Der Gewinn von CMC stieg im Geschäftsjahr zum 31. August 2026 deutlich: Der Nettogewinn erreichte 655,8 Millionen US-Dollar, und der Nettoumsatz erhöhte sich von 7,8 Milliarden auf 9,39 Milliarden US-Dollar. Commercial Metals Company gab die Ergebnisse am 15. Oktober bekannt und reichte ihren Jahresbericht am 16. Oktober ein. Eine stärkere Entwicklung im nordamerikanischen Stahlgeschäft und die übernommenen Fertigteilaktivitäten trugen zur Verbesserung bei, obwohl die Schwäche im Wohnungsbau das Fertigteilgeschäft gegen Jahresende belastete.

Die wichtigsten Punkte

  • Der Jahresüberschuss stieg im Gesamtjahr von 84,7 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2025 auf 655,8 Millionen US-Dollar.
  • Die Stahlmargen verbesserten sich im vierten Quartal, während der Gewinn im Fertigteilgeschäft unter den Erwartungen des Managements lag.
  • Die Prognose für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 deutet auf eine gemischte Entwicklung der Segmente statt eines einheitlichen sequenziellen Wachstums hin.

Inhaltsverzeichnis

CMC steigert den Gewinn dank höherer operativer Margen

Die Ergebnisveröffentlichung von CMC zum vierten Quartal und Gesamtjahr des Geschäftsjahres 2026 wies einen Anstieg des konsolidierten Core EBITDA auf 1,4 Milliarden US-Dollar aus, gegenüber 837,3 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Die Core-EBITDA-Marge erhöhte sich um 380 Basispunkte auf 14,5 %. Das Core EBITDA ist eine vom Unternehmen definierte Kennzahl und unterscheidet sich vom Jahresüberschuss.

Der Nettogewinn im vierten Quartal belief sich auf 212,5 Millionen US-Dollar beziehungsweise 1,91 US-Dollar je verwässerter Aktie, verglichen mit 151,8 Millionen US-Dollar beziehungsweise 1,35 US-Dollar je Aktie im Vorjahr. CMC erklärte, ein niedrigerer effektiver Steuersatz habe zum Anstieg beigetragen. Der bereinigte Gewinn lag bei 233,6 Millionen US-Dollar beziehungsweise 2,09 US-Dollar je verwässerter Aktie.

Die Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Kosten erhöhten sich im Gesamtjahr von 700 Millionen auf 882 Millionen US-Dollar. Diese Kosten stiegen parallel zum Umsatz, sodass die Kostenkontrolle neben der Verbesserung der Produktionsmargen gesondert zu berücksichtigen ist.

PositionDetails
Barmittel zum 31. August 2026778,9 Millionen US-Dollar, einschließlich Zahlungsmitteläquivalenten und verfügungsbeschränkten Zahlungsmitteln.
Aktienrückkäufe im vierten Quartal383.333 Aktien für 26,7 Millionen US-Dollar erworben.
Verbleibende Rückkaufermächtigung702,1 Millionen US-Dollar zum 31. August 2026.
Beschlossene Quartalsdividende0,20 US-Dollar je Aktie; Stichtag 28. Oktober 2026 und Auszahlung am 11. November 2026.

Nordamerikanischer Stahl führt, doch das Fertigteilgeschäft leidet unter der Schwäche im Wohnungsbau

Die North America Steel Group erzielte im vierten Quartal ein bereinigtes EBITDA von 317,5 Millionen US-Dollar, ein Plus von 32,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Metallmargen – die Differenz zwischen den Verkaufspreisen für Stahl und den Schrottkosten – stiegen um 84 US-Dollar je Tonne auf 652 US-Dollar. Die Auslieferungen von Fertigprodukten nahmen um 5,3 % zu, angeführt von Stabstahl.

Der Umsatz der Construction Solutions Group verdoppelte sich nahezu auf 431,4 Millionen US-Dollar im Quartal, einschließlich der übernommenen Fertigteilaktivitäten. Das Fertigteilgeschäft trug 190,8 Millionen US-Dollar zum Umsatz und 57,0 Millionen US-Dollar zum bereinigten EBITDA bei. Der Gewinn blieb jedoch unter den bisherigen Erwartungen des Managements, da die regionale Schwäche im Wohnungsbau die Absatzmengen verringerte und den Produktmix belastete.

Das bereinigte EBITDA der Europe Steel Group sank von 39,1 Millionen auf 15,6 Millionen US-Dollar. Im Vorjahresquartal war darin eine emissionsbezogene Gutschrift von 30,7 Millionen US-Dollar enthalten, während es im laufenden Zeitraum keine entsprechende Gutschrift gab. Der Rückgang war daher nicht einfach auf schwächere zugrunde liegende Stahlmargen zurückzuführen.

Liquidität und Verschuldung als Bilanzindikatoren

CMC beendete das Geschäftsjahr 2026 mit einer verfügbaren Liquidität von mehr als 2,0 Milliarden US-Dollar. Die um Übernahmen bereinigte Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA lag beim 1,9-Fachen und damit unter dem Unternehmensziel von 2,0. Diese Kennzahl bietet eine separate Einschätzung der Finanzkraft im Vergleich zum Gewinnwachstum des Jahres.

Das Unternehmen setzte zudem die Kapitalrückführung durch Aktienrückkäufe und Dividenden fort. Die verbleibende Rückkaufermächtigung stellt die Möglichkeit künftiger Käufe dar, ist jedoch keine Verpflichtung, den gesamten Betrag auszugeben.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2027 fällt je nach Geschäftsbereich unterschiedlich aus

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet das Management, dass das bereinigte EBITDA der North America Steel Group sequenziell nahezu unverändert bleibt. Bessere Preise dürften höhere Schrottkosten, Anlaufkosten und einen leichten saisonbedingten Rückgang der Auslieferungen weitgehend ausgleichen.

Beim bereinigten EBITDA der Construction Solutions Group wird aufgrund der normalen saisonalen Geschäftsentwicklung ein sequenzieller Rückgang erwartet. Im Gegensatz dazu rechnet CMC mit einem deutlichen sequenziellen Anstieg des bereinigten EBITDA der Europe Steel Group, unterstützt durch verbesserte Betriebsbedingungen und eine erwartete emissionsbezogene Gutschrift. Dabei handelt es sich um Erwartungen des Managements und nicht um bereits erzielte Ergebnisse.

Fazit

CMC geht nach einem stärkeren Jahresgewinn in das Geschäftsjahr 2027. Stahlpreise und die Nachfrage nach Fertigteilen stellen das Unternehmen vor unterschiedliche operative Herausforderungen. Die nächsten bestätigten Termine für Aktionäre sind der 28. Oktober 2026 als Dividendenstichtag und der 11. November als Auszahlungstermin.

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