Der Gewinn von Capital One stieg im dritten Quartal 2026, da höhere Umsätze, niedrigere Aufwendungen und eine ausgeweitete Nettozinsmarge die Rentabilität steigerten. Die Bank gab am 20. Oktober bekannt, dass der Nettogewinn 3,5 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 5,61 US-Dollar je verwässerter Aktie erreichte, verglichen mit 3,0 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 4,73 US-Dollar je Aktie im zweiten Quartal.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der bereinigte Gewinn lag bei 6,69 US-Dollar je verwässerter Aktie, ohne akquisitionsbedingte Amortisations- und Integrationsaufwendungen.
  • Der Umsatz stieg im Quartalsvergleich um 3 %, während die zinsunabhängigen Aufwendungen um 2 % sanken. Dadurch erhöhten sich die Erträge vor Risikovorsorge um 10 %.
  • Die Risikovorsorge für Kreditverluste ging zurück, während das Management plant, seine Marketingaktivitäten 2027 auszuweiten.

Inhaltsverzeichnis

Capital One verbessert den Gewinn auf ausgewiesener und bereinigter Basis

Aus der Gewinnmitteilung von Capital One für das dritte Quartal 2026 ging hervor, dass der Nettogewinn auch gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 3,2 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 4,83 US-Dollar je verwässerter Aktie gestiegen war. Damit verbesserten sich die Ergebnisse sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025.

Der bereinigte Gewinn von 6,69 US-Dollar je verwässerter Aktie ist eine Non-GAAP-Kennzahl, bei der akquisitionsbedingte Amortisations- und Integrationsaufwendungen nicht berücksichtigt werden. Diese Bereinigungen erklären die Abweichung zum ausgewiesenen Gewinn; sie sind nicht als zusätzlicher Gewinn zu verstehen.

PostenDetails
Akquisitionsbedingte AmortisationBereinigung vor Steuern in Höhe von 483 Millionen US-Dollar; Auswirkung nach Steuern von 0,60 US-Dollar auf den verwässerten Gewinn je Aktie.
Discover-IntegrationBereinigung vor Steuern in Höhe von 338 Millionen US-Dollar; Auswirkung nach Steuern von 0,42 US-Dollar auf den verwässerten Gewinn je Aktie.
Brex-IntegrationBereinigung vor Steuern in Höhe von 47 Millionen US-Dollar; Auswirkung nach Steuern von 0,06 US-Dollar auf den verwässerten Gewinn je Aktie.

Umsatzwachstum und niedrigere Aufwendungen steigern den operativen Gewinn

Der gesamte Nettoerlös stieg gegenüber dem zweiten Quartal um 3 % auf 16,3 Milliarden US-Dollar, während die zinsunabhängigen Aufwendungen um 2 % auf 8,9 Milliarden US-Dollar zurückgingen. Die Marketingausgaben sanken um 4 % und die Betriebsaufwendungen um 2 %.

Zusammengenommen erhöhten diese Veränderungen die Erträge vor Risikovorsorge um 10 % auf 7,5 Milliarden US-Dollar. Diese Non-GAAP-Kennzahl ergibt sich aus dem Umsatz abzüglich der zinsunabhängigen Aufwendungen vor der Risikovorsorge für Kreditverluste. Sie hilft dabei, die operative Leistung von den Kosten erwarteter Kreditausfälle abzugrenzen.

Die Nettozinsmarge weitete sich um 40 Basispunkte auf 8,41 % aus. Die Verbesserung erfolgte, obwohl der Zinssatz für verzinsliche Einlagen um drei Basispunkte auf 2,94 % stieg.

Kreditrisikovorsorge sinkt bei wachsendem Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge für Kreditverluste sank gegenüber dem zweiten Quartal um 73 Millionen US-Dollar auf 2,9 Milliarden US-Dollar. Das Quartal umfasste Nettoabschreibungen von 3,1 Milliarden US-Dollar und eine Auflösung von Kreditrückstellungen in Höhe von 225 Millionen US-Dollar. Die Auflösung verringerte den Risikovorsorgeaufwand; der niedrigere Aufwand sollte daher nicht isoliert als Hinweis auf weniger tatsächlich eingetretene Kreditverluste interpretiert werden.

Die Kredite, die zum Quartalsende zu Anlagezwecken gehalten wurden, stiegen um 5,4 Milliarden US-Dollar auf 462,5 Milliarden US-Dollar, während die Einlagen um 3,6 Milliarden US-Dollar auf 480,7 Milliarden US-Dollar zurückgingen. Autokredite machten 3,6 Milliarden US-Dollar des Kreditwachstums aus.

Capital One meldete zum 30. September 2026 eine vorläufige harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1) von 13,8 %. Die Bank wies darauf hin, dass diese regulatorische Kapitalquote noch Änderungen unterliegen könne.

Integration von Discover und Marketing 2027 bleiben im Fokus

Chief Executive Richard D. Fairbank erklärte, die Integration von Discover verlaufe weiterhin gut und Capital One mache Fortschritte auf dem Weg zu den erwarteten Synergien. Diese Aussagen geben die Einschätzung des Managements wieder und bestätigen nicht, dass sämtliche erwarteten Vorteile bereits erreicht wurden.

Das Management plant außerdem, seine Marketingaktivitäten 2027 auszuweiten, um die vergrößerte Kundenbasis nach der Übernahme von Discover im Jahr 2025 zu nutzen. Diese geplante Erhöhung steht im Gegensatz zum Rückgang der Marketingausgaben im jüngsten Quartal gegenüber dem Vorquartal.

Fazit

Im dritten Quartal trafen stärkere operative Erträge auf eine niedrigere Risikovorsorge für Kreditverluste. Die geplante Ausweitung der Marketingaktivitäten 2027 ist die nächste angekündigte Ausgabenentwicklung, die neben den Fortschritten bei der Discover-Integration im Auge zu behalten ist.

Weitere Nachrichten lesen

Weitere Nachrichten von FinanceVelix

Haftungsausschluss

Dieser Artikel von FinanceVelix enthält allgemeine Informationen und stellt keine personalisierte Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Marktpreise, Zinssätze und wirtschaftliche Bedingungen können sich ändern; Anlagen sind mit Verlustrisiken verbunden. Die Angaben spiegeln den zum Veröffentlichungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand wider und können sich ändern. Prüfen Sie wichtige Informationen eigenständig und wenden Sie sich bei Bedarf an eine qualifizierte Fachperson. Die Erwähnung eines Vermögenswerts, Unternehmens oder einer Dienstleistung stellt keine Empfehlung dar.