Google-Cloud-A5X-Instanzen auf Basis von NVIDIA Vera Rubin sollen im November 2026 allgemein verfügbar sein, teilte NVIDIA in einem Bericht vom 21. Oktober mit. Google Cloud plant außerdem, die Verfügbarkeit auf Europa auszuweiten und seine Vera-Rubin-Infrastruktur an mehreren Standorten auf bis zu 960.000 Rubin-GPUs auszubauen.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die allgemeine Verfügbarkeit von A5X ist für den kommenden Monat vorgesehen; die Ausweitung auf Europa und der Einsatz von bis zu 960.000 GPUs sind weiterhin geplant.
  • Ineffable Intelligence war der erste A5X-Kunde und nutzt die Plattform für Reinforcement Learning im großen Maßstab.
  • WPP präsentierte Creative Agents auf A5X. Einige erste Test-Workloads ließen sich auf einer einzelnen Instanz statt auf einem Cluster mit mehreren Knoten ausführen.

Inhaltsverzeichnis

Was Google Cloud A5X vereint

A5X kombiniert NVIDIA-Vera-Rubin-NVL72-Systeme, NVIDIA-ConnectX-9-SuperNICs, das Virgo-Netzwerk von Google Cloud und dessen fortschrittliche Flüssigkühlungstechnologie der vierten Generation. Die Instanzen sollen Training, Inferenz und Reinforcement Learning im großen Maßstab unterstützen.

Mit dem Einsatz wird Vera Rubin in den AI Hypercomputer von Google Cloud integriert und Rechenleistung, Netzwerktechnik sowie Speicher werden zusammengeführt. NVIDIA zufolge unterstützt das System den wiederholten Zyklus aus dem Generieren von Erfahrungen, der Bewertung von Ergebnissen und der Aktualisierung von Modellen, den Reinforcement Learning erfordert.

Der Bericht nennt weder einen Zeitplan für das Erreichen der geplanten Höchstzahl von 960.000 GPUs noch für die Ausweitung der Verfügbarkeit auf Europa.

Ineffable setzt zuerst auf Reinforcement Learning

Das in London ansässige Unternehmen Ineffable Intelligence, gegründet von David Silver, dem Schöpfer von AlphaGo, war der erste Kunde mit Zugang zu A5X. Es nutzt die Infrastruktur, um Systeme zu entwickeln, die kontinuierlich aus Erfahrungen lernen.

Silver, Gründer und CEO von Ineffable, erklärte, die Forschung erfordere erhebliche Rechenkapazitäten und eine enge Verbindung zwischen der Generierung von Erfahrungen und dem Training. Er verwies auf die Vernetzung zwischen der Vera-CPU und den Rubin-GPUs sowie zwischen den GPUs innerhalb eines Racks, die es dem Unternehmen ermögliche, seine Reinforcement-Learning-Forschung auszuweiten.

WPP testet mehrstufige Creative Agents

WPP präsentierte seine Referenzarchitektur für Creative Agents auf A5X mit NVIDIA-Nemotron-Modellen und NVIDIA OpenShell. Die Agents wandeln Anfragen in natürlicher Sprache in Arbeitsabläufe um, darunter Videogenerierung, Upscaling und Restyling. Vor der Ausführung ist eine Freigabe durch einen Menschen erforderlich.

OpenShell stellt kontrollierte Ausführungs-Sandboxes bereit, um den Zugriff auf sensible Markenressourcen und Kreativwerkzeuge zu steuern. Bei den ersten Tests von WPP liefen Workloads, für die üblicherweise ein Cluster mit mehreren Knoten erforderlich war, auf einer einzelnen A5X-Instanz. Der Bericht enthält keine weitergehenden Benchmark-Ergebnisse.

Optimierung des Energieverbrauchs noch in der Erprobung

Google Cloud und NVIDIA prüfen außerdem die NVIDIA-DSX-MaxLPS-Funktionen für die Vera-Rubin-Infrastruktur. Ziel der Arbeit ist es, die Leistung pro Watt zu verbessern und die Kapazität innerhalb der bestehenden Strombudgets von Rechenzentren zu erhöhen. Der Bericht vermeldet weder einen abgeschlossenen Einsatz noch quantifizierte Effizienzsteigerungen.

Fazit

Der nächste Meilenstein ist die allgemeine Verfügbarkeit von A5X im November. Erste Kundenprojekte zeigen Einsatzmöglichkeiten für Reinforcement Learning und Creative Agents. Die Ausweitung auf Europa, der umfangreichere GPU-Ausbau und die Arbeiten zur Optimierung des Energieverbrauchs sind jedoch weiterhin geplant oder befinden sich noch in der Erprobung.

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