Modal berichtete am 19. Oktober 2026, dass frühe Tests der Nvidia Vera CPU bei Sandbox-Workloads für KI-Agenten den doppelten Durchsatz erzielten. Das Cloud-Computing-Startup hat seinen ersten Vera-Server erhalten, doch eine breitere Einführung würde Änderungen an der Infrastruktur erfordern, die ausschließlich auf x86-Prozessoren ausgelegt ist.

Wichtige Erkenntnisse

  • Interne Benchmarks von Modal zeigten bei gleichzeitigen Sandbox-Workloads eine Verdopplung des Durchsatzes.
  • Bei einzelnen Aufgaben auf einem ansonsten nicht ausgelasteten Server fielen die Vorteile geringer und weniger konsistent aus.
  • Die Unterstützung des Arm-kompatiblen Prozessors würde Änderungen an der Infrastruktur und am Erstellen von Images erfordern.

Inhaltsverzeichnis

Nvidia-Vera-CPU-Ergebnisse sprechen für stark ausgelastete Sandbox-Server

Modals Ankündigung zum Vera-Sandbox-Benchmark beschreibt einen Server, der bereits im Büro des Unternehmens in San Francisco läuft, sowie einen ersten Leistungsnachweis für die Aufnahme des Prozessors in Modal Sandboxes. Damit wird ein anfänglicher Test belegt, nicht jedoch eine abgeschlossene Abkehr von Intel- und AMD-Prozessoren.

Der Unterschied zwischen Durchsatz und Aufgabengeschwindigkeit ist wichtig. Der Durchsatz misst, wie viele Aufgaben ein System in einem bestimmten Zeitraum abschließt; die Latenz misst, wie lange eine einzelne Aufgabe dauert. Modal stellte fest, dass Vera bei sequenziellen Tests in seiner Benchmark-Suite häufig besser abschnitt, jedoch nicht immer und nicht mit besonders großem Abstand.

Der deutlichere Vorteil zeigte sich, wenn viele Container gleichzeitig um Rechenressourcen konkurrierten. Modal meldete einen doppelt so hohen Durchsatz. Das Ergebnis ist daher für stark gemeinsam genutzte Sandbox-Server relevant und kein Beleg dafür, dass jede Anwendung doppelt so schnell laufen würde.

ElementDetails
Benchmark-Suite50 Oracle-Lösungen und Verifikatoren für Terminal-Bench.
Vorbereitung der ContainerDie Workloads wurden in gleichzeitig laufenden Docker-Containern vorgewärmt.
DurchsatzverfahrenDie Parallelität der Container wurde erhöht, während die Aufgabenabschlüsse innerhalb eines festen Zeitraums gezählt wurden.
Bedingungen der sequenziellen TestsDie Aufgaben wurden nacheinander auf einem nicht ausgelasteten Rechner ausgeführt.

Warum gleichzeitige Workloads den Vergleich verändern

Modal zufolge können Sandbox-Hosts Hunderte Container und virtuelle Maschinen gleichzeitig ausführen. Ihr Ressourcenbedarf ist unvorhersehbar: Ein KI-Agent wartet möglicherweise eine Zeit lang auf ein Sprachmodell und benötigt dann plötzlich deutlich mehr CPU-Kapazität, um Software zu installieren oder Dateien zu durchsuchen.

Diese Schwankungen können zu Ressourcenkonflikten führen, bei denen sich die Workload eines Kunden auf die Leistung eines anderen auswirkt. Modal ermöglicht es Workloads, die reservierte Kapazität vorübergehend zu überschreiten. Deshalb ist die Leistung bei hoher gemeinsamer Auslastung ein wichtiger Bestandteil der Hardwarebewertung.

Der Agentless Agent Bench von Modal isoliert CPU-Aufgaben wie Kompilieren, Dateisuche, Git-Vorgänge und Geräteemulation. Durch das Entfernen von Netzwerkaufrufen konzentriert sich der Test auf die Ausführung durch den Prozessor und nicht auf die gesamte Zeit, die ein KI-Agent für die Erledigung einer realen Aufgabe benötigt.

Die Arm-Unterstützung bleibt eine Integrationsaufgabe

Vera ist eine Arm-kompatible CPU, die für Nvidias Vera-Rubin-GPU-Plattform entwickelt wurde und auch als eigenständiger CPU-Server angeboten wird. Für Modal würde ihr Einsatz nach einer bisher ausschließlich auf x86-Rechnern basierenden Betriebsweise den Wechsel zu einer anderen Prozessorarchitektur bedeuten.

Modal zufolge wären für die Unterstützung von Arm Änderungen an der Infrastruktur und am Image-Build-System erforderlich. Der Benchmark weist daher auf einen möglichen betrieblichen Vorteil hin, nicht auf einen abgeschlossenen Plattformwechsel oder eine gemessene finanzielle Rendite.

Fazit

Der nächste Umsetzungsschritt besteht darin, Modals Infrastruktur und Image-Build-System an Arm anzupassen. Die frühen Ergebnisse sprechen für diese Arbeiten; ob es zu einer breiteren Einführung und Leistungsverbesserungen im realen Betrieb kommt, muss sich jedoch noch zeigen.

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