WDP steigerte sein Ergebnis auf EPRA-Basis in den ersten neun Monaten 2026 im Jahresvergleich um 5 % auf 1,21 € je Aktie, teilte das Logistikimmobilienunternehmen am 23. Oktober mit. WDP bestätigte seinen Jahresausblick. Eine Investitionspipeline im Umfang von 790 Mio. € und eine gestärkte Bilanz unterstützten die Vorbereitungen für die geplante Fusion mit ARGAN.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • WDP hielt an der Prognose für das EPRA-Ergebnis von 1,60 € je Aktie und an der Dividendenprognose von 1,29 € je Aktie für das Gesamtjahr fest.
  • Eine Kapitalerhöhung um 400 Mio. € senkte den Pro-forma-Verschuldungsgrad (Loan-to-Value) auf 37,5 %, gegenüber 41,9 % zum 30. September.
  • Die Aktionäre von ARGAN und WDP sollen im November abstimmen; der Abschluss der Fusion wird für das erste Quartal 2027 erwartet.

Inhaltsverzeichnis

WDPs Ergebnisausblick stützt sich auf Vermietung und Entwicklung

WDPs Mitteilung zu den Neunmonatsergebnissen wies für den Zeitraum bis September 2026 den Abschluss neuer Mietverträge über rund 300.000 Quadratmeter aus. Die Belegungsquote blieb mit 97,2 % hoch, während die Vorvermietungsquote bei Entwicklungsprojekten 88 % erreichte.

Diese Zahlen unterscheiden die Erträge aus dem bestehenden Portfolio von den künftigen Beiträgen der noch in Entwicklung befindlichen Projekte. Die Vorvermietung verschafft WDP eine bessere Sicht auf künftige Mieteinnahmen, auch wenn die Umsetzungspipeline noch nicht vollständig zu Ergebnissen geführt hat.

Das Management hielt an seiner Prognose für das EPRA-Ergebnis von 1,60 € je Aktie und seiner Dividendenprognose von 1,29 € je Aktie für das Gesamtjahr fest. Dabei handelt es sich weiterhin um Prognosen und nicht um abgeschlossene Jahresergebnisse oder eine neu angekündigte Dividende.

PositionDetails
BerichtszeitraumNeun Monate bis zum 30. September 2026
Vorvermietung bei Entwicklungsprojekten88 %
Rendite der InvestitionspipelineNettobetriebsertragsrendite von 7,0 %
Loan-to-Value zum 30. September41,9 %, vor der Kapitalerhöhung im Oktober
Pro-forma-Loan-to-Value37,5 %, einschließlich der Kapitalerhöhung um 400 Mio. €
Abstimmungszusagen zur Fusion52 % der ARGAN-Aktionäre und 18 % der WDP-Aktionäre

Investitionszusagen erweitern die Wachstumspipeline

WDP meldete seit Jahresbeginn unterzeichnete Neuinvestitionen von 490 Mio. €, abzüglich Veräußerungen in Höhe von 116 Mio. €, bei einer Nettobetriebsertragsrendite von 7,0 %. Die sich in Umsetzung befindliche Investitionspipeline von 790 Mio. € wies dieselbe Rendite auf.

Das Investitionsprogramm umfasste außerdem Grundstücke mit einer Fläche von rund einer Million Quadratmetern für künftige Entwicklungen. Das bietet Spielraum für zusätzliche Projekte, doch Grundstücksbestände sind nicht mit fertiggestellten, Mieteinnahmen erzielenden Gebäuden gleichzusetzen.

In der Ergebnisbesprechung betonte das Management, bestehende Zusagen umzusetzen, bevor neue Investitionen beschleunigt werden. Außerdem warnte es, dass die Fortschritte auf dem Weg zu den Zielen für 2030 angesichts veränderter Marktbedingungen nicht unbedingt linear verlaufen würden.

Kapitalerhöhung senkt Verschuldung vor der Fusion

Die beschleunigte Platzierung neuer Aktien im Umfang von 400 Mio. € wurde am 2. Oktober abgewickelt, also nach Ende des Berichtszeitraums. Ihre Auswirkungen müssen daher von den Bilanzwerten von WDP zum 30. September getrennt betrachtet werden.

Unter pro-forma-Berücksichtigung der Kapitalerhöhung sank das bereinigte Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA auf das 6,9-Fache, verglichen mit dem 7,7-Fachen zum 30. September. Die geringere Verschuldung verschafft WDP mehr finanziellen Spielraum für sein Investitionsprogramm und den geplanten Zusammenschluss mit ARGAN. Die Volatilität der Zinssätze bleibt jedoch ein Risiko für die Finanzierung und die Immobilienbewertung.

ARGAN-Transaktion hängt weiterhin von Aktionärsabstimmungen ab

Die am 23. Juli 2026 angekündigte einvernehmliche Fusion gegen Ausgabe von Aktien würde eine Logistikimmobiliengruppe mit einem Wert von mehr als 13 Mrd. € in acht Ländern schaffen. Beide Verwaltungsräte empfahlen die Zustimmung einstimmig.

Abstimmungszusagen lagen bei 52 % der ARGAN-Aktionäre und 18 % der WDP-Aktionäre. Diese Zusagen unterstützen den Vorschlag, ersetzen jedoch nicht die für den 20. November bei ARGAN und den 24. November bei WDP angesetzten Hauptversammlungen.

WDP erklärte, die Transaktion liege weiterhin im angekündigten Zeitplan; der Abschluss werde für das erste Quartal 2027 erwartet. Der geplante Zusammenschluss bedeutet daher noch keine abgeschlossene Erweiterung der Gruppe.

Fazit

Die nächsten angesetzten Meilensteine sind die Abstimmungen der ARGAN- und WDP-Aktionäre am 20. und 24. November. WDP geht mit unveränderter Jahresprognose und einer niedrigeren Pro-forma-Verschuldung in diese Versammlungen, doch die Fusion steht noch aus.

Weitere Nachrichten lesen

Weitere Nachrichten von FinanceVelix

Haftungsausschluss

Dieser Artikel von FinanceVelix dient der allgemeinen Information und stellt keine persönliche Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Marktpreise, Zinssätze und wirtschaftliche Rahmenbedingungen können sich ändern; Anlagen sind mit Verlustrisiken verbunden. Die Angaben spiegeln den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren Informationsstand wider und können sich ändern. Prüfen Sie wichtige Informationen eigenständig und wenden Sie sich bei Bedarf an eine qualifizierte Fachkraft. Die Erwähnung eines Vermögenswerts, eines Unternehmens oder einer Dienstleistung stellt keine Empfehlung dar.