Die Galp-Aktien fielen am 26. Oktober 2026 auf 20,99 €, nachdem der Energiekonzern mitgeteilt hatte, dass die Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss der Downstream-Aktivitäten mit Moeve ohne Einigung beendet worden waren. Der Rückgang erfolgte trotz eines höheren Gewinns im dritten Quartal und einer Anhebung der Prognose für das bereinigte Jahresergebnis von Galp.
Galp-Aktien geben nach Scheitern des Downstream-Deals nach
Galps Ankündigung, die Verhandlungen mit Moeve zu beenden, folgt auf eine am 8. Januar 2026 bekannt gegebene unverbindliche Vereinbarung zwischen Galp und den Anteilseignern von Moeve, Mubadala Investment Company und The Carlyle Group. Die geplante Transaktion betraf Downstream-Aktivitäten und nicht einen Zusammenschluss sämtlicher Geschäftsbereiche der Unternehmen.
Die Vorsitzende von Galp, Paula Amorim, erklärte, die Parteien hätten die für eine dauerhafte Partnerschaft erforderliche kommerzielle Abstimmung nicht erreichen können. Galp sieht zwar weiterhin einen strategischen Grund für eine Konsolidierung im Downstream-Bereich, doch die Verhandlungen führten zu keiner Einigung.
Das Unternehmen erklärte, das Ergebnis habe keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb und ändere weder die Investitionsgrundlage noch die Prioritäten bei der Kapitalallokation. Galp wolle seine kommerziellen und industriellen Aktivitäten weiter umgestalten und die Optimierung des Portfolios durch strategische Partnerschaften vorantreiben.
Höherer Gewinn und angehobene Prognose bilden einen Kontrast
Galp meldete für das dritte Quartal einen Nettogewinn von 682 Millionen €, verglichen mit 407 Millionen € ein Jahr zuvor. Zudem hob das Unternehmen seine Jahresprognose für das bereinigte EBITDA von 4 Milliarden € auf rund 5 Milliarden € an. Gründe dafür waren höhere Öl- und Gaspreise, stärkere Raffineriemargen und eine gestiegene Kohlenwasserstoffproduktion.
Das Unternehmen erhöhte seine jährliche Annahme für den Brent-Rohölpreis von 80 $ auf 90 $ je Barrel und hob seine Erwartungen für die Raffineriemargen an. Diese Annahmen bilden die Grundlage für den Ausblick des Managements; sie sind keine tatsächlich erzielten Ganzjahresergebnisse.
Trotz des Rückgangs am 26. Oktober lag die Galp-Aktie seit Jahresbeginn weiterhin 44 % im Plus. Die Kursbewegung stand somit sowohl im Gegensatz zum stärkeren Quartalsgewinn als auch zur angehobenen Jahresprognose, ohne eine einzelne Ursache für die Verkäufe zu belegen.
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