Bei der Israel-Wahl am 27. Oktober 2026 wird sich zeigen, ob eines der beiden wichtigsten politischen Lager des Landes in einer zersplitterten Knesset mit 120 Sitzen eine Regierungskoalition bilden kann.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Benjamin Netanjahu und der ehemalige Militärchef Gadi Eisenkot führen die rivalisierenden Lager an.
  • Kleinere, nicht festgelegte Parteien könnten für die Bildung der nächsten Regierung wichtig sein.
  • Der Oberste Gerichtshof hob die Wahlkommissionsverbote gegen zwei Listen mit arabischer Mehrheit auf.

Koalitionswettstreit bei der Israel-Wahl

Keine einzelne Partei verfügt über eine Mehrheit in der Knesset. Der politische Analyst Dan Steinbock beschreibt den Wettstreit als Rivalität zwischen einem von Netanjahu angeführten Lager und einem von Eisenkot geführten Gegenlager.

Laut Steinbock deuten Umfragen darauf hin, dass jedes der großen Lager etwa 50 Sitze erreichen könnte. Damit könnten kleinere, nicht festgelegte Gruppierungen bei der Koalitionsbildung eine möglicherweise entscheidende Rolle spielen. Die Quelle nennt weder eine bestimmte Umfrage noch ein Umfragedatum für diese Schätzungen.

Arabische Parteien und der Stimmzettel

Die Zentrale Wahlkommission stimmte dafür, Ra’am und die Joint List, zwei Listen mit arabischer Mehrheit, von der Wahl auszuschließen. Der Oberste Gerichtshof hob diese Verbote jedoch auf und ermöglichte so beiden Listen die Teilnahme an der Wahl.

Das Gericht tendierte dazu, den Balad-Vorsitzenden Sami Abu Shehadeh auszuschließen, der anschließend zurücktrat.

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