Die für den 28. Oktober erwarteten Ergebnisse der Big-Tech-Unternehmen werden zeigen, ob sich das Wachstum im Cloud-Geschäft von Amazon, Microsoft und Alphabet stark genug beschleunigt, um ihre massiven Investitionen in künstliche Intelligenz zu rechtfertigen. Analysten rechnen im Quartal bis September 2026 bei den Cloud-Geschäften aller drei Unternehmen mit schnellerem Wachstum, während Anleger zugleich die Kosten der Finanzierung der KI-Infrastruktur infrage stellen.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Analysten erwarten, dass Google Cloud die drei großen Anbieter beim Umsatzwachstum anführen wird.
  • Microsoft plant, den Quartalsumsatz von Azure erstmals im Rahmen einer überarbeiteten Berichtsstruktur offenzulegen.
  • Alphabet und Amazon dürften Liquidität verbrauchen, während Microsoft voraussichtlich mehr als 8 Milliarden US-Dollar an Cashflow erwirtschaften wird.

KI-Ausgaben stellen die Ergebnisse der Big-Tech-Unternehmen auf die Probe

Die drei Unternehmen verfügen zusammen über einen Auftragsbestand von fast 1,7 Billionen US-Dollar und planen, 2026 bis zu 600 Milliarden US-Dollar auszugeben. Anleger suchen nach Belegen dafür, dass die Nachfrage nach KI und die Cloud-Umsätze diese Investitionen rechtfertigen können, ohne den Cashflow weiter unter Druck zu setzen.

Die Finanzierungsbedenken haben sich verschärft, da die Anleiherenditen von KI-Cloud-Anbietern wie CoreWeave gestiegen sind und die Kosten für die Absicherung der Schulden von Meta Platforms einen Rekord erreicht haben. Das besser als erwartet ausgefallene Umsatzwachstum und der optimistische Ausblick von Meta in der vergangenen Woche wurden von erhöhten Ausgabenplänen überschattet; die Aktien des Unternehmens fielen am folgenden Tag um fast 7 %.

Brian Mulberry, Chefmarktstratege bei Zacks Investment Management, sagte, das Cloud-Wachstum bei Amazon, Google und Microsoft werde zeigen, ob sich weitere Investitionen finanzieren lassen, ohne zusätzliche Risiken für den freien Cashflow einzugehen.

PostenDetails
Google CloudGeschätztes Umsatzwachstum von 95,1 %, gegenüber 81,8 % im Vorquartal.
Amazon Web ServicesGeschätztes Umsatzwachstum von 38,2 %, gegenüber 36,8 % im Vorquartal.
Microsoft AzureGeschätztes Umsatzwachstum von 47,7 %, gegenüber 42 % im Vorquartal.

Erwartungen an das Cloud-Wachstum

Für Google Cloud wird im Septemberquartal ein Umsatz von 29,57 Milliarden US-Dollar erwartet, ein Plus von 95,1 %, basierend auf LSEG-Schätzungen. Analysten rechnen außerdem damit, dass sich das Wachstum bei Amazon Web Services und Microsoft Azure beschleunigt. Bei diesen Zahlen handelt es sich um Prognosen, nicht um veröffentlichte Ergebnisse.

Alphabet dürfte ein zweites Quartal in Folge und Amazon ein drittes Quartal in Folge Liquidität verbrauchen, während Microsoft voraussichtlich mehr als 8 Milliarden US-Dollar an Cashflow erwirtschaften wird.

Änderungen bei der Berichterstattung von Microsoft und Google-Suche

Microsoft wird nach einer überarbeiteten Struktur berichten, in der Cloud, KI und Unternehmenssoftware in einer Sparte namens Agents and Infra zusammengefasst und Windows, Gaming und Werbeumsätze der Sparte Devices and Consumer zugeordnet werden. Zudem wird Microsoft den Quartalsumsatz von Azure offenlegen, nachdem zuvor dessen Wachstumsrate im Vordergrund stand. Analysten erwarten Azure-Umsätze von 33,06 Milliarden US-Dollar.

Bei Alphabet werden Anleger auch die Google-Suche im Blick behalten, da Chatbots und persönliche KI-Agenten um Nutzer konkurrieren. Das Wachstum der Suchumsätze dürfte sich von 16,8 % im Vorquartal auf 14,7 % verlangsamen, während sich das Wachstum des Gesamtumsatzes voraussichtlich leicht auf 25,2 % beschleunigt.

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