Die US-Inflation übersteigt vor den Zwischenwahlen 2026 das Wachstum der Stundenlöhne. Damit bleiben die Kosten für Haushalte trotz niedriger Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum eine Herausforderung für Präsident Donald Trump.

Die wichtigsten Punkte

  • Die Verbraucherpreise stiegen im vergangenen Jahr um 3,7 %, während die durchschnittlichen Stundenlöhne um 3 % zunahmen.
  • Die Arbeitslosenquote lag bei 4,2 %, das Wirtschaftswachstum wurde mit 2,2 % angegeben.
  • Trump hat eine Obergrenze für Kreditkartenzinsen vorgeschlagen und eine bedingte Zahlung von 5.000 US-Dollar an Erwachsene ins Spiel gebracht.

US-Inflation und Kaufkraft der Haushalte

Der letzte Inflationsbericht vor den Zwischenwahlen zeigte, dass die Preise weiter stiegen. Da die durchschnittlichen Stundenlöhne im vergangenen Jahr langsamer zunahmen als die Verbraucherpreise, konnten die Lohnzuwächse mit dem allgemeinen Preisanstieg nicht vollständig Schritt halten.

Eine niedrigere Inflationsrate bedeutet, dass die Preise langsamer steigen, nicht zwangsläufig, dass sie wieder auf frühere Niveaus zurückgehen. Die demokratische Meinungsforscherin Celinda Lake, die Joe Bidens Wahlkampf 2020 beriet, sagt, dass dieser Unterschied die Einschätzungen von Ökonomen von den Erfahrungen der Wähler trennen kann.

Wachstum und Preise senden widersprüchliche Signale

Zu den vor der Wahl angeführten Kennzahlen zählen ein Wirtschaftswachstum von 2,2 % und eine Arbeitslosenquote von 4,2 %. Auch der Aktienmarkt liegt nahe an Rekordständen. Das Weiße Haus verweist auf Wachstum, Investitionen und die Marktentwicklung als Beleg dafür, dass seine Politik wirkt.

Umfragen zeigen weiterhin, dass die Wähler Trumps Umgang mit der Wirtschaft schlecht bewerten. Biden stand 2024 vor einer ähnlichen Diskrepanz: Seine Regierung hob die niedrige Arbeitslosigkeit und die sinkende Inflation hervor, während sich viele Wähler weiterhin auf die gestiegenen Preise des täglichen Bedarfs konzentrierten.

Zölle und die Vorschläge der Regierung

Einige Ökonomen führen einen Teil des aktuellen Preisdrucks auf Zölle und die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und Iran zurück. Eine Studie der Federal Reserve Bank of New York ergab, dass Trumps Zölle die Preise für Konsumgüter um etwa 2,9 % erhöhten. Auch die Ölpreise stiegen während des Konflikts und trieben die Benzinkosten in die Höhe.

Das Weiße Haus verweist auf Steuersenkungen, Beschäftigungswachstum und niedrigere Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente als Beleg für seine Unterstützung von Familien. Trump hat eine Obergrenze für Kreditkartenzinsen gefordert und eine Zahlung von 5.000 US-Dollar an amerikanische Erwachsene ins Spiel gebracht, falls die Republikaner die Kontrolle über den Kongress behalten. Keine der beiden Maßnahmen wird als bereits umgesetzt dargestellt.

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