Die Abwicklung von Derivaten in Indien wird für auslaufende Index- und Aktienkontrakte ab dem 7. Dezember 2026 vom Schlussauktionskurs auf einen volumengewichteten Durchschnittskurs umgestellt. Grundlage ist ein Rundschreiben des Securities and Exchange Board of India (SEBI).

Die wichtigsten Punkte

  • Der neue Abrechnungskurs basiert auf den letzten 30 Minuten des fortlaufenden Handels.
  • Die Börsen veröffentlichen in diesem Zeitraum fortlaufend indikative Indexwerte, während Futures und Optionen bis 15:45 Uhr handelbar bleiben.

Bei der Abwicklung von Derivaten entfällt die Auktion

Die Änderung ersetzt den Schlussauktionskurs durch den volumengewichteten Durchschnittskurs (VWAP) als Referenz für die Abwicklung auslaufender Index- und Aktienderivate. Der VWAP gewichtet die gehandelten Kurse nach dem jeweiligen Handelsvolumen.

Die Schlussauktion wurde am 3. August 2026 eingeführt. Das Rundschreiben der SEBI folgte auf ein im September veröffentlichtes Konsultationspapier.

Was die Änderung für die Schlussauktion bedeutet

Für auslaufende Derivate wird der Auktionskurs nicht mehr zur Abwicklung herangezogen. Der Schlusskurs bleibt für passive Fonds relevant, die Indizes nachbilden, ihre Portfolios zum Handelsschluss bewerten und zu diesem Zeitpunkt handeln, wenn Indizes neu gewichtet werden.

Die überarbeitete Regelung betrifft auch Derivatehändler und ausländische Portfolioinvestoren, die Sicherheiten nach Indien bringen, um mit diesen Kontrakten zu handeln.

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