Das Maharashtra Maritime Board plant schwimmende Werbetafeln in Mumbai. Dies weckt Bedenken, dass digitale Werbung zusätzliches künstliches Licht in Küstenlebensräume bringen könnte. Bis zum 27. Oktober 2026 hatte das Board 20 Standorte für Werbung an Land und auf dem Wasser ausgemacht.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Zu den ermittelten Standorten zählen der Juhu Beach, der Lotus Jetty in Worli und der Bandra Sea Link Jetty.
  • Forschende und Naturschutzorganisationen warnen, dass künstliches Licht das Verhalten von Meerestieren stören kann.

Schwimmende Werbetafeln in Mumbai und Küstenlebensräume

Die geplanten Werbeanlagen könnten konzentriertes Licht an der Wasserlinie erzeugen. Die ermittelten Standorte umfassen Werbung an Land und auf dem Wasser; aus der Quelle geht nicht hervor, wie viele Anlagen schwimmend sein sollen.

Minu Agarwal, Assistenzprofessorin an der CEPT University und Gründungsmitglied von DarkSky India, sagte, künstliche Beleuchtung könne die täglichen Wanderungen des Zooplanktons zwischen tieferen Wasserschichten und der Oberfläche beeinträchtigen. Diese Wanderungen beeinflussen die Nahrungsaufnahme, die Vermeidung von Fressfeinden und den Energiefluss durch marine Nahrungsnetze.

Was Forschung und Naturschutzrichtlinien besagen

Eine Studie des Plymouth Marine Laboratory und der University of Plymouth ergab, dass etwa 22 % der Küstengewässer weltweit nachts regelmäßig künstlichem Licht ausgesetzt sind. Weißes und blaulichtreiches LED-Licht kann bis zu 40 Meter tief ins Wasser eindringen.

Forschungen haben zudem dokumentiert, dass künstliche Beleuchtung frisch geschlüpfte Oliv-Bastardschildkröten desorientiert und sie landeinwärts statt in Richtung Meer lockt. Eine Sichtung einer Oliv-Bastardschildkröte am Juhu Beach im Jahr 2025 lenkte die Aufmerksamkeit auf den Verlust von Nistplätzen an dicht besuchten, hell beleuchteten Stränden.

Die 2024 im Rahmen des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten formalisierten Leitlinien zu Lichtverschmutzung und ihren Auswirkungen auf wandernde Arten empfehlen einen 20 Kilometer breiten lichtfreien Puffer um wichtige Lebensräume wild lebender Tiere sowie Umweltverträglichkeitsprüfungen für geplante beleuchtete Standorte.

Möglichkeiten zur Begrenzung der Beleuchtung

Mathi Thumilan, Mitbegründer von Wild and Dark Earth, empfahl Beleuchtung mit wärmerem Spektrum, Helligkeitsbegrenzungen und Zeitschaltuhren, um die Beleuchtung nach den Betriebszeiten zu reduzieren. Er argumentierte, es sei besser, Verschmutzung zu verhindern, als sie einzudämmen, nachdem sie sich weit verbreitet habe, und warnte, dass kommerzielle Werbetafeln über den ursprünglichen Plan hinaus ausgeweitet werden könnten.

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