Die Regulierung von Microsoft in Großbritannien ist am 16. Oktober 2026 einer erweiterten Aufsicht einen Schritt näher gekommen: Die Competition and Markets Authority schlug vor, das Unternehmen in seinem Ökosystem für Unternehmenssoftware als strategisch bedeutend einzustufen. Die Bewertung ist weiterhin vorläufig. Öffentliche Stellungnahmen können bis zum 13. November eingereicht werden; eine endgültige Entscheidung ist bis zum 13. Februar 2027 vorgesehen.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die CMA hat den Status als strategisch bedeutendes Unternehmen vorgeschlagen, aber noch keine endgültige Einstufung vorgenommen.
  • Ein separater Fahrplan nennt Bereiche, in denen weitere Belege gesammelt und mögliche Maßnahmen geprüft werden sollen.
  • Microsoft hat bestätigt, dass Vertraulichkeitsbestimmungen die Beteiligten nicht daran hindern werden, sich an der Konsultation zu beteiligen.

Inhaltsverzeichnis

Der Vorschlag zur Regulierung von Microsoft ist keine endgültige Entscheidung

Die Aktualisierung der Untersuchung des Ökosystems für Unternehmenssoftware durch die CMA hält ihren Vorschlag fest, Microsoft als strategisch bedeutendes Unternehmen einzustufen. Nach vorläufiger Einschätzung der Aufsichtsbehörde erfüllt das Unternehmen in seinem Ökosystem für Unternehmenssoftware die gesetzlichen Voraussetzungen für eine solche Einstufung.

Diese Unterscheidung ist wichtig: Mit der Ankündigung vom Oktober wird eine Konsultation zum Regulierungsstatus von Microsoft eröffnet, statt ein fertiges Maßnahmenpaket aufzuerlegen. Die Untersuchung begann am 14. Mai 2026.

Zusammen mit dem Einstufungsvorschlag veröffentlichte die CMA einen vorläufigen Fahrplan zur Förderung des Wettbewerbs bei Unternehmenssoftware. Darin werden Bereiche genannt, in denen die Aufsichtsbehörde weitere Belege sammeln und mögliche Maßnahmen prüfen will, falls Microsoft eingestuft wird. Diese möglichen Maßnahmen sind weiterhin an Bedingungen geknüpft und stellen keine endgültig festgelegten Auflagen dar.

AngabeDetails
Untersuchung eingeleitet14. Mai 2026
Vorschlag veröffentlicht16. Oktober 2026
Frist für die Konsultation13. November 2026, 17:00 Uhr
Frist für die endgültige Entscheidung13. Februar 2027

Konsultation bittet Kunden und Wettbewerber um Belege

Interessierte Parteien können bis zum 13. November 2026, 17:00 Uhr, Stellungnahmen zum Entscheidungsvorschlag einreichen. Die CMA bittet außerdem bis zum 13. November um Kommentare zu ihrem Fahrplan. Damit können sich die Beteiligten sowohl zur Einstufung als auch zu möglichen Folgemaßnahmen äußern.

Nach Angaben der Aufsichtsbehörde sollte eine Geheimhaltungsvereinbarung mit Microsoft eine Partei nicht daran hindern, Stellung zu nehmen. Microsoft hat bestätigt, dass das Unternehmen Vertraulichkeitsbestimmungen nicht dazu nutzen wird, eine Beteiligung zu blockieren.

Die Stellungnehmenden müssen vertrauliche Informationen dennoch kennzeichnen und eine nicht vertrauliche, zur Veröffentlichung geeignete Fassung vorlegen. So können Unternehmen Belege beisteuern und zugleich wirtschaftlich sensible Informationen kenntlich machen, darunter Informationen, die gegenüber Microsoft oder Dritten vertraulich sind.

Fazit

Der nächste bestätigte Meilenstein ist der Ablauf der Konsultationsfrist am 13. November 2026. Anschließend muss die CMA bis zum 13. Februar 2027 entscheiden, ob Microsoft eingestuft wird. Der Vorschlag nimmt das Ergebnis nicht vorweg und begründet keine endgültigen Beschränkungen.

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