Die Vereinigten Staaten haben das US-Diplomatenpersonal in mehreren Vertretungen im Nahen Osten reduziert. Hintergrund sind Geheimdienstwarnungen über mutmaßliche iranische Pläne, Amerikaner im Ausland ins Visier zu nehmen, sowie Sorgen wegen Angriffen auf saudische Infrastruktur.
Die wichtigsten Punkte
- Die Geheimdienstwarnung deutet nicht darauf hin, dass ein Angriff unmittelbar bevorsteht.
- Die Personalreduzierungen betreffen Vertretungen in Saudi-Arabien und sechs weiteren Ländern.
- Die Reduzierungen bedeuten nicht, dass die diplomatischen Beziehungen beendet wurden.
Warum das US-Diplomatenpersonal reduziert wird
Das US-Außenministerium wies nicht unbedingt erforderliches Personal an, die US-Botschaft in Saudi-Arabien Anfang der Woche zu verlassen. Vorausgegangen waren Angriffe iranisch ausgerichteter Huthi-Kräfte auf saudische Infrastruktur. Auch in den US-Botschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Kuwait, Katar, Jordanien und Libanon wurde das Personal reduziert.
Die US-Behörden haben sowohl das Risiko von Huthi-Angriffen als auch Geheimdienstinformationen über mutmaßliche iranische Pläne, US-Personal ins Visier zu nehmen, bewertet. Aus den verfügbaren Informationen geht nicht hervor, dass jede Personalreduzierung mit der Geheimdienstwarnung in Verbindung stand.
Was die Geheimdienstwarnung besagt
US-Geheimdienste äußerten die Sorge, dass mutmaßliche Pläne für Angriffe auf amerikanische Diplomaten außerhalb der Vereinigten Staaten ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hätten. Die Warnung zeigte nicht, dass ein Angriff unmittelbar bevorstand; konkrete Ziele und Orte wurden nicht öffentlich bekannt gegeben.
Am 24. Oktober 2026 hatte Präsident Donald Trump erklärt, weitere US-Militäraktionen gegen den Iran seien möglich. Der Iran hatte mit Vergeltung gedroht, falls er weiteren Angriffen ausgesetzt würde. Die Personalreduzierungen sind Vorsichtsmaßnahmen und belegen nicht, dass es zu einem Angriff auf eine bestimmte Vertretung kommen wird.
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