Der Gewinn von BankUnited stieg im dritten Quartal 2026 leicht, da niedrigere Einlagenkosten und höhere Renditen aus Anlagen die Nettozinsmarge erhöhten. Die Bank meldete für das am 30. September beendete Quartal einen Nettogewinn von 72,2 Millionen US-Dollar beziehungsweise 1,01 US-Dollar je verwässerter Aktie. Im Vorjahreszeitraum waren es 71,9 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,95 US-Dollar je Aktie.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Nettozinsmarge erreichte 3,16 % und lag damit 10 Basispunkte über dem zweiten Quartal und 16 Basispunkte über dem Vorjahreswert.
  • Niedrigere Erträge außerhalb des Zinsgeschäfts glichen einen Teil der Verbesserung bei Kredit- und Anlageerträgen aus.
  • Die Kredittrends waren uneinheitlich: Die Abschreibungen auf Kreditausfälle blieben niedrig, die notleidenden Kredite nahmen gegenüber dem Vorquartal jedoch zu.

Inhaltsverzeichnis

Der Gewinn von BankUnited profitiert von niedrigeren Finanzierungskosten

Die am 21. Oktober veröffentlichte Ergebnisbekanntgabe von BankUnited für das dritte Quartal wies einen Anstieg des Nettogewinns gegenüber 70,7 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal aus. Der bereinigte Nettogewinn, eine Nicht-GAAP-Kennzahl ohne die Auswirkungen von Wertpapierverkäufen, belief sich auf 73,9 Millionen US-Dollar beziehungsweise 1,03 US-Dollar je verwässerter Aktie.

Der Nettozinsertrag stieg gegenüber dem Vorquartal um 5,3 Millionen US-Dollar und gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,5 Millionen US-Dollar. Die durchschnittlichen Einlagenkosten sanken auf 1,99 %, also um 6 Basispunkte gegenüber dem Vorquartal und um 39 Basispunkte im Jahresvergleich.

Die Bank führte die sequenzielle Verbesserung auf niedrigere Einlagenzinsen, den Ersatz niedriger rentierlicher Wertpapiere durch höher rentierliche Anlagen sowie bessere Renditen bei gewerblichen Krediten zurück. Verwaltungsratsvorsitzender und CEO Rajinder Singh erklärte, die Nettozinsmarge von 3,16 % habe über der Prognose des Managements gelegen.

KennzahlDetails
Hartes Kernkapital (CET1)12,1 %, 20 Basispunkte weniger als im zweiten Quartal.
Quote des materiellen Eigenkapitals8,0 %, sequenziell um 45 Basispunkte gesunken.
Materieller Buchwert je Aktie39,10 US-Dollar gegenüber 40,48 US-Dollar im zweiten Quartal; eine Nicht-GAAP-Kennzahl.
Rückstellung für Kreditverluste221,5 Millionen US-Dollar, entsprechend 0,93 % der Gesamtkredite.
Gesamtvermögen34,6 Milliarden US-Dollar zum 30. September 2026.

Wertpapierverkäufe und schwächere Gebühren begrenzen das Gewinnwachstum

Die Erträge außerhalb des Zinsgeschäfts sanken auf 19,8 Millionen US-Dollar, verglichen mit 29,2 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal und 25,6 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor. BankUnited verbuchte einen Nettoverlust von 2,3 Millionen US-Dollar aus Anlagewertpapieren, nachdem die Bank Wertpapiere mit niedrigeren Renditen im Wert von rund 1 Milliarde US-Dollar verkauft und den Erlös reinvestiert hatte.

Auch die Erträge aus Leasingfinanzierungen gingen zurück, teilweise aufgrund eines Verlusts von 1,1 Millionen US-Dollar aus dem Abgang von Ausrüstung. Die Erträge aus bankeigenen Lebensversicherungen schwächten sich ab, während die Erträge aus Kapitalmarktgeschäften gegenüber dem Vorquartal sanken.

Die Aufwendungen außerhalb des Zinsgeschäfts blieben gegenüber dem Vorquartal mit 174,6 Millionen US-Dollar stabil, stiegen jedoch gegenüber 166,2 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Infolgedessen sank der Vorsteuergewinn vor Risikovorsorge, eine Nicht-GAAP-Kennzahl, trotz der höheren Zinsmarge gegenüber 109,9 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal auf 105,9 Millionen US-Dollar.

Durchschnittliche Einlagen zeichnen ein anderes Bild als die Bestände zum Quartalsende

Die durchschnittlichen Sichteinlagen ohne Verzinsung blieben gegenüber dem zweiten Quartal im Wesentlichen unverändert und stiegen im Jahresvergleich um 824 Millionen US-Dollar. Ihr Bestand zum Quartalsende sank jedoch sequenziell um 821 Millionen US-Dollar. Die Bank führte dies vor allem auf eine saisonale Normalisierung nach erhöhten Zuflüssen im zweiten Quartal zurück.

Diese Unterscheidung ist wichtig, um die Finanzierungstrends richtig einzuordnen: Durchschnittliche Bestände zeigen die während des gesamten Quartals verfügbare Finanzierung, während die Endbestände eine Momentaufnahme zum 30. September darstellen. Die unverzinslichen Sichteinlagen machten 32,2 % der gesamten Einlagen zum Quartalsende aus, verglichen mit 30,1 % ein Jahr zuvor.

Die durchschnittlichen Kernkredite stiegen im Jahresvergleich um 706 Millionen US-Dollar, sanken jedoch sequenziell um 147 Millionen US-Dollar. Die durchschnittlichen Gesamtkredite gingen gegenüber dem zweiten Quartal um 314 Millionen US-Dollar zurück, da BankUnited die geplante Reduzierung der Nicht-Kernkredite fortsetzte. Die Kreditvergabe an gewerbliche Immobilien und die Finanzierung von Hypothekenbeständen nahmen gegenüber dem Vorquartal zu, während die durchschnittlichen Bestände an gewerblichen und industriellen Krediten sowie Wohnungsbaukrediten sanken.

Kreditkennzahlen verbessern sich im Jahresvergleich, bleiben im Quartalsvergleich aber uneinheitlich

Die als kritisch oder minderwertig eingestuften Kredite gingen gegenüber dem zweiten Quartal um 10 Millionen US-Dollar und gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 176 Millionen US-Dollar zurück. Die annualisierte Nettoabschreibungsquote blieb mit 0,11 % unverändert gegenüber dem Vorquartal und lag unter dem Vorjahreswert von 0,25 %.

Die notleidenden Kredite stiegen dennoch gegenüber dem zweiten Quartal um 40 Millionen US-Dollar beziehungsweise 18 %, lagen aber weiterhin 116 Millionen US-Dollar unter dem Vorjahreswert. Der Aufwand für die Risikovorsorge betrug 10,3 Millionen US-Dollar nach 15,1 Millionen US-Dollar im Vorquartal.

BankUnited kaufte im Quartal außerdem rund 2,1 Millionen eigene Aktien für 97 Millionen US-Dollar zurück. Die Kapitalquoten gingen zurück, und die Bank meldete höhere nicht realisierte Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Anlagewertpapieren.

Fazit

Die höhere Zinsmarge von BankUnited stützte ein leichtes Gewinnwachstum, doch schwächere Erträge außerhalb des Zinsgeschäfts begrenzten den Zuwachs. Die nächsten Quartalsberichte werden zeigen, wie sich die Einlagenkosten und Kreditbestände entwickeln und ob der sequenzielle Anstieg der notleidenden Kredite anhält.

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