Die Entfernung invasiver Sträucher ließ einheimische Pflanzen über einen Zeitraum von sieben Jahren in ein Waldgebiet in Pennsylvania zurückkehren, wie eine 2019 veröffentlichte Studie ergab. Die Forschenden entfernten wiederholt invasive Sträucher und deren Nachwuchs. Die einheimische Vegetation erholte sich dabei stärker als erwartet.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Forschenden behandelten fünf Flächen im Hartley Wood und ordneten jeder eine Kontrollfläche zu.
- Einheimische Pflanzen der Krautschicht und kleine Bäume kehrten zurück, doch die Studie stellte keine Veränderung bei der Verjüngung höherer Kronenbäume fest.
- Die Ergebnisse stammen aus einem einzigen Waldgebiet und belegen nicht, dass jeder Wald gleich reagieren wird.
Welche Veränderungen die Entfernung invasiver Sträucher bewirkte
Forschende der Pennsylvania State University untersuchten Hartley Wood, ein ausgewachsenes Waldgebiet im Arboretum der Universität. Sie entfernten wiederholt 18 invasive Straucharten aus fünf Versuchsflächen und beseitigten in den Folgejahren erneut aufkommende Pflanzen und neue Keimlinge.
Nach sieben Jahren waren einheimische Pflanzen der Krautschicht, kleine Bäume und weitere Vegetation auf die behandelten Flächen zurückgekehrt. Die einheimische Vegetationsdeckung nahm stärker zu als in einem nicht bewirtschafteten Wald, in dem invasive Sträucher nur spärlich vorkamen.
Was die Ergebnisse für die Renaturierung bedeuten
Die Ökologin Erynn Maynard-Bean und die außerordentliche Professorin Margot Kaye vermuteten, dass invasive Sträucher Standorte mit vergleichsweise günstigen Bedingungen hinsichtlich Sonnenlicht, Wasser und Bodennährstoffen besetzt haben könnten. Nachdem die Sträucher eingedämmt worden waren, konnten einheimische Pflanzen auf diese Ressourcen zugreifen.
Die natürliche Verjüngung könnte Verantwortlichen dabei helfen, einige Waldgebiete wiederherzustellen, ohne jede Ersatzpflanze von Hand setzen zu müssen. Das Experiment umfasste jedoch wiederholte Entfernungen und nicht nur eine einmalige Beseitigung, und seine Ergebnisse garantieren nicht, dass andere Gebiete gleich reagieren. Die Studie erfasste die Vegetation, nicht aber, ob sich Vogel- oder Amphibienpopulationen erholten.
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