Die am 19. Oktober 2026 angekündigten Streikpläne bei Apache sehen vor, dass mehr als 160 Offshore-Beschäftigte auf sieben britischen Nordseeplattformen für 24 Stunden die Arbeit niederlegen. Unite erklärte, der Streit um die Bezahlung könne den Forties Pipeline System beeinträchtigen. Ein Stillstand sei jedoch ein von der Gewerkschaft erkanntes Risiko und kein bestätigter Ausgang.

Die wichtigsten Punkte

  • Der erste Streik soll am 21. Oktober um 06:00 Uhr beginnen und am 22. Oktober um 05:59 Uhr enden.
  • Unite warnte, dass Störungen bei Forties Charlie das umfassendere Pipelinesystem beeinträchtigen könnten.
  • Vor dem Ausstand sind Gespräche mit Acas geplant; ein weiterer 24-stündiger Streik ist für den 4. November angesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Apache-Streik nach abgelehntem Gehaltsangebot

Die Beschäftigten bei Apache, einem Unternehmen der APA Corporation, sprachen sich für Arbeitskampfmaßnahmen aus, nachdem sie ein Gehaltsangebot abgelehnt hatten. Unite zufolge reichten die vorgeschlagenen Änderungen von einem Gehaltsstopp bis zu Erhöhungen unterhalb der Inflationsrate, was für viele Beschäftigte einem Reallohnverlust gleichkäme.

Die Gewerkschaft erklärte außerdem, Apache habe Fristen für eine Einigung über rückwirkende Gehaltszahlungen gesetzt und angedeutet, dass Zahlungen zurückgehalten werden könnten. Dadurch könnten einigen Beschäftigten mehrere Tausend Pfund fehlen, so Unite.

Unites Streikankündigung vom 19. Oktober bestätigt, dass vor dem Ausstand Gespräche mit dem Schlichtungsdienst Acas angesetzt sind. Die Gewerkschaft erklärte, sie wolle, dass diese Gespräche erfolgreich verlaufen, warf Apache jedoch vor, wenig Bereitschaft zu einer Einigung zu zeigen. Diese Einschätzung gibt die Position der Gewerkschaft in dem Streit wieder.

BereichDetails
Forties-AnlagenForties Alpha, Bravo, Charlie, Delta und Echo.
Beryl-AnlagenBeryl Alpha und Beryl Bravo.
Beteiligte BeschäftigteElektro-, Instrumentierungs-, Mechanik-, Produktions- und Telekommunikationstechniker sowie Funker.

Warum Forties Charlie für die Versorgung insgesamt wichtig ist

Die Arbeitskampfmaßnahme betrifft Anlagen in den Forties- und Beryl-Feldern. Unite warnte, dass unzureichende Fortschritte bei den Verhandlungen zu einem Stillstand von Forties Charlie führen könnten, wodurch möglicherweise der Druck abfiele und das gesamte Forties Pipeline System abgeschaltet werden könnte.

Das von Ineos betriebene System bedient ein größeres Netzwerk als die sieben von dem Streit betroffenen Plattformen. Unite schätzte, dass mehr als 80 Offshore-Felder und die Gasanlage St Fergus in das System einspeisen, und erklärte, es transportiere rund 29 % des britischen Öls und 30 % des britischen Gases.

Diese Verbindungen erklären, warum ein örtlich begrenzter Arbeitskonflikt umfassendere Folgen für die Versorgung haben könnte. Sie belegen weder, wie viel Produktion während eines Streiks tatsächlich ausfallen würde, noch, dass es anschließend zu Kraftstoffknappheit käme.

Ein zweiter Streik ist bereits angesetzt

Unite kündigte außerdem einen weiteren 24-stündigen Streik an, der am 4. November 2026 um 06:00 Uhr beginnen und am 5. November um 05:59 Uhr enden soll. Damit droht eine zweite mögliche Unterbrechung, falls der Streit um die Bezahlung ungelöst bleibt.

Die Ankündigung vom 19. Oktober bestätigt die geplanten Arbeitskampfmaßnahmen und die betrieblichen Warnungen der Gewerkschaft. Sie bestätigt nicht, dass einer der beiden Streiks tatsächlich stattfand oder dass anschließend eine Plattform oder Pipeline abgeschaltet wurde.

Fazit

Als nächster Schritt sind vor dem für den 21. Oktober geplanten Streik Gespräche unter Vermittlung von Acas vorgesehen. Ihr Ausgang wird darüber entscheiden, ob der erste geplante Ausstand abgewendet werden kann; die mögliche Störung der überregionalen Pipelineversorgung bleibt eine bedingte Warnung der Gewerkschaft.

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