Die KI-Nutzung in Südostasien trägt dazu bei, das Wachstum der digitalen Wirtschaft aufrechtzuerhalten. Der Bruttowarenwert soll 2026 laut Prognose um 17 % auf 368 Milliarden US-Dollar steigen. Die von Google am 21. Oktober 2026 veröffentlichte Prognose stammt aus der jährlichen Studie e-Conomy SEA von Google, Temasek und Bain & Company.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die Studie prognostiziert für 2026 einen Bruttowarenwert der digitalen Wirtschaft von 368 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 17 % gegenüber dem Vorjahr.
- 243 Millionen Menschen nutzen generative KI aktiv. Das entspricht 58 % der erwerbstätigen Bevölkerung der Region.
- Eine weitere Verbreitung erfordert zusätzliche Rechenzentrumskapazitäten, eine höhere Energieeffizienz und stärkere Schutzmaßnahmen für Verbraucher.
Inhaltsverzeichnis
- Die KI-Nutzung in Südostasien breitet sich auf digitale Dienste aus
- Das Vertrauen der Verbraucher ebnet den Weg für automatisierte Käufe
- Die Infrastruktur muss mit der Nachfrage Schritt halten
- Fazit
Die KI-Nutzung in Südostasien breitet sich auf digitale Dienste aus
Die Ergebnisse der Studie e-Conomy SEA 2026 beschreiben KI als Wachstumstreiber in den Bereichen Einkauf, Reisen, Medien, Transport und Finanzdienstleistungen. Der Studie zufolge wird die digitale Wirtschaft der Region bis 2035 ein Volumen von 1 Billion US-Dollar überschreiten; dies ist weiterhin eine Prognose und kein bereits erreichtes Ziel.
Im E-Commerce nutzen Käufer bildbasierte Produktsuche und In-App-Assistenten, um sich beim Einkauf zurechtzufinden. Im Reisebereich ist generative KI zum zweithäufigsten genutzten Tool für die Planung komplexer Reiserouten geworden, hinter herkömmlichen Suchmaschinen.
Der praktische Wandel besteht darin, nicht mehr nur Informationen zu finden, sondern Verbraucher auch bei Entscheidungen und beim Abschluss von Transaktionen zu unterstützen. Der Bericht bringt stärker personalisierte digitale Erlebnisse mit höheren Konversionsraten und Bestellvolumina in Verbindung. Diese Ergebnisse belegen jedoch keinen Umsatzvorteil für einen bestimmten Hardwareanbieter.
| Bereich | Details |
|---|---|
| E-Commerce | Prognostizierter Bruttowarenwert 2026: 226 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 18 % gegenüber dem Vorjahr. |
| Online-Reisen | Prognostizierter Bruttowarenwert 2026: 59 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 10 % gegenüber dem Vorjahr. |
| Mobilität und Essenslieferungen | Prognostizierter Bruttowarenwert 2026: 40 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 15 % gegenüber dem Vorjahr. |
Das Vertrauen der Verbraucher ebnet den Weg für automatisierte Käufe
Der Studie zufolge erklärten 75 % der Nutzer, sie seien bereit, KI-Agenten in ihrem Namen Preise vergleichen und Transaktionen abschließen zu lassen. Unabhängig davon gaben 62 % an, KI-Tools stärker zu vertrauen als noch ein Jahr zuvor.
Diese Bereitschaft ist nicht gleichbedeutend mit einer bereits erfolgten Nutzung. Verbraucher nannten Datenschutzvorkehrungen, klare Erläuterungen zu den Fähigkeiten der KI und die Möglichkeit, automatisierte Transaktionen rückgängig zu machen, als Voraussetzungen dafür, sich mit diesen Diensten wohlzufühlen.
Für digitale Unternehmen hängt die Chance daher von mehr ab als nur davon, einen Assistenten hinzuzufügen: Auch Transaktionskontrollen und eine klare Verantwortlichkeit gehören zu den Herausforderungen bei der Einführung.
Die Infrastruktur muss mit der Nachfrage Schritt halten
Dem Bericht zufolge muss die regionale Rechenzentrumskapazität in den nächsten fünf Jahren ungefähr verdreifacht werden, um den prognostizierten Anstieg der KI-Nutzung zu unterstützen. Als weitere notwendige Voraussetzungen nennt er effizientere Modelle, eine bessere Energieeffizienz von Rechenzentren und einen breiteren Zugang zu sauberer Energie.
Auch die regionale Steuerung hat Priorität. Die Mitteilung verweist auf das für November 2026 angekündigte ASEAN Digital Economy Framework Agreement als Rahmenwerk zur Förderung des grenzüberschreitenden digitalen Handels. Seine Umsetzung steht noch bevor und ist keine bereits verwirklichte Wachstumsquelle.
Fazit
Die Prognose verbindet das anhaltende Wachstum der digitalen Ausgaben mit einem erheblichen Infrastrukturbedarf. Als nächsten planmäßigen politischen Meilenstein nennt die Mitteilung das ASEAN Digital Economy Framework Agreement im November 2026.
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