Der US-Dollar stabilisierte sich am 21. Oktober 2026 nahe einem Dreiwochentief, nachdem er in der vorherigen Sitzung gefallen war, als die Renditen von US-Staatsanleihen und die Rohölpreise nachgaben. Der australische Dollar notierte nahe einem Dreiwochenhoch, nachdem der stellvertretende Gouverneur der Reserve Bank of Australia, Andrew Hauser, vor einer Verschlechterung der Inflationsaussichten gewarnt und damit eine weitere Zinserhöhung als mögliche Option im Gespräch belassen hatte.
Wichtige Erkenntnisse
- Der Dollarindex hielt sich bei 101,78, nachdem er am 20. Oktober um 0,2 % gefallen war.
- Der australische Dollar stieg um 0,1 % auf 0,7013 US-Dollar, nachdem Hauser auf zunehmende Inflationsrisiken hingewiesen hatte.
- Händler erwarteten, dass mehrere große Zentralbanken in der folgenden Woche die Zinsen unverändert lassen würden, rechneten jedoch mit Erhöhungen in Kanada und Neuseeland.
Inhaltsverzeichnis
- US-Dollar nahe seinem jüngsten Tief
- Hauser lässt weitere australische Zinserhöhung offen
- Zentralbankentscheidungen als nächste Bewährungsprobe für Währungen
- Fazit
US-Dollar nahe seinem jüngsten Tief
Der Dollarindex, der den Greenback gegenüber sechs anderen Währungen misst, bewegte sich kaum, nachdem ihn der Rückgang in der vorherigen Sitzung auf ein Dreiwochentief gedrückt hatte. Niedrigere Renditen von US-Staatsanleihen und ein nächtlicher Rückgang der Ölpreise bildeten den Hintergrund für die schwächere Entwicklung der Währung.
Rohöl gab nach, nachdem es ein Fünfmonatshoch erreicht hatte. Händler wogen diplomatische Bemühungen unter Beteiligung des Iran gegen anhaltende Angriffe auf die Infrastruktur in Saudi-Arabien sowie Berichte über Angriffe auf Schiffe im Golf ab. Die gegensätzlichen Entwicklungen ließen die Aussichten für den Energiemarkt unsicher, statt eine bestätigte Entspannung des Konflikts zu signalisieren.
Carol Kong, Ökonomin und Währungsstrategin bei der Commonwealth Bank of Australia, sagte, die Nachfrage nach dem Dollar als sicherem Hafen dürfte nachlassen, sobald der Konflikt im Nahen Osten ende und die Energiepreise zurückgingen. Dennoch erwarte sie, dass die Währung in den kommenden Monaten moderat an Wert gewinnen werde, wenn die Zuflüsse ausländischen Kapitals zunähmen. Dies war ihre Prognose und kein beobachtetes Marktergebnis.
| Position | Details |
|---|---|
| Japanischer Yen | 158,33 Yen je US-Dollar; kaum verändert. |
| Euro | 1,1229 US-Dollar je Euro; stabil. |
| Britisches Pfund | 1,33735 US-Dollar je Pfund; stabil. |
| Neuseeland-Dollar | 0,5677 US-Dollar; minus 0,1 %. |
| Kanadischer Dollar | 1,4064 C$ je US-Dollar; stabil. |
Hauser lässt weitere australische Zinserhöhung offen
Der australische Dollar wurde knapp unter seinem Hoch vom 20. Oktober von 0,7017 US-Dollar gehandelt. Hausers Konferenzrede vom 21. Oktober hob hervor, dass die Inflationsaussichten deutlich schlechter erschienen als von der RBA im August prognostiziert, machte jedoch zugleich klar, dass die Prognosen noch fertiggestellt wurden.
Nach seiner Einschätzung erhöhten höhere Energiekosten, die KI-bedingte Nachfrage und Kapazitätsengpässe im Inland die Inflationsrisiken. Gleichzeitig erschwerten ein nachlassendes Verbrauchervertrauen, eine verhaltene Konsumneigung und ein sich abkühlender Arbeitsmarkt die Begründung für eine weitere Straffung.
Die Äußerungen waren keine neue geldpolitische Entscheidung. Hauser sagte, der Vorstand müsse zwischen zusätzlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation und einem Beibehalten der Zinsen zum Schutz von Wirtschaftstätigkeit und Beschäftigung abwägen. Die nächste Sitzung sollte Anfang November stattfinden.
Zentralbankentscheidungen als nächste Bewährungsprobe für Währungen
Die Aufmerksamkeit richtete sich auf die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank und der Bank of Japan an aufeinanderfolgenden Tagen vom 28. bis zum 30. Oktober. Händler erwarteten nicht, dass eine der drei Zentralbanken die Zinsen ändern würde.
Auch die Reserve Bank of New Zealand und die Bank of Canada sollten am 28. Oktober ihre Entscheidungen bekannt geben. Die Markterwartungen deuteten bei beiden auf Erhöhungen um einen Viertelprozentpunkt hin – anders als die erwarteten Zinspausen der übrigen Zentralbanken.
Fazit
Als nächstes stehen die für den 28. bis 30. Oktober angesetzten Zentralbankentscheidungen im Fokus, gefolgt von der Sitzung der RBA Anfang November. Diese Entscheidungen werden die unterschiedlichen Zinserwartungen auf die Probe stellen, die sich im Devisenhandel am 21. Oktober widerspiegelten.
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