Der Vorsitzende der Commodity Futures Trading Commission, Michael Selig, warf die Frage auf, wer verantwortlich wäre, wenn KI-Handelsagenten Transaktionen autonom ausführen, und ob ihre Entwickler sich möglicherweise bei der Behörde registrieren lassen müssten.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Selig brachte die Möglichkeit einer Registrierung von Agenten und eines „Know-your-Agent“-Standards zur Sprache, schlug jedoch keine Regelung vor.
  • Die CFTC hat keinen Zeitplan für formelle Vorschläge veröffentlicht.
  • Coinbase und Binance haben Tools eingeführt, die KI-Agenten Zugang zu Handelsfunktionen verschaffen.

KI-Handelsagenten stellen regulatorische Annahmen auf die Probe

Bei der ersten Frontier Forum on Super Intelligence der CFTC in Washington beschrieb Selig eine Zukunft, in der autonome Software Vermögenswerte halten, handeln und möglicherweise Token ausgeben könnte.

Er sagte, der bestehende Rahmen der Behörde sei auf identifizierbare Marktteilnehmer zugeschnitten, die klar definierte Finanzfunktionen ausüben. Zunehmend autonome Software wirft Fragen dazu auf, wie diese Regeln gelten, wenn ein Agent ohne direkte menschliche Aufsicht handelt.

Registrierung und Haftung bleiben offene Fragen

Selig fragte, ob der Entwickler eines Agenten, der Chancen erkennt und für einen Nutzer handelt, registrierungspflichtig würde und wer haftbar wäre, wenn der Agent außer Kontrolle geriete. Außerdem brachte er die Möglichkeit eines „Know-your-Agent“-Standards zur Sprache.

Die Äußerungen führten weder eine konkrete Regelung ein noch änderten sie bestehende Anforderungen. Die CFTC hat keinen Zeitplan für formelle Vorschläge veröffentlicht.

Selig warnte zudem, dass Agenten unvorhersehbar auf Marktbedingungen reagieren könnten. Ähnliche Modelle könnten korreliertes Handelsverhalten hervorrufen, das die Volatilität verstärkt, während die Geschwindigkeit autonomer Transaktionen die Überwachung erschweren könnte.

Handelstools sind bereits verfügbar

Coinbase führte seine Agentic Wallets im Februar 2026 ein und stattete KI-Agenten mit Ausgaben- und Handelsfunktionen aus. Das Produkt umfasst programmierbare Ausgabenlimits, darunter Sitzungslimits und Obergrenzen für einzelne Transaktionen.

Binance führte im März AI Agent Skills ein und verschaffte Agenten damit Zugang zu Marktdaten und Tools für Spot-Orders.

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