Am 25. Oktober 2026 fingen saudische Raketenabwehrsysteme Geschosse ab, die auf Riad und andere Teile des Königreichs zusteuerten, teilte die von Saudi-Arabien geführte Koalition im Jemen mit. Die Huthi erklärten, sie hätten Flughäfen und Energieanlagen ins Visier genommen, darunter Anlagen von Saudi Aramco.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die Koalition erklärte, sie habe zwei Drohnen und eine ballistische Rakete abgefangen, die auf Riad zusteuerten.
  • Die Huthi behaupteten, zu den Zielen hätten der Flughafen von Riad und Aramco-Anlagen in Yanbu gehört.
  • Brent-Rohöl hatte am vorangegangenen Freitag angesichts regionaler Spannungen auf einem Sechsmonatshoch geschlossen.

Saudi-arabische Raketenabfänge und mutmaßliche Ziele

Der Sprecher der Koalition, Turki Al-Maliki, erklärte, zwei Drohnen und eine ballistische Rakete, die auf Riad zusteuerten, seien abgefangen und zerstört worden, berichtete die Saudi Press Agency. Außerdem seien weitere zehn ballistische Raketen abgefangen worden, die auf den Süden Saudi-Arabiens zusteuerten, ebenso wie ein Marschflugkörper mit Ziel Khamis Mushait.

Die Huthi erklärten, sie hätten sieben Operationen mit ballistischen Raketen und Drohnen durchgeführt. Als Ziele nannten sie den King Khalid International Airport in Riad, Anlagen von Saudi Aramco in Yanbu sowie weitere Flughäfen und Energieanlagen. Aus den Behauptungen geht nicht hervor, ob die Anlagen getroffen wurden.

Flughafen Riad nimmt Betrieb wieder auf

Der King Khalid International Airport teilte mit, dass er am 25. Oktober den Betrieb wieder aufnehme; Inlandsflüge würden Terminal 1 und internationale Flüge Terminal 2 nutzen.

Der Flughafen hatte den Betrieb am 10. Oktober nach einem Angriff eingestellt, bei dem mindestens 13 Menschen getötet und rund 300 weitere verletzt worden waren.

Ölpreise stiegen vor den Abfängen

Brent-Rohöl-Futures schlossen am Freitag, dem 23. Oktober, bei 116,72 $ je Barrel, ein Plus von 3,1 % am Tag und 6,2 % in der Woche. Dies war der höchste Schlussstand der internationalen Referenzsorte seit dem 29. April. US-West-Texas-Intermediate schloss bei 103,27 $, ein Plus von 3,8 % am Tag und 2,3 % in der Woche.

Die Kursgewinne gingen den am Sonntag gemeldeten Abfängen voraus. Sie erfolgten vor dem Hintergrund regionaler Spannungen, von Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen und von Befürchtungen vor möglichen neuen US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran. Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch erklärt, die USA verhandelten nicht mit dem Iran und etwas werde „ziemlich bald“ geschehen.

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