Moneta erzielte in den ersten neun Monaten 2026 einen Gewinn von 5,5 Mrd. CZK, ein Plus von 12,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Daraufhin erhöhte die tschechische Bank ihr Mindestziel für den Jahresnettogewinn auf 7,1 Mrd. CZK. Bei der Erörterung der Ergebnisse am 23. Oktober 2026 deutete das Management zudem eine wahrscheinliche Anhebung des Gewinnziels für 2027 an, entschied sich in diesem Jahr jedoch aus Liquiditätsgründen gegen eine Sonderdividende.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Höhere Zinserträge und stabile Betriebsaufwendungen stützten das Gewinnwachstum in den ersten neun Monaten.
  • Das überarbeitete Mindestgewinnziel für 2026 liegt 500 Mio. CZK über der ursprünglichen Prognose.
  • Das Management erwartet, sein Gewinnziel für 2027 zusammen mit den Gesamtjahresergebnissen 2026 zu aktualisieren.

Monetas Gewinn profitiert von Kreditvergabe und der Neufestsetzung von Hypothekenzinsen

Die operativen Erträge stiegen in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahr um 8,2 % auf 11,2 Mrd. CZK, während die Betriebsaufwendungen mit 4,2 Mrd. CZK stabil blieben. Die Aufwand-Ertrag-Quote sank auf 37,4 %. Dies zeigt, dass das Ertragswachstum die operative Kostenbasis der Bank übertraf.

Der Nettozinsertrag stieg um 9,7 % auf knapp 8 Mrd. CZK. Finanzvorstand Jan Fricek führte die Verbesserung auf eine beschleunigte Kreditvergabe und die Neufestsetzung von Hypothekenzinsen sowie höhere Erträge aus dem Treasury zurück, die teilweise durch gestiegene Zinsaufwendungen für Einlagen ausgeglichen wurden.

Der Nettozinsertrag im dritten Quartal stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,1 % und gegenüber dem Vorquartal um 5,5 %. Die Nettozinsmarge lag im Quartal bei 220 Basispunkten. Moneta bezeichnete das Quartal als das profitabelste seit dem Börsengang. Die vorliegenden Zahlen enthalten jedoch keinen gesonderten Nettogewinn für das Quartal.

Das Kreditportfolio wuchs gegenüber dem Vorjahr um 10,4 % auf 317,6 Mrd. CZK. Die Neuvergabe von Krediten belief sich seit Jahresbeginn auf insgesamt 76,6 Mrd. CZK, ein Plus von 39,2 %. Dazu trugen sowohl das Privatkunden- als auch das Firmenkundengeschäft bei.

PostenDetails
Prognose für die operativen Erträge 202615 Mrd. CZK
Prognose für das Kreditwachstum 20268,5 %–10,5 %
Prognose für das Einlagenwachstum 20262,5 %–3,5 %
Prognose für die Nettozinsmarge 2026210–215 Basispunkte
Prognose für die Risikokosten 202620–30 Basispunkte

Die höhere Prognose für 2026 ist von den Aussichten für 2027 getrennt zu betrachten

Das neue Mindestziel für den Nettogewinn von 7,1 Mrd. CZK entspräche bei Erreichen einem prognostizierten Gewinn von 13,9 CZK je Aktie. Dabei handelt es sich um eine Prognose und nicht um die 10,8 CZK je Aktie, die in den ersten neun Monaten erzielt wurden.

Vorstandsvorsitzender Tomas Spurny sagte, eine Anhebung des Mindestziels für den Nettogewinn 2027 sei sehr wahrscheinlich, sofern sich die Rahmenbedingungen nicht grundlegend änderten. Ein revidierter Betrag wurde nicht bekannt gegeben; die offizielle Aktualisierung soll zusammen mit den Jahresergebnissen 2026 erfolgen.

Die Neufestsetzung von Hypothekenzinsen bleibt Teil der Aussichten. Fricek zufolge würden 2027 Hypotheken im Umfang von 28 Mrd. CZK neu bepreist. Spurny sagte, die Bindungsquote bei Hypotheken mit neu festgesetzten Zinsen liege bei über 85 %.

Liquiditätsprioritäten begrenzen außerordentliche Ausschüttungen

Die Kundeneinlagen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 4,5 % und damit langsamer als die Kreditvergabe. Die Kredit-Einlagen-Quote erhöhte sich von 66 % auf 70 %, während die Liquiditätsdeckungsquote von 335 % auf 282 % sank.

Spurny nannte den Wettbewerb um Einlagen, das Kreditwachstum, die Umschichtung von Einlagen in Vermögensverwaltungsprodukte und die geplante Kündigung einer Tier-2-Anleihe über 2,6 Mrd. CZK im Januar 2027 als Gründe dafür, Liquidität vorzuhalten, statt eine Sonderdividende auszuschütten.

Moneta meldete eine Gesamtkapitalquote von 19,03 %, eine harte Kernkapitalquote (CET1) von 13,1 % und eine MREL-Quote von 27,4 %. Der Ansatz der Tschechischen Nationalbank zu MREL erläutert, wie institutsspezifische Anforderungen Mittel zur Verlustabsorption und Rekapitalisierung bereitstellen; er bestätigt nicht die von Moneta gemeldete Quote.

Kreditkosten bleiben innerhalb der verschärften Prognose

Die Risikokosten beliefen sich in den ersten neun Monaten auf 492 Mio. CZK beziehungsweise 22 Basispunkte. Risikovorstand Carl Voekt sagte, das Ergebnis habe von Gewinnen aus dem Verkauf notleidender Kredite in Höhe von 65 Mio. CZK, der Auflösung von Management-Overlays und einer Aktualisierung der makroökonomischen Einschätzung profitiert.

Der Bestand notleidender Kredite sank um 7,3 % auf knapp unter 3 Mrd. CZK; ihre Quote erreichte einen historischen Tiefstand. Das Management erwartet dennoch, dass sich die Kreditkosten nach 2026 einem normaleren Niveau annähern. Dies spiegelt sich in der mittelfristigen Spanne von 25–45 Basispunkten wider.

Nächster Meilenstein

Der nächste bestätigte Meilenstein bei den Prognosen ist die Veröffentlichung der Gesamtjahresergebnisse von Moneta für 2026. Zu diesem Zeitpunkt plant das Management, das Mindestgewinnziel für 2027 offiziell zu aktualisieren.

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