Ein indisches Audit zur Compliance am Arbeitsplatz stellte an 52 von führenden Unternehmen betriebenen Standorten 4.694 Fälle von Nichteinhaltung fest. An jedem Standort wurden Mängel identifiziert, wie TeamLease RegTech in einem Bericht mitteilte.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Das Audit umfasste Fabriken, Lagerhäuser, Unternehmensbüros und Bergwerke in 17 Bundesstaaten und Unionsterritorien.
- Auf Arbeits- und Umweltgesetze entfielen 92 % der identifizierten Mängel.
- Die Unternehmen hatten Compliance-Audits in Auftrag gegeben; daher lassen sich die Ergebnisse nicht auf alle Arbeitsstätten in Indien verallgemeinern.
Compliance-Risiken am Arbeitsplatz in Indien
Das Audit identifizierte im Durchschnitt rund 90 Mängel pro Arbeitsplatz. Rund 70 % der Mängel stellten strafbare Verstöße dar, während bei 46 % eine Freiheitsstrafe drohte, so TeamLease RegTech.
Bei 29 % der identifizierten Mängel wurden Direktoren oder leitende Angestellte persönlich benannt, und bei 31 % drohten Geldbußen, die mit jedem weiteren Tag steigen.
Wo sich die Mängel konzentrierten
Auf Arbeits- und Umweltgesetze entfielen 92 % der Mängel, während nur 10 Gesetze fast 60 % der Gesamtzahl ausmachten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die identifizierten Risiken auf bestimmte Regulierungsbereiche konzentrierten.
TeamLease RegTech nannte die Komplexität der Regulierung als einen Faktor und erklärte, Unternehmen müssten drei staatliche Ebenen und Verpflichtungen berücksichtigen, die sich auf 3.756 Websites der Zentral-, Bundesstaats- und Kommunalregierungen ändern können. Bundesstaaten und Kommunalbehörden legen zudem eigene Schwellenwerte, Formulare, Lohnstrukturen und Strafen fest.
Grenzen des Audits
Alle von der Studie erfassten Unternehmen hatten Compliance-Audits in Auftrag gegeben, teilte TeamLease RegTech mit. Die Ergebnisse beschreiben daher die in diesen Audits festgestellten Risiken und liefern keine Schätzung für alle Arbeitsstätten in Indien.
Der Bericht empfiehlt, die jeweils geltenden Gesetze den einzelnen Standorten zuzuordnen, Mängel nach der Schwere ihrer rechtlichen Folgen zu priorisieren und regelmäßig Vor-Ort-Audits durchzuführen, die auch Auftragnehmer und Lagerhäuser einbeziehen.
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