Circle CVI gab am 20. Oktober 2026 bekannt, dem fünfjährigen europäischen Herz-Kreislauf-Forschungsprojekt EXIT-CVD mit einem Budget von 27,6 Mio. € beigetreten zu sein. Das Unternehmen für Bildgebungssoftware bringt seine Expertise in der KI-gestützten Analyse von Herzbildern in ein Konsortium ein, das 22 klinische Studien mit mehr als 14.000 Patienten plant. Die ersten Patienten sollen ab Oktober 2026 aufgenommen werden.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Circle CVI wird seine Expertise in der kardiovaskulären Bildgebung in die Forschung zu früherer Diagnose und personalisierter Versorgung einbringen.
- EXIT-CVD vereint 42 öffentliche und private Partner aus 17 Ländern und wird von UMC Groningen und Philips geleitet.
- Das 27,6-Mio.-€-Projekt wird gemeinsam von der EU-Initiative Innovative Health Initiative und Industriepartnern finanziert.
Inhaltsverzeichnis
- Ein fünfjähriges Programm entlang des gesamten Weges der Herzversorgung
- Was Circle CVI zum Konsortium beiträgt
- Studien untersuchen Monitoring, Bildgebung und Zugang
- Fazit
Ein fünfjähriges Programm entlang des gesamten Weges der Herzversorgung
Das klinische Forschungsprogramm EXIT-CVD untersucht Möglichkeiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, ihren Verlauf umzukehren oder eine Verschlechterung in fortgeschrittenen Fällen aufzuhalten. Das University Medical Center Groningen und Philips leiten die öffentlich-private Partnerschaft. Die ersten Studien sollen im Oktober 2026 mit der Aufnahme von Patienten beginnen.
Das Budget von 27,6 Mio. € deckt das konsortiumsweite Projekt ab; es handelt sich nicht um eine offengelegte Zahlung an Circle CVI. Die Zusammenarbeit verbindet diagnostische Technologien, digitales Monitoring und therapeutische Ansätze mit dem Ziel, Strategien zu entwickeln, die in verschiedenen europäischen Gesundheitssystemen eingesetzt werden können.
Das Programm gliedert seine Arbeit in drei Interventionsbereiche: Früherkennung, personalisierte Risikobewertung und gezielte Behandlung sowie fortgeschrittene Therapien, die die Genesung bei Erkrankungen im Spätstadium unterstützen sollen. Dabei handelt es sich um Forschungsziele und nicht um nachgewiesene Ergebnisse der geplanten Studien.
| Studie | Details |
|---|---|
| CARDIO-CAM | Untersucht eine videobasierte Überwachung von kardiorespiratorischen Signalen und dem klinischen Kontext im Krankenhaus. |
| LEADER-PAD | Entwickelt und validiert Spektral-CT-Verfahren zur Früherkennung bei asymptomatischen Patienten sowie bei symptomatischen Patienten mit geringem Risiko. |
| REMODEL-HF | Prüft nichtinvasives Fernmonitoring bei Patienten, die kürzlich wegen Herzinsuffizienz im Krankenhaus behandelt wurden. |
| GUIDANCE-PCCT | Vergleicht einen photonenzählenden CT-gesteuerten Koronareingriff mit einem standardmäßigen angiografiegesteuerten Eingriff. |
| NOTIFY-2 | Validiert KI-gestützte Bild- und EKG-Analysen zur früheren Diagnose einer linksventrikulären Hypertrophie sowie zur Bewertung des zugrunde liegenden Erkrankungsrisikos. |
Was Circle CVI zum Konsortium beiträgt
Circle CVI entwickelt Software für die Analyse, Visualisierung und Befundung kardiovaskulärer Bilddaten. Die Plattform cvi42 verbindet die Analyse von Herz-MRT- und CT-Aufnahmen mit der Quantifizierung von Koronarplaques sowie Werkzeugen zur Planung struktureller Herz- und elektrophysiologischer Eingriffe.
Zu den Funktionen der Plattform gehören die Beurteilung der Herzfunktion, des Blutflusses, der Eigenschaften des Myokardgewebes und der koronaren Herzkrankheit. Diese Expertise passt zu den Arbeiten von EXIT-CVD zur Nutzung bildgebender Verfahren, um Krankheitsrisiken zu unterscheiden und individuelle Behandlungsentscheidungen zu unterstützen.
Erkan Akyuz, CEO von Circle CVI, erklärte, dass fortschrittliche kardiovaskuläre Bildgebung Ärzten helfen könne, den möglichen Verlauf einer Erkrankung zu verstehen und zu erkennen, wo ein Eingriff einen Unterschied bewirken könnte. Die angekündigte Rolle des Unternehmens besteht darin, seine Expertise in der Bildanalyse einzubringen; aus der Mitteilung geht nicht hervor, dass seine Software die angestrebten klinischen Vorteile des Konsortiums bereits erzielt hat.
Studien untersuchen Monitoring, Bildgebung und Zugang
Das Studienprogramm reicht von der Überwachung im Krankenhaus bis zur Fernversorgung nach einem Krankenhausaufenthalt wegen Herzinsuffizienz. Ausgewählte Studien zeigen, wie das Konsortium unterschiedliche Technologien in verschiedenen Krankheitsstadien bewerten will.
EXIT-CVD plant außerdem, Interventionen gemeinsam mit Patienten zu entwickeln und Lücken in den Bereichen sozioökonomische Faktoren, Geschlecht und Gender sowie digitaler Zugang anzugehen. Eine gemeinsame Datenplattform, die auf den Europäischen Raum für Gesundheitsdaten abgestimmt ist, soll die Bewertung und eine breitere Umsetzung der Innovationen des Projekts unterstützen.
Fazit
Der nächste geplante Meilenstein ist die Aufnahme der ersten Patienten im Oktober 2026. In den Studien wird geprüft, ob die bildgebenden, überwachenden und therapeutischen Ansätze des Konsortiums die angestrebten Verbesserungen in der kardiovaskulären Versorgung bewirken können.
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