Google Cloud begann am 21. Oktober 2026 mit der schrittweisen Einführung von drei OpenAI-Modellen in einer Private Preview und erweitert damit die Auswahl für Unternehmenskunden im Bereich KI. Die Alphabet-Aktie wurde an diesem Tag um 9:43 Uhr ET bei 333,36 $ gehandelt, rund 2,0 % im Minus; aus den verfügbaren Informationen geht nicht hervor, dass die Ankündigung den Rückgang verursacht hat.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • GPT-6 Astra, GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna sind zunächst für ausgewählte Unternehmenskunden verfügbar.
  • Käufe von OpenAI-Modellen werden auf bestehende Cloud-Verpflichtungen und Flexible Savings Plans angerechnet.
  • Weitere Integrationen sind geplant, einige zusätzliche Sicherheitsfunktionen stehen jedoch noch aus.

Inhaltsverzeichnis

Google Cloud erweitert die Modellauswahl für Unternehmen

Mit der Einführung der OpenAI-Modelle bei Google Cloud kommen die drei Angebote in den Model Garden, eine Plattform mit mehr als 200 eigenen, Drittanbieter- und Open-Source-Modellen. Der Zugang bleibt auf eine Private Preview beschränkt; eine allgemeine Veröffentlichung ist noch nicht erfolgt.

Google zufolge können Kunden Modelle anhand von Leistung, Latenz und Kosten auswählen und wechseln, ohne separate Verträge mit Anbietern abschließen zu müssen. Die Erweiterung bietet Unternehmen eine weitere Möglichkeit, konkurrierende KI-Modelle innerhalb derselben Cloud-Umgebung zu nutzen, statt einzelne Workloads zu einem anderen Anbieter zu verlagern.

ModellDetails
GPT-6 AstraKonzipiert für anspruchsvolle Programmieraufgaben, Computerbedienung, professionelle Tätigkeiten und wissenschaftliche Forschung.
GPT-6.1 SolWird von Google als Modell mit einer Astra nahezu gleichkommenden Intelligenz zu geringeren Kosten positioniert.
GPT-6 LunaWird als schnelle, kosteneffiziente Option für alltägliche Aufgaben in großem Umfang positioniert.

Die Abrechnung verknüpft die OpenAI-Nutzung mit bestehenden Cloud-Ausgaben

Die Transaktionen laufen über den Google Cloud Marketplace; die Nutzung erscheint auf einer einzigen Google-Cloud-Rechnung. Die Ausgaben werden von den bestehenden Cloud-Verpflichtungen der Kunden abgezogen und auf Flexible Savings Plans über verschiedene Modellanbieter hinweg angerechnet.

Diese Konditionen bieten Unternehmenskunden einen praktischen Anreiz, ihre KI-Ausgaben auf Googles Plattform zu bündeln. Für Alphabet eröffnet die Vereinbarung die Möglichkeit, Cloud-Workloads zu halten, auch wenn Kunden statt der eigenen Angebote von Google OpenAI-Modelle wählen. Die Ankündigung beziffert weder die erwarteten Umsätze noch den erwarteten Gewinn aus der Einführung.

Sicherheitsfunktionen und breiterer Zugang sind noch in Entwicklung

Google zufolge verbleiben Kunden-Prompts, Kontextinformationen und Ausgaben innerhalb der festgelegten Datengrenzen und werden nicht zum Training von Basismodellen verwendet. Außerdem liefen OpenAI-Workloads auf dedizierter Google-Cloud-Infrastruktur.

Optionen zur vollständigen Datenaufbewahrung (Zero Data Retention) und Confidential Compute werden als bald verfügbar beschrieben, nicht als bereits in der Preview verfügbare Funktionen. Google plant außerdem, OpenAI-Modelle in Gemini für Unternehmen und Google Antigravity zu integrieren, nannte für diese Integrationen jedoch keine Starttermine.

Fazit

Die unmittelbare Änderung besteht im breiteren Modellzugang im Rahmen bestehender Cloud-Einkaufsvereinbarungen. Als nächste Schritte wurden zusätzliche Sicherheitsfunktionen sowie Integrationen mit Gemini für Unternehmen und Google Antigravity angekündigt; wann diese umgesetzt werden, ist noch unklar.

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