarden US-Dollar zum Quartalsende, darunter 455 Millionen US-Dollar an auszahlungsbereiten Krediten.

Höhere Margen stützen die bereinigte Profitabilität

Der Nettozinsertrag erreichte 204,0 Millionen US-Dollar gegenüber 200,6 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal. Die Nettozinsmarge auf voll steueräquivalenter Basis weitete sich um acht Basispunkte auf 3,92 % aus, da die Krediterträge stiegen und die Finanzierungskosten sanken.

Simmons führte die Verbesserung teilweise darauf zurück, dass Kredite mit niedrigeren Zinssätzen zu höheren Sätzen neu bepreist wurden, Kredite mit geringerer Rendite und begrenzten Kundenbeziehungen ausliefen und die Nutzung höher verzinster Finanzierungsquellen zurückging. Die gesamten Einlagenkosten sanken von 1,93 % auf 1,85 %.

Die ausgewiesenen zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen von 147,7 Millionen auf 182,0 Millionen US-Dollar. Ohne die vom Unternehmen ausgewählten Posten gingen die bereinigten zinsunabhängigen Aufwendungen von 140,3 Millionen auf 138,9 Millionen US-Dollar zurück. Dieser Unterschied erklärt, warum sich die bereinigte Profitabilität verbesserte, obwohl der ausgewiesene Gewinn sank.

Die Bilanzverkürzung verändert die Finanzierungsstruktur

Der Kreditbestand belief sich zum Quartalsende auf 17,465 Milliarden US-Dollar, gegenüber 18,062 Milliarden US-Dollar im Juni. Simmons verwies auf Tilgungen, vorzeitige Rückzahlungen und den gezielten Abbau von Krediten mit geringerer Rendite und begrenztem Wert für die Kundenbeziehung.

Die Einlagen sanken von 19,728 Milliarden auf 18,616 Milliarden US-Dollar. Der Rückgang spiegelte einen Abbau höher verzinster und vermittelter Einlagen sowie saisonale Rückgänge bei öffentlichen Einlagen wider. Sonstige Kreditaufnahmen stiegen von 941,3 Millionen auf 1,4 Milliarden US-Dollar, da Simmons nach eigenen Angaben zu günstigen Konditionen vermehrt kurzfristige Vorschüsse der Federal Home Loan Bank nutzte.

Die kleinere Bilanz ging somit mit besseren Kreditmargen einher und nicht mit einem Wachstum des Kreditvolumens. Präsident und CEO Jay Brogdon erklärte, das Unternehmen konzentriere sich weiterhin auf die Vereinfachung des Betriebs und Investitionen in organisches Wachstum mit höherem Mehrwert.

Kreditkennzahlen weisen auf eine gewisse Verschlechterung hin

Die notleidenden Kredite stiegen von 166,1 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal auf 179,9 Millionen US-Dollar. Auch die annualisierte Nettoabschreibungsquote nahm zu und erreichte 0,27 % gegenüber 0,20 %.

Die Risikovorsorge für Kreditausfälle bei Krediten stieg leicht von 238,2 Millionen auf 238,5 Millionen US-Dollar. Sie entsprach 1,37 % des gesamten Kreditbestands gegenüber 1,32 % im Juni; die Deckungsquote für notleidende Kredite ging jedoch von 143 % auf 133 % zurück. Diese Kennzahlen zeigen, dass die höhere Risikovorsorgequote im Verhältnis zum Kreditbestand nicht zu einer stärkeren Deckung notleidender Kredite führte.

Fazit

Das Quartal war geprägt von einer verbesserten bereinigten Profitabilität, hohen Belastungen, einer kleineren Bilanz und schwächeren Kreditkennzahlen. Der nächste angekündigte strategische Meilenstein ist der für Dezember geplante Investor Day von Simmons, bei dem das Management seine Ziele und künftigen Finanzziele vorstellen will.

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