TGS korrigierte am 22. Oktober 2026 seine Mitteilung zu den Ergebnissen des dritten Quartals und fügte Anmerkung 12 hinzu. Dabei erklärte das Unternehmen, dass alles andere unverändert geblieben sei. Die TGS-Ergebnisse für Q3 zeigten ein Umsatzwachstum, das durch eine hohe Vertragsaktivität getragen wurde, während operative Herausforderungen und niedrige Vertragspreise die Margen belasteten.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 388 Millionen US-Dollar auf 397 Millionen US-Dollar, während EBITDA und EBIT trotz eines Gewinns von 41 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf eines Geschäftsbereichs zurückgingen.
  • Der Auftragsbestand erreichte 679 Millionen US-Dollar, ein Plus von 52 % gegenüber dem Vorjahr; die Streamer-Flotte ist für das vierte Quartal vollständig ausgelastet.
  • TGS senkte die erwarteten Multi-Client-Investitionen für 2026 von rund 550 Millionen US-Dollar auf rund 510 Millionen US-Dollar, da das Unternehmen bestimmte Projekte verschob.

Inhaltsverzeichnis

TGS-Ergebnisse für Q3 zeigen trotz höherer Aktivität Ergebnisdruck

Das EBITDA im dritten Quartal belief sich auf 222 Millionen US-Dollar gegenüber 242 Millionen US-Dollar im gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Das EBIT sank von 94 Millionen US-Dollar auf 86 Millionen US-Dollar. In beiden Kennzahlen des laufenden Quartals war ein Gewinn von 41 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs für Bohrlochdaten enthalten.

CEO Kristian Johansen erklärte, die starke Aktivität der 3D-Streamer-Schiffsflotte und im Bereich Ocean Bottom Node habe zu den höchsten Vertragserlösen seit dem vierten Quartal 2024 geführt. Höhere Kosten infolge operativer Herausforderungen sowie niedrige Vertragspreise hätten jedoch die Margen belastet.

Aus dem Korrekturhinweis geht hervor, dass die Ergänzung von Anmerkung 12 die einzige Änderung ist. Der vorliegende Bericht gibt den Inhalt dieser Anmerkung nicht wieder.

Der Auftragsbestand wächst, während das Management eine stärkere Projektpipeline sieht

TGS meldete einen Auftragseingang von 357 Millionen US-Dollar, wodurch sich der gesamte Auftragsbestand auf 679 Millionen US-Dollar erhöhte. Beide Zahlen schließen den nordamerikanischen Geschäftsbereich für Bohrlochdaten aus, der im dritten Quartal 2026 verkauft wurde.

Johansen zufolge stützten neue Vertragsvergaben und Multi-Client-Projekte den Auftragseingang. Da die Streamer-Flotte für das vierte Quartal vollständig ausgelastet sei, habe sich die Visibilität gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert, sodass das Unternehmen die Zuteilung seiner Vermögenswerte optimieren könne.

Das Management berichtete außerdem von einer stärkeren Pipeline an Möglichkeiten für Streamer-Verträge, darunter Fälle, in denen Kunden um verfügbare Kapazitäten konkurrierten. Johansen sagte, dies stärke seine Zuversicht, dass sich die Vertragspreise ab 2027 verbessern würden. Die zunehmende Ausschreibungstätigkeit im Bereich Ocean Bottom Node bekräftigte die Erwartung des Unternehmens einer höheren Aktivität im Jahr 2027; dabei handelt es sich weiterhin um Erwartungen des Managements und nicht um bereits eingetretene Ergebnisse.

Projektverschiebungen senken den Investitionsausblick

TGS beschloss, bestimmte Multi-Client-Projekte aufgrund des gestiegenen Volumens an Vertragsarbeiten in der Projektpipeline zu verschieben. Das Unternehmen erwartet nun für 2026 Multi-Client-Investitionen von rund 510 Millionen US-Dollar, nach einer zuvor genannten Prognose von rund 550 Millionen US-Dollar.

Das Unternehmen meldete außerdem eine Dividende von 0,155 US-Dollar je Aktie, die im vierten Quartal 2026 gezahlt werden soll.

Fazit

Die korrigierte Mitteilung ändert nichts am ausgewiesenen Finanzbild von TGS: steigender Umsatz und wachsender Auftragsbestand bei gleichzeitig rückläufigen Gewinnen. Das Management erwartet bessere Vertragsmöglichkeiten und verschiebt zugleich einen Teil der geplanten Multi-Client-Investitionen, um Vertragsarbeiten abzudecken.

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