Apple Tap to Pay steht im Vereinigten Königreich vor einer möglichen Öffnung für mehr Wettbewerb, nachdem die Competition and Markets Authority am 20. Oktober 2026 Pläne veröffentlicht hat, den Zugang zur kontaktlosen iPhone-Technologie auszuweiten. Die Vorschläge würden sowohl technische Beschränkungen als auch kommerzielle Konditionen betreffen, stellen jedoch noch keine endgültigen Anforderungen dar.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die CMA will Unternehmen einen breiteren Zugang zur kontaktlosen iPhone-Technologie ermöglichen.
- Die Regulierungsbehörde erwartet, dass die vorgeschlagenen Preisgrundsätze zu deutlich niedrigeren Zugangsgebühren führen.
- Die Konsultation endet am 17. November 2026; anschließend soll eine endgültige Entscheidung getroffen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Apple-Tap-to-Pay-Vorschläge zielen auf Zugang und Gebühren ab
- Die mögliche Öffnung geht über Zahlungs-Apps hinaus
- Vor einer endgültigen Anforderung findet eine Konsultation statt
- Fazit
Apple-Tap-to-Pay-Vorschläge zielen auf Zugang und Gebühren ab
Die Vorschläge der CMA zum Zugang zur kontaktlosen iPhone-Technologie würden Apple verpflichten, Unternehmen die Wahl zwischen den wichtigsten international verwendeten Standards für kontaktlose Technologie anzubieten. Die Regulierungsbehörde strebt außerdem Konditionen an, die konkurrierenden Diensten die Entwicklung kommerziell tragfähiger Produkte ermöglichen.
Die CMA erklärte, Unternehmen hätten Bedenken geäußert, Apples bestehende NFC-Regelungen (Near Field Communication) könnten aufgrund von Gebühren, belastenden Konditionen und unterschiedlichen technischen Ansätzen in den verschiedenen Märkten kommerziell nicht tragfähig sein.
Die Regulierungsbehörde schlägt nicht vor, die Zugangspreise direkt festzusetzen. Stattdessen hat sie Grundsätze für die Ermittlung der Gebühren vorgeschlagen. Diese dürften den Erwartungen zufolge deutlich unter Apples derzeitigen Gebühren liegen und dem Unternehmen zugleich eine angemessene Vergütung für die Bereitstellung des Zugangs ermöglichen.
| Gegenstand | Details |
|---|---|
| Rechtlicher Rahmen | Vorgeschlagene Verhaltensauflage gemäß dem Digital Markets, Competition and Consumers Act 2024. |
| Derzeitiges technisches Angebot im Vereinigten Königreich | Apple bietet derzeit den Zugriff auf ein Secure Element an, in dem Informationen auf dem Gerät gespeichert werden. |
| Zusätzliche vorgeschlagene Option | Es müsste auch eine hostbasierte Kartenemulation angeboten werden, bei der Daten außerhalb des Geräts gespeichert werden. |
Die mögliche Öffnung geht über Zahlungs-Apps hinaus
Die Technologie unterstützt mehr als nur Zahlungen im Einzelhandel. Die CMA nannte digitale Identitätslösungen, Fahrkarten, Treueprogramme und digitale Schlüssel als mögliche Anwendungsfälle eines breiteren Zugangs.
Für Wettbewerber ist der Unterschied zwischen technischem und kommerziellem Zugang wichtig: Die Erlaubnis, eine Gerätefunktion zu nutzen, macht ein Produkt nicht zwangsläufig tragfähig, wenn die damit verbundenen Gebühren oder Bedingungen ein funktionierendes Geschäftsmodell verhindern.
Die CMA erklärte, dass im Vereinigten Königreich bislang kein Unternehmen ein Wallet-ähnliches Produkt als Konkurrenz zu Apple eingeführt habe – anders als in der EU. Als Beispiel verwies sie auf die Einführung von Vipps und anschließende Alternativen, nachdem Apple dort zugestimmt hatte, NFC-Zugang für Zahlungen bereitzustellen. Dieser Vergleich verdeutlicht die Wettbewerbsbedenken der Regulierungsbehörde, garantiert jedoch kein ähnliches Ergebnis im Vereinigten Königreich.
Vor einer endgültigen Anforderung findet eine Konsultation statt
Die Vorschläge unterliegen weiterhin einer Konsultation und Prüfung. Die CMA erklärte, sie werde nach Prüfung der Stellungnahmen eine endgültige Entscheidung treffen. Die Ankündigung bedeutet daher nicht, dass Apple seine Zugangsregelungen im Vereinigten Königreich sofort ändern muss.
Auch die Erwartung der Regulierungsbehörde hinsichtlich niedrigerer Gebühren ist ein vorgeschlagenes Ergebnis und keine angekündigte Senkung der Gebühren von Apple.
Fazit
Der nächste bestätigte Meilenstein ist der Ablauf der Konsultationsfrist am 17. November 2026. Der endgültige Umfang etwaiger Zugangsauflagen hängt von der Prüfung der Stellungnahmen durch die CMA ab.
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