US-Außenminister Marco Rubio besuchte 2026 den Raffineriekomplex von Reliance in Jamnagar, Indien, während das Unternehmen mehr venezolanisches Rohöl importierte. Der Komplex kann das in Venezuela geförderte schwere, schwefelreiche Öl zu Kraftstoffen wie Diesel verarbeiten.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Der indische Außenminister S. Jaishankar reiste zu Gesprächen mit Rubio nach Mumbai.
- Reliance exportierte in der ersten Hälfte des Jahres 2025 21,66 Millionen Tonnen raffinierte Erdölprodukte.
Reliance-Raffinerie und venezolanisches Rohöl
Rubio reiste nach Mumbai und besuchte den Jamnagar-Komplex von Reliance Industries. Zu den Rohölquellen des Unternehmens gehört Venezuela; die Importe aus dem Land stiegen nach der US-Intervention dort.
Venezuelas Merey-Rohöl ist extrem schwer und schwefelreich. Seine Verarbeitung erfordert komplexe Raffinerien mit Verkokungsanlagen; Anlagen, die für leichteres Rohöl ausgelegt sind, eignen sich nicht unbedingt dafür. Die Kapazitäten von Reliance können schweres, schwefelreiches Rohöl verarbeiten.
Kraftstoffexporte und US-Raffineriepläne
Von Reliances geschätzten Exporten raffinierter Produkte in Höhe von 21,66 Millionen Tonnen in der ersten Hälfte des Jahres 2025 entfielen 9,81 Millionen Tonnen auf Diesel. Benzin machte 6,14 Millionen Tonnen und Flugkraftstoff 2,06 Millionen Tonnen aus.
Reliance ist außerdem ein wichtiger Unterstützer einer America-First-Raffinerieanlage, die am Hafen von Brownsville in den USA entwickelt wird. Das Unternehmen ist vertraglich verpflichtet, sich über 20 Jahre zum Kauf und zur Abwicklung eines erheblichen Anteils der Produktion der Raffinerie zu verpflichten.
Venezuelas Herausforderung bei der Förderung
Laut OPEC-Statistiken, die im Quellenmaterial zitiert werden, verfügt Venezuela über geschätzte Ölreserven von 303 Milliarden Barrel. Die Förderung lag 2025 bei 1,1 Millionen Barrel pro Tag und damit unter den 2,9 Millionen Barrel pro Tag, die 2008 verzeichnet wurden.
Die Förderanlagen sind teilweise verfallen; eine erhebliche Steigerung der Produktion würde beträchtliche Investitionen erfordern.
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