Russische Ölraffinerien erhöhten die Rohölverarbeitung in der zweiten Oktoberhälfte 2026 gegenüber dem Monatsanfang um rund 25 %, nachdem die Drohnenangriffe auf die Anlagen eingestellt worden waren, schätzten drei Branchenquellen.
Russische Ölraffinerien nehmen Anlagen wieder in Betrieb
Die Quellen schätzten, dass die Verarbeitung in der zweiten Oktoberhälfte rund 5 Millionen Barrel pro Tag erreichte. Der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Novak erklärte am 27. Oktober, die Raffinerien hätten Anlagen wieder in Betrieb genommen. Zudem fügte er hinzu, dass fast die gesamte benötigte Öl- und Gasausrüstung im Inland hergestellt worden sei.
Die russischen Behörden erklärten, dass Raffinerien in Rjasan und Surgut zu den Mitte Oktober angegriffenen Standorten gehörten; nach dem 16. Oktober habe es keine weiteren Angriffe auf Raffinerien gegeben. Präsident Donald Trump verkündete am 11. Oktober eine Energie-Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine, obwohl die Angriffe auf beiden Seiten danach fortgesetzt wurden.
Dieselproduktion und -exporte
Die Branchenquellen schätzten, dass die russische Dieselproduktion im Oktober um mindestens 50.000 Tonnen pro Tag auf 225.000 Tonnen pro Tag gestiegen sei, was etwa 1,7 Millionen Barrel pro Tag entspricht. Sie schätzten, dass rund 80.000 Tonnen pro Tag für den Export verfügbar sein könnten; dabei handelt es sich um ein potenzielles Angebot, nicht um bestätigte Lieferungen.
Wöchentliche ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien seit Mitte März hatten zu Engpässen bei der heimischen Kraftstoffversorgung geführt. Russland untersagte daraufhin den Export von Benzin, Flugzeugtreibstoff und Diesel und begann, Erdölprodukte auf dem Seeweg zu importieren. Diesel-Exporte wurden im Rahmen eines Lieferabkommens zwischen den USA und Russland inzwischen teilweise wieder aufgenommen.
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