Shells Gewinn hat sich im dritten Quartal 2026 auf 10,81 Milliarden US-Dollar nahezu verdoppelt. Der Ölkonzern meldete Rekordmargen im Raffineriegeschäft und kündigte einen umfangreicheren Aktienrückkauf an. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen der Analysten.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Der bereinigte Gewinn stieg gegenüber 5,43 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum und übertraf den Analystenkonsens von 9,92 Milliarden US-Dollar.
- Shell kündigte einen Aktienrückkauf im Volumen von 5 Milliarden US-Dollar an, der innerhalb der nächsten drei Monate abgeschlossen werden soll.
- Das Unternehmen senkte seine Prognose für die Investitionsausgaben 2026 auf 23 bis 25 Milliarden US-Dollar.
Shells Gewinn und Raffineriemargen
Das Ergebnis für den Zeitraum von Juli bis September war Shells stärkster bereinigter Gewinn seit dem zweiten Quartal 2022. Analysten hatten laut einem von LSEG zusammengestellten Konsens mit 9,92 Milliarden US-Dollar gerechnet.
Die indikativen Raffineriemargen erreichten 42 US-Dollar je Barrel. Damit übertrafen sie den bisherigen Rekord von 28,04 US-Dollar je Barrel aus dem zweiten Quartal 2022 und entsprachen Shells Prognose von Anfang Oktober.
CEO Wael Sawan sagte, Shell habe trotz „anhaltender schwerer Störungen des globalen Energiesystems“ starke operative Leistungen erbracht. Die in London notierten Aktien stiegen am Morgen des 29. Oktober im Handel um rund 3 % und erreichten ein Allzeithoch.
Umfangreicherer Aktienrückkauf bei gesenktem Ausblick für Investitionen
Shells neuer Aktienrückkauf im Volumen von 5 Milliarden US-Dollar ist umfangreicher als das im Vorquartal angekündigte Programm über 3 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen plant, das neue Programm innerhalb der folgenden drei Monate abzuschließen.
Shell senkte außerdem seine Prognose für die Investitionsausgaben 2026 von 24 bis 26 Milliarden US-Dollar auf 23 bis 25 Milliarden US-Dollar. Die überarbeitete Spanne ist eine Ausgabenprognose und kein endgültiges Jahresergebnis.
Auch TotalEnergies meldet höheren Gewinn
Der französische Ölkonzern TotalEnergies meldete ebenfalls stärkere Ergebnisse. Seine Gewinnmitteilung für das dritte Quartal wies einen bereinigten Nettogewinn von 9,1 Milliarden US-Dollar und einen Cashflow von 12,3 Milliarden US-Dollar aus. CEO Patrick Pouyanné verwies auf historisch hohe Raffineriemargen in Europa und weltweit.
Brent-Rohöl wurde am 29. Oktober zu rund 114 US-Dollar je Barrel gehandelt, verglichen mit etwa 65 US-Dollar ein Jahr zuvor. Engpässe bei der weltweiten Raffineriekapazität haben zudem die Preise für Produkte wie Benzin, Diesel und Flugkraftstoff in die Höhe getrieben.
Nächster Meilenstein
Der nächste bestätigte Meilenstein ist der Abschluss von Shells geplantem Aktienrückkauf im Volumen von 5 Milliarden US-Dollar innerhalb der folgenden drei Monate.
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