US-Aktien fielen am 30. Oktober 2026, als sich der Ausverkauf bei Technologiewerten verschärfte und der Nasdaq Composite um 2,9 % nachgab. Gewinne bei Energie- und Konsumgüteraktien boten jedoch einen Kontrast: ExxonMobil und Chevron stiegen, nachdem sie Quartalsgewinne gemeldet hatten, die über den Analystenerwartungen lagen.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Der S&P 500 fiel um 1,8 % und verzeichnete damit seine schwächste Sitzung seit Juni, während der Nasdaq die großen Indizes nach unten zog.
- Die Intel-Aktie brach um fast 29 % ein, nachdem die Gewinnprognose des Unternehmens hinter den Analystenerwartungen zurückgeblieben war.
- Trotz des Rückgangs des Gesamtindex legten fast ebenso viele Aktien im S&P 500 zu, wie nachgaben.
US-Aktien schließen über alle wichtigen Indizes hinweg niedriger
Der S&P 500 schloss bei 7,580.07 Punkten, ein Minus von 140.32 Punkten. Der Nasdaq fiel um 747.73 Punkte auf 25,437.00, während auch der Dow Jones Industrial Average und der Russell 2000 nachgaben.
Der Ausverkauf erfolgte vor dem Hintergrund der Sorge, dass die Begeisterung für künstliche Intelligenz die Kurse von Technologieaktien zu stark in die Höhe getrieben habe. Amazons jüngster Gewinnbericht warf zudem Fragen zu den Investitionsausgaben für KI auf, doch der zeitliche Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Ergebnisse belegt für sich genommen nicht die Ursache des breiteren Kursrückgangs.
Der S&P 500 lag 7,8 % unter seinem am 6. Oktober erreichten Schlussrekord. Sein Technologiesektor verzeichnete den größten monatlichen prozentualen Verlust seit März 2025, während der Sektor Kommunikationsdienste den stärksten monatlichen Rückgang seit April 2022 verbuchte.
| Index | Details |
|---|---|
| S&P 500 | 7,580.07; minus 140.32 Punkte oder 1,8 % |
| Nasdaq Composite | 25,437.00; minus 747.73 Punkte oder 2,9 % |
| Dow Jones Industrial Average | 51,770.31; minus 572.25 Punkte oder 1,1 % |
| Russell 2000 | 2,811.84; minus 47.37 Punkte oder 1,7 % |
Intel-Prognose folgt auf Quartalsergebnisse
Intel brach um fast 29 % ein und verzeichnete damit den schwächsten Tag seit 1974. Zuvor hatte das Unternehmen eine Gewinnprognose unter den Analystenerwartungen abgegeben.
In Intels Ergebnissen für das dritte Quartal und Ausblick, die am 29. Oktober veröffentlicht wurden, prognostizierte der Chiphersteller für das vierte Quartal einen Umsatz von 15 bis 16 Milliarden US-Dollar und einen Non-GAAP-Gewinn von 0,25 US-Dollar je Aktie. Dabei handelt es sich um Prognosen, nicht um bereits erzielte Ergebnisse; der Umsatz im dritten Quartal belief sich auf 16,5 Milliarden US-Dollar.
Energie- und Konsumgüteraktien legen zu
ExxonMobil stieg um 2,2 % und Chevron legte um 1,8 % zu, nachdem beide Ölkonzerne Quartalsgewinne gemeldet hatten, die stärker als von Analysten erwartet ausfielen. Mondelez International stieg nach einem stärker als erwartet ausgefallenen Wachstum um 3,9 %, und Colgate-Palmolive gewann 2,3 %, nachdem Umsatz und Gewinn die Erwartungen übertroffen hatten.
Die Berichtssaison für das dritte Quartal hatte die Halbzeit überschritten; 299 Unternehmen aus dem S&P 500 hatten ihre Ergebnisse veröffentlicht. Davon übertrafen laut Daten von LSEG 82 % die Konsensschätzungen. Analysten erwarteten für das dritte Quartal ein aggregiertes Gewinnwachstum von 31,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Darin enthalten waren auch Prognosen für Unternehmen, deren Ergebnisse noch ausstanden.
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