Die Rabi-Anbaufläche in Indien lag am 23. Oktober 2026 um 37 % unter dem Vorjahreswert. Die langsamere Aussaat von Senf machte einen großen Teil des Rückgangs zu Beginn der Saison aus. Besonders ausgeprägt war das Defizit in Rajasthan, dem führenden Erzeuger von Senf und Kichererbsen im Land.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die Aussaat von Winterkulturen erstreckte sich auf insgesamt 17,78 Lakh Hektar, verglichen mit 28,16 Lakh Hektar ein Jahr zuvor.
  • In Ost-Rajasthan wurde vom 1. bis zum 26. Oktober ein Niederschlagsdefizit von 51 % verzeichnet, wobei die jüngsten Regenfälle die Aussaat in einigen Distrikten begünstigen könnten.
  • Das Hauptaussaatfenster für Weizen beginnt in der ersten Novemberwoche und dauert etwa zwei Monate.

Indiens Rabi-Anbaufläche bleibt hinter dem frühen Aussaattempo zurück

Dem wöchentlichen Bericht des indischen Landwirtschaftsministeriums zufolge waren bis zum 23. Oktober 13,10 Lakh Hektar mit Senf bestellt, 38 % weniger als die 21,03 Lakh Hektar ein Jahr zuvor. Ein Lakh entspricht 100.000.

Hülsenfrüchte wurden auf 3,27 Lakh Hektar angebaut, gegenüber 4,39 Lakh Hektar ein Jahr zuvor. Auf Kichererbsen entfielen 2,21 Lakh Hektar, nach 3,77 Lakh Hektar. Winterreis war auf 1,02 Lakh Hektar verpflanzt worden, verglichen mit 2,13 Lakh Hektar.

Dabei handelt es sich um frühe Aussaatzahlen, nicht um die endgültigen bestellten Flächen. In Rajasthan könnten die jüngsten Regenfälle in einigen Distrikten den Landwirten helfen, die Aussaat von Senf und Kichererbsen auszuweiten.

Niederschläge und Ausblick für die Weizenaussaat

In Ost-Rajasthan fielen zwischen dem 1. und 26. Oktober 7,2 Millimeter Regen, gegenüber einem Normalwert von 14,5 Millimetern. In West-Rajasthan waren es 2,8 Millimeter gegenüber einem Normalwert von 7,5 Millimetern, ein Defizit von 63 %.

Landesweit war Weizen auf 11.000 Hektar ausgesät worden, verglichen mit 27.000 Hektar ein Jahr zuvor. Offizielle Vertreter erklärten, zuvor habe unzureichende Bodenfeuchtigkeit die Aussaat behindert, während die hohen Tagestemperaturen derzeit ungünstig seien. Sie erwarten, dass die Aussaat mit sinkenden Temperaturen an Fahrt gewinnt; die Bodenfeuchtigkeit sei inzwischen ausreichend.

Ein ranghoher Beamter warnte, dass die Weizenanbaufläche aufgrund der Dürre in Maharashtra und Karnataka zurückgehen könnte. Die Regierung hat ein Produktionsziel von 121 Millionen Tonnen Weizen und 14,3 Millionen Tonnen Senf festgelegt; dabei handelt es sich um Zielwerte, nicht um Ernteergebnisse.

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