Die Bemühungen von Eversource zur Modernisierung des Stromnetzes brachten dem Versorgungsunternehmen den Itron Innovator Award 2026 ein, wie Itron am 20. Oktober 2026 bekannt gab. Die Auszeichnung würdigt Arbeiten zur Erweiterung der Smart-Meter-Infrastruktur über die Abrechnung hinaus. Dazu gehören Verbesserungen der Mobilfunkkonnektivität, ein geplantes Pilotprojekt für das Verteilnetzmanagement und die Evaluierung von Anwendungen zum Laden von Elektrofahrzeugen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Eversource erhielt die Auszeichnung bei Itron Inspire 2026 für die Ausweitung der betrieblichen Einsatzmöglichkeiten seines Smart-Meter-Netzwerks.
- Eine Mobilfunklösung mit mehreren Netzbetreibern ermöglicht es Netzzugangspunkten, bei veränderten Bedingungen den Anbieter zu wechseln.
- Das Pilotprojekt für das Verteilnetzmanagement ist weiterhin geplant; Anwendungen zum Laden von Elektrofahrzeugen werden noch evaluiert.
Inhaltsverzeichnis
- Die Modernisierung des Stromnetzes von Eversource geht über das Ablesen von Zählern hinaus
- Geplantes Pilotprojekt soll Zählerdaten in den Netzbetrieb einbeziehen
- Anwendungen zum Laden von Elektrofahrzeugen werden noch evaluiert
- Fazit
Die Modernisierung des Stromnetzes von Eversource geht über das Ablesen von Zählern hinaus
Itrons Bekanntgabe des Awards 2026 würdigt den Einsatz der Advanced Metering Infrastructure (AMI) durch Eversource als Plattform für den Versorgungsbetrieb und nicht ausschließlich für die Erfassung von Zählerständen. Der Award wird an einen Itron-Kunden vergeben, der Lösungen des Unternehmens und Technologien seiner Partner einsetzt.
Eversource arbeitete mit Itron, AT&T, KORE Wireless und Verizon Wireless an einer Multi-Carrier-eSIM-Lösung, die Itron Intelligent Connectivity und Managed Cellular Backhaul umfasst. Sie ermöglicht es den Mobilfunkzugangspunkten von Itron, bei veränderten Bedingungen automatisch zu einem verfügbaren Netzwerk zu wechseln.
Diese Funktion soll die Abhängigkeit von einem einzelnen Mobilfunkanbieter in Gebieten mit schwankenden Netzbedingungen verringern. Sie unterstützt die Kommunikationsebene, über die Versorgungsdaten übertragen werden; für sich genommen bedeutet sie jedoch keine ausgewiesene Verbesserung der Zuverlässigkeit der Stromversorgung.
| Position | Details |
|---|---|
| Größe des Versorgungsunternehmens | Eversource versorgt mehr als 4,4 Millionen Kunden. |
| Geplanter Umfang der Zählerdaten | Rund 25.000 Zähler im Pilotprojekt für das Verteilnetzmanagement. |
| Geplanter Umfang der Transformatorendaten | Mehr als 3.700 Transformatoren im Pilotprojekt für das Verteilnetzmanagement. |
Geplantes Pilotprojekt soll Zählerdaten in den Netzbetrieb einbeziehen
Eversource arbeitet mit Itron und GE Vernova an einem geplanten Pilotprojekt, das Informationen zu Spannung und Transformatoren in das Advanced Distribution Management System einbinden soll. Der vorgeschlagene Umfang würde Volt/VAR Optimization unterstützen und den Netzbetreibern mehr Einblick in die sich verändernden Bedingungen im Verteilnetz geben.
Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Spannungsqualität zu verbessern, potenzielle Probleme früher zu erkennen und vorhandene Netzausrüstung besser zu nutzen. Dabei handelt es sich um angestrebte Vorteile, nicht um bereits erzielte Ergebnisse: Die Bekanntgabe enthält weder Angaben zu gemessenen betrieblichen Verbesserungen noch zu einem Abschlussdatum des Pilotprojekts.
Anwendungen zum Laden von Elektrofahrzeugen werden noch evaluiert
Eversource evaluiert außerdem EV-Awareness-Anwendungen aus dem Technologiepartner-Ökosystem von Itron. Die Anwendungen laufen direkt auf Smart Metern der nächsten Generation von Itron und ermitteln, wann und wo Elektrofahrzeuge geladen werden.
Das Versorgungsunternehmen nutzt das Pilotprojekt, um das Ladeverhalten zu verstehen und zu prüfen, wie Informationen auf Zählerebene die Planung und den Betrieb des Verteilnetzes angesichts der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen unterstützen könnten.
Penni Conner, Executive Vice President für Kundenerfahrung und Energiestrategie bei Eversource, erklärte, das Unternehmen baue auf seinem bestehenden AMI-Netzwerk auf und räume gleichzeitig Erschwinglichkeit und zuverlässiger Versorgung Priorität ein. In der Bekanntgabe wurden weder Projektausgaben noch erwartete Einsparungen für Kunden oder bezifferte finanzielle Vorteile genannt.
Fazit
Der nächste geplante Schritt ist das Pilotprojekt für das Verteilnetzmanagement mit Itron und GE Vernova, parallel zur laufenden Evaluierung von EV Awareness. Für keines der beiden Vorhaben wurden in der Bekanntgabe ein Abschlussdatum oder bezifferte Vorteile genannt.
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