Chinas Industriegewinne stiegen im September 2026 gegenüber dem Vorjahr um 14,4 % und damit so stark wie seit Juni nicht mehr. Dazu trug die technologiebezogene Fertigung bei, die die schwache Inlandsnachfrage ausglich.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die Gewinne großer Industrieunternehmen stiegen in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 um 15,5 %.
  • Die KI-bezogene Nachfrage stützte die Erträge von Herstellern von Halbleiterausrüstung und Glasfasern.
  • Verbrauchernahe Branchen blieben unter Druck, da die Ausgaben der privaten Haushalte verhalten blieben.

Technologie treibt Chinas Industriegewinne an

Das Nationale Statistikamt veröffentlichte die Zahlen am 27. Oktober. Chefstatistiker Yu Weining führte einen Großteil des Gewinnwachstums auf die Elektronik- und Hochtechnologiefertigung zurück.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 haben sich die Gewinne der Hersteller elektronischer Spezialmaterialien mehr als verdreifacht, während sie bei Herstellern von Halbleiterfertigungsanlagen um 51,7 % stiegen. Yu sagte, die Nachfrage nach KI-Rechenleistung und Speicher sei weiterhin stark.

Der Ausbau von KI-Rechenkapazitäten und Rechenzentren ließ auch die Gewinne der Glasfaserhersteller auf mehr als das Sechsfache des Vorjahresniveaus steigen. Die Gewinne der Kabelhersteller hätten sich im selben Zeitraum mehr als verdoppelt, sagte Yu.

Verbrauchernachfrage bleibt schwach

Die Stärke der Hochtechnologiefertigung stand dem schwächeren Gewinnwachstum in verbrauchernahen Branchen wie Bekleidung, Automobilen und Möbeln gegenüber. Höhere Rohstoffpreise kamen zudem Bergbauunternehmen und Rohstofflieferanten zugute, erhöhten jedoch die Kosten für Hersteller weiter unten in der Lieferkette.

Shena Yue, Chefökonomin bei Oxford Economics, sagte, die Investitionen in die Hochtechnologiefertigung und die Kapazitätsauslastung in der Elektronikbranche seien weiterhin robust, während die Gesamtinvestitionen und die industrielle Kapazitätsauslastung verhalten gewesen seien. Der Abschwung am Immobilienmarkt belaste weiterhin die Käufe von Wohnimmobilien und zugehörigen langlebigen Gebrauchsgütern durch private Haushalte.

Die Einzelhandelsumsätze stiegen im September gegenüber dem Vorjahr um 1,1 %. Chinas Wirtschaft wuchs im dritten Quartal um 4,5 %, womit das Wachstum in den ersten neun Monaten 4,6 % erreichte und innerhalb der jährlichen Zielspanne der Regierung von 4,5 % bis 5 % lag.

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