Nach einer volatilen Phase haben sich die KI-Anleihespreads verringert. Die Credit-Default-Swap-Spreads von Meta und Amazon lagen zum 27. Oktober 2026 im Jahresverlauf jedoch weiterhin deutlich höher. Anleger achten nun auf den Investor Day von Oracle sowie die Ergebnisse von Alphabet und Amazon, um Hinweise darauf zu erhalten, mit welchen zusätzlichen Ausgaben die Unternehmen rechnen.

Die wichtigsten Punkte

  • Der Credit-Default-Swap-Spread von Meta ist seit Jahresbeginn um 177 % gestiegen, der von Amazon um 129 %.
  • Alphabet und Amazon werden ihre Quartalsergebnisse voraussichtlich am 28. bzw. 29. Oktober nach Börsenschluss veröffentlichen.
  • Analysten erwarten, dass beide Unternehmen für das dritte Quartal einen negativen freien Cashflow ausweisen.

KI-Anleihespreads geben von jüngsten Höchstständen nach

Die Credit-Default-Swap-Spreads von Meta sanken, nachdem das Unternehmen am 26. Oktober Pläne für eine Aktienemission im Umfang von 95 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben hatte. In der Vorwoche waren die Spreads gestiegen, als Meta einen negativen freien Cashflow im dritten Quartal meldete. Auch andere Credit-Default-Swap-Spreads zogen zunächst an, gaben anschließend jedoch wieder nach.

Ein Credit Default Swap ist ein Vertrag, der Schutz vor dem Ausfall eines Kreditnehmers bietet. Die Quelle nannte weder die jüngsten Spread-Niveaus noch das Ausmaß der jüngsten Rückgänge.

Richard Cheng, Leiter des Investment-Grade-Unternehmensteams bei Nuveen, sagte, Anleger hätten erwartet, dass Meta kurz nach der Veröffentlichung der Ergebnisse eine umfangreiche Anleiheemission ankündigen würde. Dass diese Ankündigung ausblieb, sei ein Auslöser für die Verengung der KI-bezogenen Spreads gewesen.

UnternehmenDetails
OracleInvestor Day für den 28. Oktober 2026 angesetzt.
AlphabetQuartalsergebnisse voraussichtlich am 28. Oktober nach Börsenschluss.
AmazonQuartalsergebnisse voraussichtlich am 29. Oktober nach Börsenschluss.
MetaAm 26. Oktober Pläne für eine Aktienemission im Umfang von 95 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben.

Ausgaben und Cashflow im Fokus

Die Ergebnisse von Alphabet und Amazon geben Anlegern Einblick in die Investitionsausgaben und den freien Cashflow sowie in etwaige Aktualisierungen der Ausblicke der Unternehmen. Beide Unternehmen meldeten im zweiten Quartal einen negativen freien Cashflow.

Die FactSet-Konsensschätzungen gehen davon aus, dass Alphabet für das dritte Quartal einen freien Cashflow von minus 2,3 Milliarden US-Dollar und Investitionsausgaben von 55,2 Milliarden US-Dollar ausweisen wird. Bei Amazon erwarten Analysten einen negativen freien Cashflow von 9,9 Milliarden US-Dollar und Investitionsausgaben von 58,7 Milliarden US-Dollar. Dabei handelt es sich um Schätzungen, nicht um gemeldete Ergebnisse.

S&P Global Ratings schätzte im August, dass Hyperscaler 2026 und 2027 einen negativen freien operativen Cashflow haben würden. Cheng sagte, Anleger konzentrierten sich auf den Verlauf der Investitionsausgabenprognosen im gesamten Sektor.

Oracle und außerbilanzielle Verpflichtungen

Oracle soll am 28. Oktober seinen Investor Day abhalten. Jordan Chalfin, Analyst bei CreditSights, sagte, das Unternehmen sei für Investment-Grade-Tech-Kredite besonders wichtig, da es stärker unter Druck stehe als Wettbewerber mit höherem Rating.

S&P Global hat auch auf Vereinbarungen zur Finanzierung von Rechenzentren und Chips hingewiesen, die in den Bilanzen möglicherweise nicht vollständig sichtbar sind. Mark Habib, Leiter des Bereichs digitale Infrastruktur bei S&P Global Ratings, sagte, Verpflichtungen wie Rechenzentrumsleasing oder Chipkäufe würden nicht zwangsläufig als Schulden behandelt.

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