Die Ölpreise gaben am frühen 27. Oktober 2026 leicht nach, da diplomatische Gespräche in Teheran Hoffnungen auf eine Entspannung des Konflikts im Nahen Osten weckten. Erneute Angriffe auf Saudi-Arabien hielten die Sorgen um die Versorgung jedoch aufrecht und ließen Brent nahe dem höchsten Stand seit sechs Monaten notieren.

Ölpreise geben im frühen Handel nach

Brent-Rohöl-Futures fielen um 66 Cent oder 0,57 % auf 115,15 US-Dollar je Barrel um 00:00 GMT. US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 44 Cent oder 0,43 % auf 101,32 US-Dollar je Barrel. Dabei handelte es sich um Notierungen aus dem frühen Handel und nicht um Schlussabrechnungen.

Der moderate Rückgang folgte auf einen Anstieg über 117 US-Dollar je Barrel in der vergangenen Woche, als Brent nach iranischen Angriffen auf Tanker rund um die Straße von Hormus den höchsten Stand seit April erreichte. Am 26. Oktober erreichte Brent ebenfalls 117 US-Dollar.

Der Rückgang erfolgte vor dem Hintergrund von Hoffnungen auf eine Lösung des US-israelischen Kriegs gegen den Iran, nicht aufgrund einer Bestätigung eines Abkommens oder einer Wiederherstellung der sicheren Schifffahrt.

Diplomatie in Teheran bei anhaltenden Sicherheitsrisiken

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan führten am 26. Oktober in Teheran Gespräche mit iranischen Vertretern. Das Statement des saudischen Außenministeriums zum Besuch in Teheran beschrieb die Mission als Bemühung, die Spannungen abzubauen und den Dialog sowie diplomatische Lösungen zu fördern.

Die vier Länder vereinbarten, die Gespräche mit dem Ziel fortzusetzen, die Zusammenarbeit in den Bereichen Frieden und Sicherheit zu stärken, berichteten iranische Staatsmedien. Ein Termin für die nächste Gesprächsrunde wurde nicht genannt.

Erneute Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi auf Saudi-Arabien unterstrichen die anhaltenden Risiken für die regionale Stabilität. Die Straße von Hormus blieb ein zentraler Faktor für die Sorgen um die Versorgung: Vor Beginn des Konflikts im Februar wurde rund ein Fünftel der weltweiten Energieversorgung über diese Wasserstraße transportiert.

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