Am einundzwanzigsten Oktober zweitausendsechsundzwanzig zeigten Daten von Volmex, dass Bitcoin-Optionen in der vergangenen Woche knapp 60 % des Open Interest am Derivatemarkt der Kryptowährung ausmachten, gegenüber rund 50 % zu Jahresbeginn. Dieser Mehrheitsanteil markiert eine Veränderung der Marktstruktur: Kontrakte, mit denen sich Risiken steuern, Erträge erzielen oder Einschätzungen zur Volatilität ausdrücken lassen, überwiegen nun gemessen an diesem Maßstab die Futures.
Wichtige Erkenntnisse
- Laut Volmex stellten Optionen die Mehrheit des Open Interest bei Bitcoin-Derivaten und näherten sich dieser Schwelle nicht nur an.
- Auf US-amerikanische Bitcoin-ETF-Optionen entfielen rund 36 Milliarden US-Dollar Open Interest, wobei BlackRocks IBIT nahezu 35 Milliarden US-Dollar ausmachte.
- BlackRock hat einen einkommensorientierten Fonds auf Optionsbasis aufgelegt und einen Buffer-ETF beantragt; Letzterer ist weiterhin ein geplantes Angebot.
Inhaltsverzeichnis
- Was die Mehrheit der Bitcoin-Optionen misst
- ETF-Kontrakte machen einen beträchtlichen Teil des Marktes aus
- BlackRocks Fondspalette zeigt die Abwägungen
- Fazit
Was die Mehrheit der Bitcoin-Optionen misst
Die Zahlen beziehen sich auf das Open Interest – den Wert der eröffneten, aber noch nicht geschlossenen Kontrakte – und nicht auf das Handelsvolumen. Der Vergleich von Volmex umfasst Bitcoin-Futures, Perpetual Futures, krypto-native Optionen und Optionen auf börsengehandelte Fonds.
Volmex, der Emittent des Bitcoin-Volatilitätsindex BVIV, bezeichnete den wachsenden Optionsanteil als strukturelle Verschiebung hin zum Risikomanagement. Anders als mit einer einfachen Richtungsposition lässt sich mit einer Option eine Einschätzung zur Kursrichtung, zum Ausmaß einer Bewegung und zu ihrem Zeitpunkt ausdrücken.
Diese Flexibilität ist für Inhaber wichtig, die bestehende Engagements absichern oder Optionsprämien vereinnahmen möchten. Optionen ermöglichen es Händlern außerdem, sich ohne Kreditaufnahme für eine starke Kursbewegung zu positionieren; ihre Preise spiegeln die erwartete Volatilität wider. Ihr wachsender Anteil zeigt jedoch nicht, in welchem Umfang die Positionen der Absicherung statt der Spekulation dienen.
| Position | Details |
|---|---|
| Alle Bitcoin-Derivate | Rund 129 Milliarden US-Dollar Open Interest, einschließlich Optionen, Perpetual Futures und Futures mit festem Verfallstermin. |
| Alle Bitcoin-Optionen | Etwa 76 Milliarden US-Dollar in ETF-bezogenen und krypto-nativen Optionen. |
| US-amerikanische Bitcoin-ETF-Optionen | Rund 36 Milliarden US-Dollar Open Interest. |
| BlackRock-IBIT-Optionen | Nahezu 35 Milliarden US-Dollar Open Interest. |
| Anteil der ETFs an Bitcoin-Optionen | Etwa 47 % des Optionsmarktes. |
ETF-Kontrakte machen einen beträchtlichen Teil des Marktes aus
Die Momentaufnahme vom Freitag vor dem einundzwanzigsten Oktober zweitausendsechsundzwanzig zeigt, wie ETF-bezogene Kontrakte zu einem beträchtlichen Teil der Bitcoin-Optionsaktivität geworden sind. Sie machten rund 47 % des Open Interest bei Optionen aus, während Deribit der wichtigste Handelsplatz im breiteren Optionsmarkt blieb.
Im US-amerikanischen ETF-Segment konzentrierte sich die Aktivität stark auf IBIT. Das Open Interest seiner Optionen hatte sich gegenüber rund 11 Milliarden US-Dollar im Januar 2025 verdreifacht und erreichte nahezu den gesamten ausgewiesenen Gesamtwert der US-amerikanischen Bitcoin-ETF-Optionen.
Die nachstehenden Zahlen unterscheiden zwischen ETF-Optionen, dem gesamten Optionssegment und dem gesamten Derivatemarkt. Dabei handelt es sich um sich überschneidende Kategorien, nicht um separate Beträge, die addiert werden können.
BlackRocks Fondspalette zeigt die Abwägungen
Der Wandel zeigt sich auch in der Produktgestaltung. Im Juni legte BlackRock den iShares Bitcoin Premium Income ETF, kurz BITA, auf. Er strebt monatliche Erträge an, indem er Call-Optionen auf einen Teil seiner IBIT-Bestände verkauft und dafür einen Teil des möglichen Kurspotenzials im Austausch gegen Prämien aufgibt.
In der Woche des einundzwanzigsten Oktober zweitausendsechsundzwanzig beantragte BlackRock außerdem die Auflegung eines Bitcoin-Buffer-ETF. Dieser geplante Fonds würde Optionen einsetzen, um Verluste bei einem Abschwung zu begrenzen und zugleich mögliche Gewinne zu deckeln. Der Antrag ist von einer abgeschlossenen Auflegung zu unterscheiden.
Diese Strategien verfolgen unterschiedliche Ziele: BITA strebt Erträge an, während der geplante Buffer-Fonds auf eine Begrenzung von Verlusten abzielt. Keines der Produkte bietet diese Merkmale ohne eine entsprechende Einschränkung der Gewinnbeteiligung.
Fazit
Die deutlichste Veränderung betrifft die von Anlegern gehaltenen Kontrakte: Optionen stellen inzwischen den größeren Anteil des Open Interest bei Bitcoin-Derivaten. ETF-bezogene Aktivitäten tragen erheblich dazu bei; innerhalb des US-amerikanischen ETF-Optionssegments dominiert IBIT klar.
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