Der Gewinn von Samsung Biologics stieg im dritten Quartal 2026, obwohl der Betriebsgewinn deutlich langsamer wuchs als der Umsatz, während das Unternehmen sein Produktionsnetzwerk ausbaute. In seiner Mitteilung vom 21. Oktober erhöhte der südkoreanische Auftragshersteller von Arzneimitteln seine Prognose für das Umsatzwachstum im Gesamtjahr von zuvor 15 %–20 % auf 20 %.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Der Umsatz im dritten Quartal stieg im Jahresvergleich um 18,5 %, während der Betriebsgewinn um etwa 1,0 % zunahm.
  • Werk 5 und die übernommene Anlage in Rockville trugen neben den voll ausgelasteten Werken 1 bis 4 zum Umsatz bei.
  • Eine geplante Bezugsrechtsemission im Umfang von 3 Billionen KRW soll zur Finanzierung von Übernahmen und dem Ausbau der Produktionskapazitäten beitragen.

Inhaltsverzeichnis

Gewinn von Samsung Biologics bleibt hinter dem Umsatzwachstum zurück

Die Finanzergebnisse von Samsung Biologics für das dritte Quartal zeigten einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr um 232,8 Milliarden KRW, verglichen mit einem Zuwachs des Betriebsgewinns um 6,6 Milliarden KRW. Die Zahlen beziehen sich auf das konsolidierte Geschäft des Unternehmens in den Bereichen Auftragsentwicklung und -herstellung.

Dadurch sank die Betriebsgewinnmarge von 50,4 % im dritten Quartal 2025 auf etwa 43,0 %. Die Mitteilung enthielt keine detaillierte Aufschlüsselung, die die Veränderung der Marge erklärt.

PositionAngaben
UmsatzQ3 2026: 1.490,3 Milliarden KRW; Q3 2025: 1.257,5 Milliarden KRW.
BetriebsgewinnQ3 2026: 640,1 Milliarden KRW; Q3 2025: 633,5 Milliarden KRW.
EBITDAQ3 2026: 751,5 Milliarden KRW; Q3 2025: 728,9 Milliarden KRW.

Neue Produktionsstandorte verbreitern die Umsatzquellen

Die Werke 1 bis 4 waren voll ausgelastet, während Werk 5 mit dem Hochfahren der Produktion einen zunehmenden Beitrag leistete. Auch die Produktionsanlage in Rockville, Maryland, verzeichnete seit ihrer Übernahme erstmals einen Umsatzbeitrag.

Samsung Biologics erklärte, das Unternehmen habe in Rockville einen stabilen Betrieb und die Leistungsfähigkeit der Belegschaft aufrechterhalten und zugleich geprüft, wie die Anlage an ein breiteres Spektrum von Kundenanforderungen angepasst werden könne. Zusammen mit den Aktivitäten in Songdo verschafft der Standort dem Unternehmen Produktionskapazitäten sowohl in Südkorea als auch in den Vereinigten Staaten.

Das kumulierte Auftragsvolumen überstieg 21,9 Milliarden US-Dollar. Diese Zahl bezieht sich auf die insgesamt angesammelten Aufträge und nicht auf den im Quartal erzielten Umsatz. Außerdem eröffnete das Unternehmen ein Vertriebsbüro in den Niederlanden, um den Kontakt zu europäischen Pharma- und Biotechnologiekunden zu intensivieren.

Höhere Prognose geht mit Plänen zur Übernahmefinanzierung einher

Die überarbeitete Prognose eines jährlichen Umsatzwachstums von 20 % entspricht der Obergrenze der bisherigen Spanne des Managements. Sie ist weiterhin eine Prognose für 2026 und kein abgeschlossenes Jahresergebnis.

Samsung Biologics verfolgt außerdem die geplante Übernahme der PolyPeptide Group. Die im Oktober veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse des Übernahmeangebots wiesen eine Annahmequote von 87,92 % aus und erfüllten damit die Annahmebedingung des Angebots. Das Unternehmen bezeichnete die Übernahme nicht als abgeschlossen.

Die geplante Transaktion würde das Angebot von Samsung Biologics im Bereich peptidbasierter Therapeutika um die bestehenden Kompetenzen bei Antikörpern und Konjugaten ergänzen. Hinzu kämen die Aktivitäten von PolyPeptide in Europa, den Vereinigten Staaten und Indien.

Zur Unterstützung der Übernahme und des künftigen Ausbaus der Produktionskapazitäten kündigte Samsung Biologics eine Bezugsrechtsemission im Umfang von 3 Billionen KRW an. Die bestehenden Aktionäre sollen im November 2026 ihre Bezugsrechte ausüben können; anschließend sollen nicht gezeichnete Aktien der breiten Öffentlichkeit angeboten werden.

Fazit

Das Umsatzwachstum und zusätzliche Beiträge aus der Produktion stützten die höhere Jahresprognose, während das Wachstum des Betriebsgewinns moderat blieb. Der nächste planmäßige Finanzierungsschritt ist die Zeichnungsfrist für die Aktionäre im November im Rahmen der Bezugsrechtsemission.

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