Die Wipro-Aktie stieg an der BSE am 16. Oktober 2026 um bis zu 2,3 % auf 178 Rs, nachdem das IT-Dienstleistungsunternehmen höhere Umsätze im zweiten Quartal, aber einen niedrigeren Nettogewinn gemeldet hatte. Der Ausblick für das Dezemberquartal blieb verhalten. Dadurch waren sich die Broker uneinig, ob die Verbesserung der Margen die schwache Auftragseingangsleistung aufwog.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Der Bruttoumsatz stieg im Jahresvergleich um 9,1 %, während der Nettogewinn um 1,9 % zurückging.
  • Die Prognose für das Dezemberquartal reicht von einem Umsatzrückgang von 1,5 % bis zu einem Wachstum von 0,5 % auf Basis konstanter Wechselkurse.
  • Nomura hielt an seiner Kaufempfehlung fest, während Goldman Sachs und Emkay vorsichtig blieben.

Inhaltsverzeichnis

Wipro-Aktie steigt trotz gemischter Geschäftszahlen

Wipros Einreichung der Finanzergebnisse für das Septemberquartal bestätigt, dass der Vorstand am 15. Oktober die geprüften Einzel- und Konzernergebnisse für das am 30. September 2026 beendete Quartal und Halbjahr genehmigt hat. Der Kursanstieg am folgenden Morgen war eine Bewegung im Tagesverlauf und keine bestätigte Rendite zum Börsenschluss.

Der Bruttoumsatz erreichte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 24.752,7 Crore Rs und stieg damit um 9,1 % gegenüber dem Vorjahr sowie um 1,1 % gegenüber dem Vorquartal. Der Nettogewinn entwickelte sich entgegengesetzt und sank im Jahresvergleich um 1,9 % auf 3.201 Crore Rs.

Das IT-Services-Segment wies eine andere Umsatzentwicklung auf als der in Rupien ausgewiesene Bruttoumsatz des Konzerns. Der Segmentumsatz ging gegenüber dem Vorquartal um 0,1 % auf 2,61 Milliarden US-Dollar zurück, während sich die operative Marge um 50 Basispunkte auf 16,5 % verbesserte. Die Kennzahlen beziehen sich auf unterschiedliche Bereiche und Währungen und sollten nicht als gleichwertige Wachstumsmaße betrachtet werden.

PositionEinzelheiten
NomuraKaufempfehlung bestätigt; Kursziel auf 200 Rs angehoben.
Goldman SachsVerkaufsempfehlung bestätigt; in den verfügbaren Unterlagen wurde kein Kursziel angegeben.
Emkay„Reduce“-Einstufung bestätigt; Kursziel von 170 Rs auf Basis des 12-Fachen des geschätzten EPS für September 2028.

Verzögerte Abschlüsse lassen Wachstum im Dezemberquartal unsicher erscheinen

Wipro erwartet für das dritte Quartal ein Umsatzwachstum von minus 1,5 % bis plus 0,5 % gegenüber dem Vorquartal auf Basis konstanter Wechselkurse. Diese Spanne lässt sowohl einen weiteren Rückgang als auch ein moderates Wachstum zu; es handelt sich um eine Prognose des Managements und nicht um ein bereits erzieltes Ergebnis.

Im Septemberquartal schloss das Unternehmen neun große Aufträge ab, darunter Neugeschäft und Erweiterungen bei Bestandskunden. Das Management räumte ein, dass die Zahl der Abschlüsse großer Aufträge unter den Erwartungen lag, weil Verzögerungen beim Papierkram dazu führten, dass einige bestätigte Aufträge ins dritte Quartal verschoben wurden.

Das Management zeigte sich weiterhin zuversichtlich, dass diese Aufträge abgeschlossen würden, und rechnete im Dezemberquartal mit einer starken Pipeline. Wipro erklärte außerdem, dass das Unternehmen im Laufe der Zeit wieder seine angestrebte operative Margenspanne von 17 % bis 17,5 % erreichen wolle, nannte dafür aber keinen Zeitrahmen.

Brokerhäuser uneinig über Margen und Auftragsvisibilität

Nomura erklärte, der Quartalsumsatz habe die eigene Schätzung leicht übertroffen, während die Margen den Erwartungen entsprochen hätten. Das Unternehmen erhöhte sein Kursziel und prognostizierte ein Umsatzwachstum in US-Dollar von minus 0,5 % im Geschäftsjahr 2027 und 1,7 % im Geschäftsjahr 2028. Dies zeigt, dass die positive Einschätzung der Aktie nicht von einer sofortigen Rückkehr zu starkem Wachstum abhängt.

Goldman Sachs erklärte, Umsatzwachstum und Margen hätten die eigenen Erwartungen übertroffen, verwies jedoch auf einen Rückgang der Auftragseingänge um 26 % im Jahresvergleich auf rollierender Zwölfmonatsbasis. Nach Einschätzung des Hauses ließ dies trotz einer geringfügigen Anhebung der Gewinnschätzungen nur eine begrenzte Sichtbarkeit des Umsatzwachstums zu.

Emkay bezeichnete die operative Leistung als stabil, verwies jedoch auf einen schwachen Auftragseingang und verhaltene Aktivitäten in den Bereichen Gesundheitswesen sowie Technologie und Kommunikation. Das Brokerhaus senkte seine EPS-Schätzungen für die Geschäftsjahre 2027 bis 2029 um 0,4 % bis 1,3 %. Die Empfehlungen und Kursziele der Brokerhäuser sind Einschätzungen von Analysten und keine Unternehmensprognosen.

Fazit

Im Blickpunkt steht als nächster Berichtszeitraum das Dezemberquartal, in dem das Management mit dem Abschluss verzögerter Aufträge rechnet. Die tatsächlichen Auftragsabschlüsse und die Umsatzentwicklung im Vergleich zur veröffentlichten Prognose werden zeigen, ob die höhere Marge mit einer Verbesserung der Geschäftsdynamik einhergeht.

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