Der Gewinn von PG&E sank im dritten Quartal 2026, doch das Unternehmen bekräftigte am 22. Oktober seine Prognose für den bereinigten Kerngewinn (Non-GAAP) für das Gesamtjahr 2026 und 2027. Der bereinigte Kerngewinn je Aktie ging im Quartal von 0,50 $ im Vorjahreszeitraum auf 0,41 $ zurück. Das Management erklärte zugleich, man liege weiterhin im Plan, das Ziel einer Senkung der Betriebs- und Instandhaltungskosten ohne Brennstoffkosten um 2–4 % zu erreichen.

Die wichtigsten Punkte

  • PG&E hielt an seiner Prognose für den bereinigten Kerngewinn je Aktie von 1,64–1,66 $ für 2026 und 1,78–1,82 $ für 2027 fest.
  • Der den Stammaktionären zurechenbare Gewinn sank im dritten Quartal von 823 Mio. $ auf 749 Mio. $.
  • Das Unternehmen setzt eine zuvor angekündigte Kürzung seines Investitionsplans für 2027 um 2 Mrd. $ um.

Inhaltsverzeichnis

PG&E hält an Gewinnprognose trotz schwächerem Quartal fest

Die Bekanntgabe der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 von PG&E ließ beide jährlichen Prognosen für den bereinigten Kerngewinn unverändert. Das Management erwartet, dass Renditen aus Investitionen in das Kundenkapital, Kosteneinsparungen und weitere gewinnrelevante Faktoren die Ergebnisse stützen werden; dem stehen Kosten wie nicht umlegbare Nettozinsaufwendungen gegenüber.

Die Prognose basiert auf dem bereinigten Kerngewinn je Aktie nach Non-GAAP und nicht auf dem ausgewiesenen GAAP-Gewinn. PG&E schließt Posten aus, die das Unternehmen als nicht repräsentativ für die laufende Geschäftsentwicklung betrachtet. Eine Überleitung auf den zukunftsgerichteten GAAP-Gewinn könne das Unternehmen ohne unverhältnismäßigen Aufwand nicht vorlegen, da bestimmte potenziell erhebliche Kosten schwer zu schätzen seien.

Das schwächere dritte Quartal steht höheren Gewinnen in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 gegenüber. Sowohl der ausgewiesene Gewinn je Aktie als auch der bereinigte Kerngewinn je Aktie lagen in diesem längeren Zeitraum weiterhin über den Vorjahreswerten.

PostenAngaben
GAAP-Gewinn je Aktie der ersten neun Monate1,06 $ im Jahr 2026 gegenüber 0,89 $ im Jahr 2025.
Bereinigter Kerngewinn je Aktie (Non-GAAP) der ersten neun Monate1,24 $ im Jahr 2026 gegenüber 1,14 $ im Jahr 2025.
Umsatzerlöse der ersten neun Monate18,971 Mrd. $ im Jahr 2026 gegenüber 18,131 Mrd. $ im Jahr 2025.

Niedrigere Renditen und Steuervergleich belasten Quartalsgewinn

Der den Stammaktionären zurechenbare Gewinn belief sich im dritten Quartal auf 749 Mio. $ beziehungsweise 0,34 $ je verwässerter Aktie, verglichen mit 823 Mio. $ beziehungsweise 0,37 $ je verwässerter Aktie im Jahr 2025. Der bereinigte Kerngewinn (Non-GAAP) sank von 1,142 Mrd. $ auf 928 Mio. $.

PG&E führte den Rückgang des GAAP-Gewinns vor allem auf eine niedrigere Eigenkapitalrendite zurück, die 2026 von der California Public Utilities Commission zugrunde gelegt wurde, auf den Vergleich mit einmaligen Nachholeffekten aus der Steuermethodik im Jahr 2025 sowie auf höhere Aufwendungen für den Wildfire Fund. Gewinne auf einer höheren regulierten Kapitalbasis und Nettoeinsparungen bei Betriebs- und Instandhaltungskosten glichen diese Belastungen teilweise aus.

Das Unternehmen erklärte, ähnliche Faktoren hätten sich auch auf den bereinigten Kerngewinn ausgewirkt, mit Ausnahme der Aufwendungen für den Wildfire Fund. Der Quartalsumsatz ging um 1,0 % auf 6,188 Mrd. $ zurück, verglichen mit 6,250 Mrd. $.

Die PG&E-Aktien lagen am 22. Oktober im vorbörslichen Handel 0,68 % im Minus bei 13,08 $. Dabei handelte es sich um einen frühen Handelsstand und nicht um einen Schlusskurs.

Kosteneinsparungen und Änderungen am Investitionsplan laufen weiter

Das Management erklärte, das Ziel einer Senkung der Betriebs- und Instandhaltungskosten ohne Brennstoffkosten um 2–4 % liege weiterhin im Plan. Dabei handelt es sich um eine angestrebte Senkung und nicht um die Aussage, dass die gesamten Einsparungen bereits erzielt wurden.

PG&E setzt außerdem die zuvor angekündigte Kürzung des Investitionsplans für 2027 um 2 Mrd. $ um. Die strategische Überprüfung schreitet mit dem erklärten Ziel voran, ein finanziell starkes Unternehmen mit Investment-Grade-Rating zu werden; die Mitteilung stellte jedoch kein abgeschlossenes Ergebnis dar.

Fazit

PG&E hielt trotz des Rückgangs im Quartal an seiner jährlichen Prognose für den bereinigten Kerngewinn fest. Als nächster Termin steht die für den 22. Oktober um 11 Uhr Eastern Time angesetzte Telefonkonferenz zu den Ergebnissen an. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Kosteneinsparungen, Investitionsausgaben und die strategische Überprüfung.

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