US-Prognosemärkte favorisierten am 27. Oktober 2026, eine Woche vor den Zwischenwahlen, einen Sieg der Demokraten in beiden Kammern des Kongresses. Die Republikaner verteidigten ihre Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Kalshi-Händler bezifferten die Wahrscheinlichkeit eines Durchmarschs der Demokraten auf 63 %, Polymarket auf 65 %.
- Kalshi-Kontrakte spiegelten zudem eine Wahrscheinlichkeit von 29 % für ein von den Demokraten kontrolliertes Repräsentantenhaus und einen republikanischen Senat wider.
- Die Quoten an Prognosemärkten sind kein Ersatz für politische Umfragen.
Was die Prognosemärkte zeigen
Auf Kalshi war die implizite Wahrscheinlichkeit, dass die Demokraten beide Kammern gewinnen, seit Anfang Oktober relativ stabil geblieben. Die Plattform zeigte auch eine Wahrscheinlichkeit von knapp unter 10 %, dass die Republikaner die Kontrolle über beide Kammern behalten.
Vor Anfang September hatten Kalshi-Händler die Wahrscheinlichkeit eines Durchmarschs der Demokraten mit unter 50 % angesetzt. Anfang des Jahres hatte sie bei rund 30 % gelegen, bevor der Krieg zwischen den USA und Iran begann und die Gaspreise stiegen. Die Kontrakte werden anhand offizieller Daten des US-Kongresses abgerechnet.
| Punkt | Einzelheiten |
|---|---|
| Demokraten gewinnen beide Kammern | 63 % auf Kalshi; 65 % auf Polymarket |
| Demokraten gewinnen das Repräsentantenhaus; Republikaner behalten den Senat | 29 % auf Kalshi |
| Republikaner behalten beide Kammern | Knapp unter 10 % auf Kalshi |
Wie sich die Quoten von Umfragen unterscheiden
Prognosemärkte spiegeln die Positionen der Händler wider und nicht die Methoden traditioneller politischer Umfragen. Ein favorisiertes Ergebnis bleibt ungewiss: Vor der Präsidentschaftswahl in Brasilien am 25. Oktober gaben die Märkte dem rechtsgerichteten Kandidaten Flavio Bolsonaro hohe Chancen, doch Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva wurde wiedergewählt.
US-Umfragen zeigten insgesamt, dass die Demokraten bei der landesweiten Stimmenzahl für das Repräsentantenhaus vorn lagen und bei mehreren Senatswahlen in republikanischen Bundesstaaten konkurrenzfähig waren. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, ein Republikaner aus Louisiana, widersprach den Umfragen in einem Fernsehauftritt am 26. Oktober und bezeichnete sie als ungenau.
Nächster wichtiger Termin
Die Zwischenwahlen sind für den 3. November 2026 angesetzt.
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