US-Aktien-Futures deuteten am 16. Oktober 2026 auf einen nahezu unveränderten Handelsstart hin. Vorausgegangen waren zwei volatile Sitzungen, zu denen ein Ausverkauf bei Technologiewerten und eine kräftige Erholung gehörten. Nachdem die Import- und Exportpreise im September stärker gestiegen waren als von Ökonomen erwartet, bewegten sich die Futures kaum; damit fehlte der Wall Street eine klare Richtung vor Handelsbeginn.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die nahezu unveränderten Futures folgten auf eine Trendwende am Donnerstag, die den Dow auf den höchsten Schlussstand seit einem Monat hob.
  • Die Import- und Exportpreise stiegen im September stärker als erwartet, nachdem die Erzeugerpreisinflation kräftig ausgefallen war.
  • Die Industrieproduktion war die nächste anstehende Veröffentlichung US-amerikanischer Wirtschaftsdaten und sollte um 9:15 Uhr ET erfolgen.

Inhaltsverzeichnis

US-Aktien-Futures legen nach der Trendwende am Donnerstag eine Pause ein

Der verhaltene vorbörsliche Ausblick folgte auf eine Erholung am Donnerstag, dem 15. Oktober. Alle drei großen Indizes schlossen nach anfänglichen Verlusten höher, wobei der Dow Jones Industrial Average den technologielastigen Nasdaq Composite deutlich übertraf.

Der Nasdaq erreichte kurzzeitig den niedrigsten Stand im Tagesverlauf seit fast einem Monat, bevor er sich erholte und mit einem kleinen Plus schloss. Nike, Salesforce und Home Depot trugen dazu bei, den Dow auf den höchsten Schlussstand seit einem Monat zu heben.

Die Erholung fiel mit einem starken Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen zusammen; die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Anleihe erreichte ein Dreiwochentief. Die Branchenentwicklung blieb uneinheitlich: Gold-, Airline- und Wohnungsbauaktien erholten sich kräftig, während der NYSE Arca Computer Hardware Index um 2,5 % nachgab.

Die nahezu unveränderten Futures am Freitag signalisierten somit eine Pause nach der Trendwende, nicht aber eine Bestätigung dafür, dass die Schwäche bei Technologiewerten beendet war. Die vorbörslichen Indikationen ließen zudem nicht erkennen, auf welchem Stand die Kassamarktindizes die Sitzung beenden würden.

PositionDetails
Dow Jones Industrial AverageSchlussstand am 15. Oktober: 52.177,69 Punkte, plus 556,21 Punkte beziehungsweise 1,1 %.
S&P 500Schlussstand am 15. Oktober: 7.744,06 Punkte, plus 25,12 Punkte beziehungsweise 0,3 %.
Nasdaq CompositeSchlussstand am 15. Oktober: 26.713,03 Punkte, plus 20,16 Punkte beziehungsweise 0,1 %.

Inflation der Handelsgüterpreise verstärkt den Eindruck eines kräftigen Erzeugerpreisanstiegs

Die Veröffentlichung der Import- und Exportpreise für September des Bureau of Labor Statistics zeigte, dass die Importpreise gegenüber August um 1,1 % und die Exportpreise um 2,2 % gestiegen waren. Beide Zuwächse beschleunigten sich gegenüber den revidierten Augustwerten von 0,5 % beziehungsweise 1,2 %.

Ökonomen hatten für September geringere Anstiege von 0,6 % bei den Importen und 0,9 % bei den Exporten erwartet. Die amtliche Aufschlüsselung zeigte, dass sowohl Kraftstoff- als auch Nicht-Kraftstoffimporte zum Anstieg der Importpreise beitrugen; der Anstieg beschränkte sich also nicht auf Energie.

Die Zahlen folgten auf die am Donnerstag veröffentlichten Erzeugerpreise. Demnach stieg der Index der Endnachfrage im September um 1,3 % und in den vorangegangenen zwölf Monaten um 6,3 %. Der monatliche Anstieg übertraf die Prognose der Ökonomen von 0,5 %.

Trotz dieser Inflationsdaten deutete das FedWatch Tool der CME Group weiterhin darauf hin, dass die Federal Reserve die Zinssätze Ende Oktober wahrscheinlich unverändert lassen würde. Dabei handelte es sich um eine vom Markt eingepreiste Erwartung, nicht um einen geldpolitischen Beschluss.

Kursgewinne im Ausland stehen einer ruhigen Indikation aus den USA gegenüber

Mehrere große asiatische Märkte schlossen am Freitag höher. Der japanische Nikkei 225 stieg um 1,4 % und beendete damit eine sechstägige Verlustserie, während der südkoreanische Kospi nach sieben Sitzungen mit Verlusten um 2,1 % zulegte. Der australische S&P/ASX 200 gewann 1 % und erreichte den höchsten Stand seit fünf Wochen.

Auch der vorbörsliche Überblick zeigte, dass die europäischen Märkte überwiegend fester notierten. Der deutsche DAX legte um 0,9 % zu und der französische CAC 40 um 0,3 %, während der britische FTSE 100 leicht nachgab.

Die Rohstoffpreise entwickelten sich uneinheitlich. Rohöl-Futures fielen nach dem Anstieg am Donnerstag um 0,51 $ auf 97,46 $ je Barrel, während Gold-Futures um 28,40 $ auf 4.198,50 $ je Feinunze stiegen.

Fazit

Der nächste anstehende Prüfstein war die Veröffentlichung der US-Industrieproduktion für September durch die Federal Reserve, angesetzt für den 16. Oktober um 9:15 Uhr ET. Ökonomen erwarteten nach einer im August unveränderten Produktion einen Anstieg um 0,4 %; zum Zeitpunkt des vorbörslichen Überblicks stand eine Bestätigung dieser Prognose noch aus.

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