Die Ölpreise fielen am 29. Oktober 2026, während Händler die Aussichten auf eine Wiederaufnahme der Diplomatie im Zusammenhang mit Iran vor dem Hintergrund anhaltender Risiken für die Versorgung aus dem Nahen Osten bewerteten. Brent-Rohöl-Futures sanken um 1,23 % auf 113,90 $ je Barrel, während die Futures auf US-amerikanisches West Texas Intermediate um 1,42 % auf 101,32 $ nachgaben.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Brent- und WTI-Futures gaben am Donnerstag, dem 29. Oktober, beide nach.
- Irans Außenminister erklärte, Teheran sei weiterhin offen für Diplomatie, doch ein hochrangiger iranischer Vertreter wies Vorschläge zur Beendigung des Konflikts zurück.
- Die EIA hat gewarnt, dass eingeschränkte Exportrouten zu volatilen Ölströmen und Preisen beitragen könnten.
Ölpreise geben angesichts diplomatischer Ungewissheit nach
Der Rückgang erfolgte, als die Aussichten auf erneute Friedensverhandlungen Aufmerksamkeit auf sich zogen. Die Preisbewegung belegt jedoch nicht, dass allein die Diplomatie den Rückgang verursacht hat.
Berichten zufolge legten Vermittler aus Katar einen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts zwischen Iran, den Vereinigten Staaten und Israel vor. Ein hochrangiger iranischer Vertreter wies die Vorschläge als inakzeptabel zurück, während Irans Außenminister erklärte, Teheran sei weiterhin offen für diplomatische Bemühungen. Zudem brachte er die Möglichkeit ins Spiel, einen vorgeschlagenen siebentägigen Friedensplan zu beschleunigen, falls eine Einigung erzielt würde.
Versorgungsrouten bleiben im Fokus
Die Möglichkeit von Angriffen der Huthi und weiterer US-Militäraktionen gegen Iran zählte weiterhin zu den Risiken für den Ölmarkt.
In ihrem Ausblick vom 6. Oktober erklärte die US-Energieinformationsbehörde (EIA), Angriffe auf die East-West-Pipeline in Saudi-Arabien hätten den Durchfluss auf einer Route, die zur Umgehung der Straße von Hormus genutzt wird, vorübergehend unterbrochen. Die Behörde veröffentlichte ihre Analyse der eingeschränkten Ölströme im Nahen Osten mit der Warnung, dass Störungen der Exportrouten zu anhaltender Volatilität bei den physischen Liefermengen und Preisen beitragen könnten.
Nächster wichtiger Termin
Der nächste Short-Term Energy Outlook der EIA soll am 10. November 2026 veröffentlicht werden.
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