Die Intel-Aktien fielen am 29. Oktober 2026 im erweiterten Handel um mehr als 20 %, nachdem der Chiphersteller eine Prognose für das vierte Quartal veröffentlicht hatte, die unter den Analystenerwartungen lag. Intel erklärte, dass sich die Abschwächung des PC-Marktes bis ins Jahr 2027 fortsetzen dürfte.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Intel prognostizierte für das vierte Quartal einen Umsatz von 15 bis 16 Milliarden US-Dollar und lag damit unter den von Analysten erwarteten 17,1 Milliarden US-Dollar.
  • Der Umsatz mit Rechenzentren und KI stieg im dritten Quartal um 78 %, während der Umsatz mit Client Computing und physischer KI um 5 % zurückging.
  • Eine Explosion in einem israelischen Werk dürfte über zwei Quartale hinweg etwa 600 Millionen US-Dollar an Umsatz kosten.

Intel-Aktien fallen, da der Ausblick die Schätzungen verfehlt

Intel prognostizierte für das vierte Quartal einen bereinigten Gewinn von 25 Cent je Aktie, verglichen mit den von den von LSEG befragten Analysten erwarteten 43 Cent. Auch die Umsatzprognose des Unternehmens lag unter der Analystenschätzung von 17,1 Milliarden US-Dollar.

Finanzvorstand David Zinsner sagte, Intel gehe davon aus, dass die Abschwächung des PC-Marktes mindestens bis zur ersten Hälfte des Jahres 2027 anhalten werde. Der Rückgang der Aktie folgte auf die Prognose; allein der zeitliche Zusammenhang belegt jedoch nicht, was die Bewegung verursacht hat.

Wachstum im dritten Quartal und Lieferunterbrechung

Die Ergebnisse und der Ausblick für das dritte Quartal von Intel zeigten, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 21 % gestiegen war. Der Umsatz belief sich auf 16,51 Milliarden US-Dollar und lag damit leicht über der LSEG-Schätzung von 16,5 Milliarden US-Dollar, während der bereinigte Gewinn von 52 Cent je Aktie die Analystenerwartung von 40 Cent übertraf.

Der Umsatz mit Client Computing und physischer KI sank um 5 % auf 8,1 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz mit Rechenzentren und KI um 78 % auf 7,3 Milliarden US-Dollar stieg.

Die Prognose für das vierte Quartal berücksichtigt auch eine Explosion in einem israelischen Fertigungswerk Anfang Oktober. Zinsner sagte während der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen, dass der Vorfall Intel über zwei Quartale hinweg etwa 600 Millionen US-Dollar an entgangenem Umsatz kosten werde. CEO Lip-Bu Tan erklärte, dass sich der verlängerte Produktionsstillstand auf die Auslieferungen von 10-Nanometer-Chips ausgewirkt habe.

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